Rückkehr nach tausend Jahren


FÜRTH (web) - Nun ist sie da. Die Urkunde aus dem Jahr 1007, auf der die Kleeblattstadt erstmals erwähnt wurde, ist noch bis 15. April im Fürther Stadtmuseum Ludwig Erhard zu sehen.

Nur mit Handschuhen berühren: Museumschef Dr. Martin Schramm, OB Dr. Thomas Jung und Hans Wölfel (v.li.n.re.), Vorstandsvorsitzender Sparkasse Fürth, präsentieren die wertvolle Urkunde.     Foto: bayernpress

Wäre es nach den Verantwortlichen in Fürth gegangen, hätte das historische Schriftstück bereits zum Jubiläumsjahr 2007 den Weg nach Fürth finden sollen. Doch diesbezügliche Anfragen wurden damals vom Staatsarchiv in Bamberg, wo die Urkunde aufbewahrt und gehütet wird, abgelehnt.
Diesmal jedoch ließ Museumschef Martin Schramm nicht locker und hatte letztlich Erfolg. Unterstützung erhielt das Museum auch von der Sparkasse Fürth, die nicht nur für die Versicherungssumme aufkommt, sondern auch eigens eine Vitrine anfertigen ließ. Für wenige Wochen kann man die Urkunde aus hochwertigem Pergament nun im Stadtmuseum bewundern.
Anlässlich der Gründung des Bistums Bamberg schenkte der damalige Kaiser Heinrich II. im Jahr 1007 den Dompröbsten des Hochstifts Bamberg den „Furti“ genannten Ort („locum Furti dictum“). Die Fürther sollten damals Geld- und Sachabgaben abgeben. Ein Indiz dafür, dass Fürth schon vor 1007 gegründet wurde und aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung durchaus „schenkenswert“ war.
Die Besichtigung der Urkunde im Stadtmuseuem Ludwig Erhard, Ottostraße 2, ist kostenlos, wer die ebenfalls sehr sehenswerte Dauerausstellung und die Sonderausstellung besucht, bezahlt drei beziehunsgweise zwei Euro.
www.stadtmuseum-fuerth.de



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