Straßenbahnverlängerung von Thon nach Am Wegfeld

Die Schienen werden auf Justierböcken ausgelegt, die Schienentragkörper werden an den Schienen montiert und dann wird das Gleis in Höhe und Lage exakt – auf den Millimeter genau – ausgerichtet. Anschließend kann betoniert werden. (Foto: VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft/Claus Felix)
 
Neubautrasse im Bereich Götzenweg. (Foto: VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft/Claus Felix)
Beginn des Gleisbaus - Verkehrsbehinderungen

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 von Thon nach Am Wegfeld geht zügig voran. Die Bauarbeiten liegen gut im Zeitplan, so dass die VAG wie geplant mit der Verlegung des ersten großen Gleisabschnittes beginnen konnte. Die Neubaustrecke ist 2,5 Kilometer lang. Insgesamt werden also fünf Kilometer Gleis, 2,5 Kilometer in jede Richtung, verlegt.


Richtig los geht es mit den ersten 800 Metern Doppelgleis in Seitenlage im Bereich der Brücke am Götzenweg. 500 Meter befinden sich südlich der Brücke, 200 Meter nördlich davon. Direkt im Anschluss folgt der zweite, 1,8 Kilometer lange Gleisbauabschnitt in der Mitte der Erlanger Straße.

In den vergangenen Tagen wurden bereits im Bereich der jetzigen Endhaltestelle Thon, im Kreuzungsbereich der Erlanger und der Kilianstraße, 25 Meter Doppelgleis gelegt und mit Beton fixiert. Das Gleis liegt hier in Mittellage. Auch in den nächsten Wochen werden immer wieder in Kreuzungsbereichen Gleise verlegt, je nachdem wie sich diese in dem gesamten Ablauf geschickt eintakten lassen. In den Kreuzungsbereichen darf immer nur die Hälfte für die Bauarbeiten gesperrt werden, um noch ein Abbiegen möglich zu machen. Nach und nach geht es Richtung Marienbergstraße.

Gegen Ende dieses Jahres steht dann noch der Baubeginn der Wendeschleife am zukünftigen Endhaltepunkt Am Wegfeld an, die Arbeiten werden inklusive des Fahrleitungsbaus, der Einbindung der Neubautrasse in die bestehende Trasse sowie des Baus der Haltestellen bis ins Jahr 2016 dauern. Mit dem Gleisbau einher geht die Erneuerung der Erlanger Straße und dort in vielen Bereich auch der Fuß- und Radwege. Zudem nutzt SÖR die Bauarbeiten, um im Bereich der Johann-Sperl-Straße das Straßenentwässerungssystem dort umzubauen, wo es notwendig ist.

Die gesamte Neubaustrecke wird als Rasengleis angelegt. Das frische Grün sieht nicht nur schöner aus, sondern trägt auch zum innerstädtischen Lärmschutz bei. Gleichzeitig kann Regenwasser besser aufgenommen werden und gelangt unter anderem über die Verdunstung zurück in den natürlichen Kreislauf. Darüber hinaus bieten Rasengleise Lebensraum für verschiedene Pflanzen und Kleintiere, wie zum Beispiel Laufkäfer. Übrigens: Im Zuge der Arbeiten wird auch das Schottergleis zwischen Nordring und Thon im kommenden Jahr durch ein Rasengleis ersetzt.

Aktuelle Informationen

Mit Beginn des Gleisbaus haben Anwohner und Verkehrsteilnehmer auch weiterhin mit Beeinträchtigungen zu rechen. Alle am Bau Beteiligten werden aber wie bisher alles daran setzen, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Die Verkehrsführung wird während der einzelnen Bauphasen laufend angepasst. Verkehrsteilnehmer sollten während der Bauzeit stets mehr Zeit einplanen, vor allem im morgendlichen bzw. abendlichen Berufsverkehr.
Gleiches gilt für alle, die mit den Bussen der VAG fahren, da auch diese mit dem Individualverkehr unterwegs sind, es also zu Verzögerungen kommen kann. Betroffen die Buslinien 22 (Thon – Herrnhütte), 32 (Thon – Flughafen), 35 (Röthenbach – Thon), 45 (Thon – Mögeldorf) und 47 (Heilig- Geist-Spital – Forchheimer Straße).
www.vag.de.
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