Schnepfenreuther Weg: Gemeinsamer Antrag von CSU und SPD

Anwohner diskutierten mit Vertretern von Stadt, Vorstadtverein und Kommunalpolitik über die Verkehrsprobleme im Schnepfenreuther Weg. (Foto: oh)
NÜRNBERG (pm/nf) - Die Stadtratsfraktionen der CSU und der SPD stellten jetzt einen gemeinsamen Antrag an die Stadtverwaltung, um die Verkehrsprobleme im Schnepfenreuther Weg in den Griff zu bekommen. Vorgeschlagen wurden der Bau einer Querinsel oder Verengung um den Verkehr während der Straßenbahnbaustelle zu reduzieren. Nach Beendigung der Baumaßnahme sollte an der B4 eine Unterbrechung analog der Anlage vor dem TB St. Johannis 1888 oder der Otto-Lilienthal-Straße entstehen.

Die Anwohner am Schnepfenreuther Weg beschweren sich seit mehreren Jahren über den massiven Durchgangsverkehr in ihrem Wohngebiet. Viele Autofahrer, vor allem im Berufsverkehr, nutzen den Schnepfenreuther Weg gerne als Abkürzung. Damit sparen sie sich u.a. eine Ampel. Das Problem wurde durch die derzeitigen Bauarbeiten an der B4 noch verstärkt. Die in der Straße ausgewiesene Tempo 30-Zone wird weitestgehend ignoriert, was vor allem die Schulwegsicherheit der vielen Kinder gefährdet.
Die beiden Stadtratsfraktionen erklärten es zu ihrem politischen Ziel, den Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen zu bündeln und die Wohngebiete zu entlasten. Im konkreten Fall müssten Maßnahmen ergriffen werden, damit der Verkehr auf der Erlanger Straße bleibt. Die Anwohner seien bei der konkreten Planung über den Vorstadtverein Nürnberg-Nord zu beteiligen.

Vorstadtverein und Stadträte sagen Unterstützung zu

Eine Unterbrechung des Schnepfenreuther Wegs - das ist die zentrale Forderung vieler Anwohner, die beim vom Vorstadtverein Nürnberg-Nord organisierten Ortstermin Anfang Dezember laut wurde. Auch ohne die baustellenbedingte Zunahme sei der Durchgangsverkehr unerträglich geworden, so Anwohnerin Petra Müller-Übelacker stellvertretend für viele Bürger, die unter der Zunahme des Schleichwegverkehrs zwischen Erlanger und Schleswiger Straße leiden. VNN-Chef Tobias Schmidt wie auch die anwesenden Stadträte Elke Leo, Marcus König und Thorsten Brehm sagten eine Prüfung des Anliegens ebenso zu wie Frank Jülich und Bernhard Fischer als Vertreter der Stadt. ,,Nach Ende der Baustelle an der Erlanger Straße muss die Sperre kommen”, so Schmidt, der sich freut, dass auch die Stadträte sich in diese Richtung äußerten und eine entsprechende Initiative ankündigten. Vorab sollen Verkehrszählungen stattfinden und auch noch einmal die mobile Geschwindigkeitsanlage zum Einsatz kommen.
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