SPD begrüßt Vereinbarung zur Arbeitsmarktintegration junger Flüchtlinge

Vereinbarung zwischen Stadt und Handwerkskammer zur Ausbildung von Flüchtlingen

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Rathaus-SPD zeigt sich erfreut über die angekündigte Vereinbarung zwischen Handwerkskammer und der Stadt Nürnberg, wonach Flüchtlinge der Weg in eine duale Ausbildung bereitet wird. Möglich gemacht hat diese Regelung die Änderung des Bleiberechts durch den Bundestag. Diese wird morgen auf Antrag der SPD auch Thema im Ausschuss für Recht und Wirtschaft sein.


Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Strohhacker freut sich: „Endlich ist für die Betriebe klar, dass die Ausbildung selbst ein Duldungsgrund ist. So kann endlich das Potenzial, das die Jugendlichen mitbringen, genutzt werden und es gibt Rechtssicherheit. Arbeitgeber wissen, dass ihre Auszubildenden nicht abgeschoben werden, wenn sie einem Geduldeten oder einem Asylbewerber mit offenem Verfahrensausgang einen Ausbildungsvertrag geben. Der junge Asylbewerber oder Geduldete weiß, dass er die Ausbildung sicher beenden kann. Und für die Zeit danach gilt schon jetzt: Wer eine Ausbildung beendet, kann eine Aufenthaltserlaubnis bekommen.“

Das große Interesse an der Infoveranstaltung der Handwerkskammer in Zusammenarbeit mit der IHK zeigt für Strohhacker, dass die Betriebe in der Region durchaus die Chancen erkennen, die durch die derzeitige verstärkte Zuwanderung entstehen und bereit sind, den jungen Menschen eine Chance zu geben. Sie lobt die Handwerkskammer für Mittelfranken für ihr Engagement zur Integration von Flüchtlingen auf den Arbeitsmarkt, wie die Infoveranstaltung und dem Aufbau von Plattformen zur Vernetzung der Akteure. Schon seit Längerem setzt sich die Kammer für eine bessere Arbeitsmarktintegration von zugewanderten jungen Menschen ein.

Die integrationspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Diana Liberova, sieht in der Vereinbarung zwischen Stadt und Handwerkskammer ein wichtiges Signal auch für andere Kommunen: „Es geht darum Hürden abzubauen und möglichst unbürokratisch Spielräume zu nutzen. Die Betriebe und zukünftigen Lehrlinge müssen möglichst gut unterstützt werden, z.B. was Deutschkurse, die Möglichkeit der assistierten Ausbildung und Ausbildungsbeihilfen betrifft.“

In ihrem Antrag hatte die SPD-Fraktion auch Auskunft darüber eingefordert, wie viele Jugendliche mit ungesichertem Aufenthaltsstatus derzeit in Nürnberg leben und ob bereits jetzt Ausbildungsverhältnisse bekannt sind.
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