Staatsminister Söder vereidigt 1.277 neue Finanzbeamte in Nürnberg

Die Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger leisteten in der Meistersingerhalle in Nürnberg den Amtseid auf die Bayerische Verfassung und das Grundgesetz. (Foto: stmflh.bayern.de)
Ausbildungsrekord in der Steuerverwaltung – Veranstaltung in der Meistersingerhalle

NÜRNBERG (pm/nf) - „Momentan befindet sich allein in der Steuerverwaltung die Rekordzahl von über 2.400 Anwärterinnen und Anwärtern in Ausbildung. Mit dem Nachwuchs kann nicht nur jeder ausscheidende Steuerbeamte ersetzt werden. Die Personalbesetzung wird sogar noch erhöht,“ stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder fest.


Seit seinem Amtsantritt wurden im Haushalt 1.510 neue Stellen für die Steuerverwaltung geschaffen. Im Entwurf des Doppelhaushalts 2017/2018 sind 900 weitere Stellen für die Steuerverwaltung vorgesehen. Söder vereidigte in Nürnberg 1.277 Anwärterinnen und Anwärtern der Steuerverwaltung (1.168), der Staatsfinanzverwaltung (106) und der Vermessungsverwaltung (3). Die Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger leisteten in der Meistersingerhalle in Nürnberg den Amtseid auf die Bayerische Verfassung und das Grundgesetz.

„Wir bringen die Arbeit zu den Menschen“, hob Söder hervor. 2015 begann die größte Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen der letzten Jahrzehnte. Über 50 Behörden und staatliche Einrichtungen mit 3.155 Personen werden aus Ballungszentren in ländliche Regionen Bayerns verlagert. „Die Behördenverlagerung ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. Wir schaffen sichere Arbeitsplätze, geben ein Vorbild für Wirtschaft und stärken den ländlichen Raum“, so Söder. Davon profitieren alle Regierungsbezirke. Damit junge Menschen in ihrer Heimat bleiben können, seien attraktive Arbeitsplätze ein entscheidender Faktor.

In der Steuer-, Staatsfinanz- und Vermessungsverwaltung sind davon mehr als 750 Arbeitsplätze der zweiten und dritten Qualifikationsebene betroffen. Neue Standorte bieten neue Perspektiven für Anwärter und Beschäftigte. So entsteht eine Dienststelle des Landesamts für Steuern mit 100 Arbeitsplätzen in Zwiesel. 100 Arbeitsplätze werden vom Landesamt für Finanzen nach Kaufbeuren verlagert. Das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung ist mit 260 Arbeitsplätzen an sechs neuen Standorten in der nördlichen Oberpfalz, Oberfranken, Niederbayern und Mittelfranken an der Verlagerung beteiligt.

Der Freistaat Bayern bildet nach Bedarf aus, d. h. jeder Anwärter wird nach seiner Ausbildung übernommen. Der Finanzminister wies auch auf die im Bundesvergleich mit an der Spitze liegenden Bezahlung der bayerischen Beamtinnen und Beamten hin: „Es ist besser, Beamter in Bayern zu sein als in anderen Bundesländern. Der Vorsprung der bayerischen Besoldung beträgt im Vergleich zu Berlin, Saarland oder Brandenburg mittlerweile bis zu 12 Prozent.“ Im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen erhält ein bayerischer Steueroberinspektor im Jahr rund 2.000 Euro mehr.
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