Schnell und sicher mit dem Rad zur Arbeit: Studie für den Großraum Nürnberg vorgestellt

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (M.) diskutiert mit Landrat Alexader Tritthart (ERH) und Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (r.) über die geplanten Schnellradwege. (Foto: Udo Dreier)
 
Schneller und sicherer mit dem Fahrrad in die Arbeit: Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann setzt im Großraum Nürnberg auf Radschnellwege und stellte Studie vor: Sieben Trassen kommen in die nähere Auswahl. – (Foto: Udo Dreier)

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann setzt im Großraum Nürnberg auf Radschnellwege und stellte Studie vor: Sieben Trassen kommen in die nähere Auswahl 

NÜRNBERG/REGION (pm/nf) - Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute gemeinsam mit Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly mögliche Routen für Radschnellwege im Großraum Nürnberg vorgestellt. Die Studie, die zur Hälfte vom Freistaat Bayern finanziert wurde (Anteil Bayerns 85.000 Euro), untersuchte insgesamt sieben mögliche Trassen in und um Nürnberg.

,,Wir wollen mehr Menschen für das Fahrradfahren begeistern und gerade Pendlern ermöglichen, auch mit dem Radl schnell und sicher in die Arbeit zu kommen“, erklärte Herrmann. Ziel sei, bis 2025 den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen in Bayern auf 20 Prozent zu steigern. Für Herrmann ist das auch ein wichtiger Beitrag zur Luftreinhaltung gerade in Ballungsräumen. Dr. Maly ergänzte: "Radschnellwege sind ein wichtiger Beitrag zur Radverkehrsförderung. Wir wollen im Zeitalter einer zunehmenden Anzahl von Pedelecs auf unseren Straßen schnelle Radrouten schaffen, um gerade die Arbeitswege von Pendlern im Großraum statt mit dem Auto auch mit dem Fahrrad möglich zu machen." Laut Herrmann ist der nächste Schritt, dass die Kommunen jetzt zusammen mit dem Freistaat und dem Bund die Detailplanungen und die Umsetzung des Konzepts vorantreiben. Herrmann sagte bereits die tatkräftige Unterstützung des Freistaats zu: "Lassen Sie uns gemeinsam 'in die Pedale treten', um Radschnellwege möglichst zügig zu realisieren." 

Hintergrund:
Zusammen mit dem Freistaat Bayern hatten die Städte Nürnberg, Erlangen, Fürth, Herzogenaurach und Schwabach sowie die Landkreise Erlangen-Höchstadt, Fürth, Nürnberger Land und Roth eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Rund 600 Einzelmaßnahmen wurden von den Planungsbüros vorgeschlagen, die die Studie erarbeitet haben. Die Gesamtlänge der Strecken beträgt rund 100 Kilometer. Untersucht wurden die Trassen von Nürnberg nach Lauf a. d. Pegnitz, von Nürnberg nach Schwabach, von Nürnberg nach Oberasbach/Zirndorf/Stein, von Nürnberg nach Fürth, von Nürnberg nach Erlangen und von Erlangen nach Herzogenaurach.
Dr. Maly: ,,Nürnberg ist Ausgangspunkt oder Ziel von fünf der sieben ausgewählten Trassen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in enger kommunaler Zusammenarbeit mit unseren Nachbarbarn und mit entsprechender Unterstützung des Freistaat Bayern sowie des Bundes diese überregionalen Projekte zügig umsetzen." Herrmann: ,,Sofern wir nicht selbst Baulastträger sind, unterstützen wir die Kommunen finanziell beim Bau von Radwegen mit Fördermitteln. Auch der Bund will Radschnellwege künftig fördern." Von den Ergebnissen und Erfahrungen aus dieser Machbarkeitsstudie können nach Herrmanns Worten auch andere Regionen in Bayern profitieren.

Für den bayerischen Verkehrsminister ist der Ausbau des Radwegenetzes in Bayern sehr wichtig. Bayern investiert bis 2025 jährlich rund 40 Millionen Euro Bundes- und Landes­mitteln in Radwege an Bundes- und Staatsstraßen. "Wir fördern heuer in der Region insgesamt elf kommunale Radwegprojekte mit Gesamtkosten von mehr als fünf Millionen Euro", erläuterte Herrmann. Erst vor kurzem wurde der Radweg an der St 2259 von Röhrach nach Dechsendorf fertig. Er schließt an den Radweg zwischen Röttenbach und Röhrach an, der bereits im Jahr 2010 fertig gestellt wurde. "Auch die Strecke entlang der B 2 von Nürn­berg nach Heroldsberg und entlang der Staatsstraße 2237 von der Lände Roth nach Allersberg kann man bald auf dem Fahrrad zurücklegen", so Herrmann.
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