Stadt Nürnberg befragt Eltern zum aktuellen Betreuungsbedarf

Die Stadt Nürnberg befragt den aktuellen Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren. (Foto: ©Oksana Kuzmina/Fotolia.com)
Möglichst viele Familien sollen mitmachen, um den genauen Bedarf zu ermitteln

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Stadt Nürnberg möchte langfristig für Kinder unter drei Jahren die erforderliche Anzahl an Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen oder in Tagespflege zur Verfügung stellen. Um zu ermitteln, wie viele Eltern dieses Betreuungsangebot wünschen und ob die derzeit geplanten Plätze den Bedarf decken, befragt die Stadt von Montag, 9. November, bis Montag, 30. November 2015, Eltern.

Circa 6.000 Familien, die ein Kind im entsprechenden Alter haben, erhalten in den kommenden Tagen einen Brief von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Das sind etwa 50 Prozent aller Nürnberger Familien, in denen Kinder unter drei Jahren leben. Die Befragung stellt damit eine repräsentative Stichprobe dar.

Eine ähnliche Befragung gab es bereits im Jahr 2012 in Nürnberg. Mit den neuen Ergebnissen möchte das Jugendamt den Betreuungsbedarf für Nürnberger Kinder und Familien überprüfen und den laufenden Ausbau des Platzangebots langfristig weiterentwickeln. Aktuell stehen in Nürnberg rund 4.200 Krippen- und
990 Tagespflegeplätze zur Verfügung. Dies entspricht einem Versorgungsgrad von circa 36 Prozent für die Gruppe der unter Dreijährigen. Nach aktuellem Planungsstand sollen bis zum Jahr 2020 nochmals rund 1.150 Krippenplätze entstehen.

Mit dem Schreiben des Oberbürgermeisters erhalten die Eltern ein mehrsprachiges Anschreiben, einen Fragebogen, Informationen über die Elternbeiträge sowie einen adressierten und frankierten Briefumschlag für die kostenfreie Rücksendung. Zusätzlich haben die Eltern die Möglichkeit, sich an der Verlosung von zehn Familienjahreskarten für den Nürnberger Tiergarten zu beteiligen.

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym. Die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes werden berücksichtigt. Die Auswertung der Daten übernehmen der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut und die Technische Universität Dortmund.

Die Eltern werden gebeten, auch dann an der Befragung teilzunehmen, wenn sie sich bis zum dritten Lebensjahr ihres Kindes keine Betreuung wünschen oder wenn sie bereits ein passendes Angebot gefunden haben. Der ausgefüllte Fragebogen soll bis Montag, 30. November 2015, an das Jugendamt der Stadt Nürnberg zurückgesandt werden. Für eine passgenaue Planung des erforderlichen Betreuungsangebots ist es wichtig, dass sich möglichst viele Familien an der Befragung beteiligen. Je mehr Antworten eingehen, desto genauer wird das Ergebnis der Auswertung ausfallen und umso besser kann sich die Stadt Nürnberg auf den langfristigen Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in den nächsten Jahren vorbereiten.
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