Spuren der Vergangenheit

Gostenhof in der Altsteinzeit

NÜRNBERG - In der Ausstellung „Ton, Steine, Scherben – Vorgeschichtliche Dörfer um Nürnberg“ zeigt die Bauordnungsbehörde, Fachbereich Denkmalschutz und Archäologie (Offenen Büro, Lorenzer Straße 30), vielfältige Spuren aus der Vergangenheit.

In Herpersdorf, Almoshof, Gostenhof und in Buch haben Archäologen Spuren vorgeschichtlicher Siedlungen entdeckt, bevor die Zeugnisse durch Bauarbeiten zerstört wurden. Gezeigt werden unter anderem Gefäße und Gefäßreste, Steinwerkzeuge, Wandverputz, Ofenteile und Bronzeschmuck. Wie es zum Beispiel in Herpersdorf um 1000 v. Chr. aussah, zeigt ein Modell des Dorfes, das Archäologen dort von 2004 bis 2006 freigelegt haben, und eine Bilderschau gibt Impressionen von Nachbauten vorgeschichtlicher Gebäude und Kulturlandschaften.

Die Ausstellung, ist bis einschließlich Freitag, 25. Januar, während der Öffnungszeiten zu sehen:

Mo          8.30 - 18.00 Uhr
Di / Do   8.30 - 15.30 Uhr
Mi / Fr    8.30 - 12.30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Bereits am Ende der Altsteinzeit, vor 13.000 Jahren, jagten Menschen am Pegnitzhochufer in Gostenhof. Die ersten Ackerbauern erschienen im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. und hinterließen in Mögeldorf, Ziegelstein und Buch ihre Spuren. Mit der Bronzezeit wurde die Besiedlung dichter, um 1000 v. Chr. befanden sich schon mehrere Dörfer auf dem späteren Nürnberger Stadtgebiet. Anders als im Mittelmeerraum errichteten alle vorgeschichtlichen Bewohner Süddeutschlands ihre Gebäude nicht aus Stein, sondern aus Holz und Fachwerk. Die Baureste – Verfärbungen im Boden und Reste des Verputzes – müssen deshalb von Archäologen freigelegt und entschlüsselt werden.




Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.