Radtour pro Organspende

Die Radtour pro Organspende machte Halt im Klinkum Süd. Foto: oh

Tour von 20 Radlern legte im Klinkum Süd einen Stopp ein

NÜRNBERG - Auf ihrem Weg quer durch Bayern traf die „Radtour pro Organspende im Klinikum Nürnberg Süd ein und wurde dort von Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann und Prof. Kai-Uwe Eckardt, Chefarzt der Nephrologie im Klinikum Nürnberg und Leiter des Transplantationszentrums Erlangen-Nürnberg, empfangen.


Knapp 20 Radler waren am Sonntag zu ihrer Tour quer durch Bayern gestartet. Sie absolvieren dabei knapp 450 Kilometer in fünf Etappen - von Tegernsee nach Würzburg. Sie alle haben entweder selbst ein Spenderorgan oder warten auf eine Spenderniere.  „Wir wollen mit unserer Radtour die Perspektiven und Chancen für Transplantation verbessern und einen  Beitrag für mehr Organspende in Deutschland leisten“, betont Peter Kreilkamp (54), der seit vier Jahren auf ein Spenderorgan wartet. Bundesweit stehen etwa 12.000 schwerkranke Patienten auf der Warteliste für eine lebensrettende Transplantation. Gleichzeitig kann nur etwa einem Drittel von ihnen jährlich mit einem neuen Organ geholfen werden, weil zu wenige Spenderorgane zur Verfügung stehen. Im Jahr 2012 sank die Zahl der Spender um 12,8 Prozent und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit 2002.


Auch im ersten Quartal des Jahres 2013 setzte sich dieser rückläufige Trend fort. Die aufgedeckten Manipulationen in einigen Transplantationszentren haben das Vertrauen der Bevölkerung in die Transplantationsmedizin erheblich geschwächt. „Die Radtour verfolgt das Ziel, neues Vertrauen aufzubauen, Menschen für die Themen „Organspende“ und „Organspendeausweis“ zu sensibilisieren und Transplantierte und Dialysepatienten zu Bewegung und Aktivität zu motivieren“, erläutert Eckardt.


Im Eingangsbereich des Klinikums Nürnberg Süd ist derzeit eine Fotoausstellung der Erlanger Fotografin Iris Wißmüller zum Thema „Organspende – Patienten erzählen“ zu sehen.





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