Schöner Brunnen erstrahlt nach Sanierung in neuem Glanz

Rechtzeitig vor Eröffnung des diesjährigen Christkindlesmarkts konnte das städtische Hochbauamt die Sanierung des Brunnens abschließen. (Foto: Victor Schlampp)
NÜRNBERG (pm/nf) - Nach rund 17-monatiger Bauzeit erstrahlt der Schöne Brunnen in neuer Pracht: Das berühmte historische Bauwerk auf dem Hauptmarkt musste aufgrund von Beschädigungen aufwändig saniert und restauriert werden. Mit dem Einschalten der neuen Beleuchtungsanlage haben Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und Planungs- und Baureferent, Daniel F. Ulrich, die Touristenattraktion wieder der Öffentlichkeit übergeben.

Rechtzeitig vor Eröffnung des diesjährigen Christkindlesmarkts konnte das städtische Hochbauamt die Sanierung des Brunnens abschließen. Weil sich im Zuge der detaillierten Untersuchungen der festgestellten Schäden des historischen Brunnens immer neue Beschädigungen und vor allem statische Probleme zeigten, musste das Bauwerk rundum erneuert werden: Die sehr filigrane Tragkonstruktion wurde mit einem Edelstahlkorsett ertüchtigt, die nicht funktionierende Wasserführung völlig neu nach innen gelegt und eine neue LED-Beleuchtung eingebaut. Außerdem sind umfangreiche Steinergänzungen ausgeführt und die Farbfassungen sowie die Vergoldungen großflächig erneuert worden.

Auch von der Sanierung betroffen war die Spitze des Bauwerks, die von August 2015 bis August 2016 überarbeitet wurde: Dafür wurde diese in fünf Teile zerlegt, mit dem Autokran heruntergehoben und zu einer Steinmetzfirma gebracht. Dort bekam sie in Zusammenarbeit mit einem Schlosser ein innenliegendes Stahlkorsett, um die Standsicherheit des Brunnens in Zukunft zu gewährleisten. Das von Grund auf restaurierte Metallgitter mit den zwei Wunschringen wurde an der alten Stelle wieder in neuem Glanz aufgebaut. Dreizehn Farbschichten wurden mühsam entfernt. Zusätzlich mussten 25 verschwundene oder abgebrochene Metallteile wieder ergänzt werden.

Der berühmteste Brunnen Nürnbergs ist auf Wunsch von Kaiser Karl IV. im letzten Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts errichtet worden. Herzstück sind die 40 Steinfiguren, die das Geschichtswissen und den geistigen Erfahrungsraum des 14. Jahrhunderts repräsentieren. Weil die ursprüngliche Ausführung in Schilfsandstein von Anfang an äußerst verwitterungsanfällig war, wurde der Brunnen von 1898 bis 1903 komplett abgebrochen und nach dem Konzept des Baurats Heinrich Walraff in der ursprünglich hochgotischen Form neu erstellt.
Die im September dieses Jahres im Zuge der Sanierung angebotenen Baugerüstführungen haben über 700 Personen angenommen. Interessierte haben bei Führungen über die acht Gerüstetagen die Geschichte und die Sanierung des Schönen Brunnens nähergebracht bekommen.
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