Tiergarten freut sich über Rosis Rückkehr

Rotkopfschaf Rosi im Kreise seiner Artgenossen im Gehege im Tiergarten der Stadt Nürnberg. (Foto: Tiergarten/Stadt Nürnberg)
NÜRNBERG (pm/nf) - Die Rückkehr von Rotkopfschaf Rosi in den Tiergarten der Stadt Nürnberg erregt erneut die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Das Tier hatte tagelang für Schlagzeilen gesorgt, nachdem die Polizei es bei einer Drogenrazzia in einem Münchener Bordell sichergestellt hatte. Nach einer mehrwöchigen Quarantäne durfte Rosi nun wieder zu seiner Herde. Seit kurzem ist Rosi zurück in ihrem Gehege.

Rosi war am 11. Mai 2015 aus dem Tiergarten gestohlen worden. Am 20. Mai 2015 wurde das Lamm von der Polizei entdeckt und mitgenommen. Nach einer „Erstversorgung“ durch Polizisten kam es ins Tierheim München und anschließend zu einer erfahrenen Schafhalterin. Am Freitag, 22. Mai 2015, kehrte das Jungtier gut versorgt in eine Quarantänestation des Tiergartens zurück und wurde dort vier Wochen lang versorgt, zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder.

Die am 26. April 2015 im Tiergarten geborene Rosi ist eine Handaufzucht, da die Mutter den Nachwuchs nicht richtig gesäugt hatte. Rosi war zuletzt am Mittag des 11. Mai 2015 gesehen worden. Tierpflegern war das Verschwinden des rund 4,5 Kilogramm schweren Tiers während der Mittagspause zunächst ein Rätsel gewesen. Unterdessen hat das Lamm ordentlich an Gewicht zugelegt und wiegt jetzt rund zwölf Kilogramm.

Der Tiergarten Nürnberg hatte vor mehr als 30 Jahren eine Herde Rotkopfschafe aus den Pyrenäen aufgenommen und deshalb wesentlichen Anteil an der Erhaltung der seltenen Haustierrasse in Europa. Rosi ist eins von sechs Jungtieren, die in diesem Jahr geboren wurden. Insgesamt steht in der Nähe des Kinderzoos nun eine Herde von 15 Rotkopfschafen – mit Rosi sind es nun wieder 16. In ganz Deutschland leben rund 90 Rotkopfschafe.
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