Rektor Schoenauer ruft zu Wertschätzung von Pflegekräften auf

Rektor Hermann Schoenauer (l.) und Diakonie Präsident Johannes Stockmeier vor dem Mutterhaus. Im Hintergrund die Büste Wilhelm Löhes. (Foto: Diakonie Neuendettelsau)
 
Bläser von vier Posaunenchören trafen sich zum gemeinsamen Musizieren. (Foto: Diakonie Neuendettelsau)

Jahresfest der Diakonie Neuendettelsau 2014: Diakonie-Präsident Stockmeier lobt Mitarbeiter in Sozialberufen

NEUENDETTELSAU (pm/nf) – Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein hat die Diakonie Neuendettelsau ihr Jubiläums-Jahresfest 2014 gefeiert. Heuer stand das Jahresfest anlässlich des 160-jährigen Jubiläums der Diakonie Neuendettelsau unter dem Motto „Leben gestalten – durch Bildung“. Mehrere tausend Besucher informierten sich an zahlreichen Ständen über die Angebote der Diakonie und kamen bei gutem Essen, Getränken und Musik ins Gespräch.

Im Festgottesdienst am Vormittag hielt der Präsident der Diakonie Deutschland, Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, die Predigt. „Ich habe mich schon als Student viel mit Wilhelm Löhe beschäftigt und der Erwerb der Gesamtausgabe war für mich damals eine Großinvestition, für die viel vom Erlös der Semesterferienarbeit draufging“, sagte Oberkirchenrat Stockmeier, der von einem weiteren persönlichen Bezug zur Diakonie Neuendettelsau erzählte: „Im Jahr 1951 kommt in Weißenbrunn bei Kronach ein dreijähriger in den Kindergarten und – so erzählen es im die Eltern dann bei der Konfirmation elf Jahre später – dieses Kind ist begeistert von Tante Anna und ihrem Erzählen biblischer Geschichten. Tante Anna ist Neuendettelsauer Schwester, die den Dreijährigen mitnimmt in viele Geschichten der Bibel. Den damals Dreijährigen haben Sie jetzt als 66-jährigen vor sich, der seine Aufgabe jetzt, die Erinnerung an Schwester Anna und das Motto des Jahresfestes als fröhliche Entdeckung zusammennimmt.“

In seiner Ausführung über 2. Mose 2, 1-10, dankte der Diakonie-Präsident den Mitarbeitern in sozialen Berufen: „Ich danke Frauen und Männern, die in der Jugendhilfe Kinder nicht aufgeben, obwohl manches zum Verzweifeln ist. Ich danke den Mitarbeitern in der Sozialarbeit, die ausweglosen Situationen nicht davonlaufen. Ich danke allen Mitarbeitern in der Pflege, die sich täglich neu mit Leib und Seele auf ihre Arbeit einlassen.“

Auch Rektor Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer lobte in seinem Bericht beim Jahresempfang im Luthersaal die Mitarbeitenden in den sozialen Berufen und forderte mehr Wertschätzung der Pflegeberufe: „So rufe ich heute anlässlich unseres Jubiläums dazu auf, Mitarbeitende in der Pflege, Mitarbeitende in den verschiedenen sozialen und diakonischen Arbeitsfeldern auch Wertschätzung entgegen zu bringen. Es ist mir ein persönliches Anliegen, die ausgezeichnete Arbeit unserer Mitarbeitenden zu erwähnen. Unsere Mitarbeitenden sind bestens ausgebildet und kümmern sich mit vollem Einsatz um Patienten, Bewohner, Gäste und Schüler in unseren Einrichtungen. Dafür sage ich, sagen wir alle heute, ein herzliches Dankeschön.“

Zugleich verdeutlichte Rektor Schoenauer anhand seines kurzen historischen Rückblick über die 160-jährige historische Entwicklung der Diakonie Neuendettelsau, dass die Bildungsarbeit von Anfang eine große Rolle gespielt habe. 44 Millionen Euro wurden in Gebäude und neue Standorte investiert. „Nach wie vor bleibt es aber eines der wichtigsten strategischen Ziele, in Mitarbeitende zu investieren“, betonte Schoenauer. So seien beispielsweise an der DialogAkademie 4503 externe und interne Mitarbeiter weiter- und ausgebildet worden. 4000 Schul- und Ausbildungsplätzen stehen in allgemeinbildenden Schulen, in Berufsfachschulen, in Fachakademien, in Förderschulen und an der Wilhelm Löhe Hochschule zur Verfügung.

Im Rahmen der Jahresversammlung wurden zahlreiche Mitarbeiter für ihre 25-jährige und 40-jährige Mitarbeit in der Diakonie Neuendettelsau geehrt. Diakoniepräsident Johannes Stockmeier übergab den Mitarbeitern persönlich das „Goldene Kronenkreuz“ der Diakonie Deutschland. Rektor Schoenauer überreichte den Geehrten die Urkunde. Oberkirchenrat Stockmeier sagte den Geehrten: „Ich habe allergrößten Respekt, was Sie in Ihrem Dienst eingebracht haben. Ich bin froh, in der Gemeinschaft mit Ihnen zu stehen.“

Grußworte sprachen im Rahmen der Jahresversammlung der Diakoniepräsident Johannes Stockmeier, der Vorsitzende der Südkonferenz des Kaiserswerther Verbands, Dr. Werner Schwartz, der Neuendettelsauer Bürgermeister Gerhard Korn, sowie der Vorsitzende des Kuratoriums der Diakonie Neuendettelsau, Dipl.Ing. Hans-Heinrich Willberg.

Beim anschließenden Jahresfest erwartete die Besucher ein buntes Programm mit mehr als 100 Einzelaktionen. So gab es beispielsweise in der Turnhalle auf dem Löhe-Campus ein Fußballspiel zwischen der Jugend der SpVgg Greuther Fürth und Schülern der Realschule.

Im Gymnasium wurden die Ergebnisse des Projekttages „Begegnungen mit dem Judentum“ präsentiert. Vor dem Mutterhaus trafen sich Bläser der Chöre St. Laurentius, St. Nikolas, Merkendorf und Windsbach und stimmten gemeinsam Lieder an. An Ständen entlang der Wilhelm-Löhe-Straße konnten sich die Besucher etwa über die Angebote der Wilhelm Löhe Hochschule informieren oder den „GERT“ Alters-Simulations-Anzug testen. Im Jugendzentrum wurde eine neue Kletterwand eingeweiht. Mehrere Musikgruppen und Bands sorgten für gute Unterhaltung. In der Bäckerei konnte man beim Brot- und Küchlebacken live zuschauen. Führungen gab es unter anderem in der Paramentenwerkstatt, im Mutterhaus, in der Kirche St. Laurentius und in der Hostienbereitung.
Das Jahresfest schloss Rektor Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer beim „Wort auf den Weg“ mit einer kurzen Auslegung des Psalm 150. „Wir wollen Gott loben und ihm für dieses schöne Jubiläums-Jahresfest danken“, sagte Rektor Schoenauer.
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