Tourismus starker Wirtschaftsfaktor für Nürnberg

Der Tourismus sorgte für einen Bruttoumsatz in Höhe von 1,6 Milliarden Euro in Nürnbergs Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe. (Foto: Fotolia)
NÜRNBERG (pm/nf) - Wirtschaftsfaktor Tourismus in Nürnberg: Er sorgt für einen Bruttoumsatz in Höhe von 1,6 Milliarden Euro in Nürnbergs Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsgewerbe. Mit fast zwei Dritteln dominiert der Geschäftsreiseverkehr. Für die kommenden Jahre ist mit einem weiteren Übernachtungsanstieg sowohl im Geschäftsreiseverkehr als auch im privat motivierten Tourismus zu rechnen. Dies sind die Kernaussagen der Studie der dwif Consulting GmbH im Auftrag der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg.

Hierzu sagt Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas: „Die Studienergebnisse zeigen die herausragende Bedeutung des Tourismus, insbesondere des Geschäftsreiseverkehrs als Wirtschaftsfaktor für Nürnberg. 30 000 Menschen leben vom Tourismus. Wir müssen diesen wachsenden Markt kontinuierlich beobachten, um weiterhin als Tourismus- und Kongress-Standort vorne zu bleiben.“

Beeindruckende Fakten kann der Autor der Studie, Dr. Manfred Zeiner, Geschäftsführer der dwif-Consulting GmbH, präsentieren: „Insgesamt 31 Millionen Tagesgäste pro Jahr sind sowohl quantitativ als auch als touristischer Umsatzbringer eine wichtige touristische Nachfragegruppe für Nürnberg. Der Marktanteil an allen Tagesreisen nach Bayern konnte gegenüber dem Jahr 2006 von 6,6 auf 6,9 Prozent gesteigert werden. Dies ist angesichts sinkender Bevölkerungszahlen und des demographischen Wandels (älter werdende Bevölkerung) positiv.“

Erstmalig wurde eine Detailanalyse des sogenannten Sofa-Tourismus – die Übernachtungen bei Verwandten oder Bekannten – durchgeführt. Rund 1,9 Millionen Übernachtungen in Privathaushalten erwirtschaften einen Bruttoumsatz von 62,7 Milliarden Euro jährlich. „Der Sofa-Tourismus ist ein interessanter Potenzialmarkt: Pro Haushalt und Jahr finden sieben private Übernachtungen statt, aber rund 29 Prozent der Gastgeber könnten sich vorstellen, ihre Besucher in Zukunft auch in einem Beherbergungsbetrieb unterzubringen. Für die Hotellerie schlummert hier ein zusätzliches Potenzial“, erläutert die städtische Verkehrsdirektorin Yvonne Coulin.

Mehr als 30 000 Personen leben vom Tourismus in Nürnberg, betrachtet man das Einkommensäquivalent. Wirtschaftliche Basis für den Tourismus ist der Geschäftsreiseverkehr. Drei Viertel der Übernachtungen in den an der Studie beteiligten Betrieben erfolgten aus geschäftlichen Motiven. Die nähere Betrachtung zeigt drei nahezu gleichrangig besetzte Segmente: der klassisch Geschäftsreisende (34 Prozent), der Teilnehmer an Kongressen, Tagungen, Seminaren oder Workshops (34 Prozent) und der Messegast (32 Prozent). Der Anteil der internationalen Geschäftsreisenden liegt bei etwa 26 Prozent. Rund zwei Drittel der befragten Betriebe erwarten in den nächsten drei Jahren weitere Steigerungen bei den Übernachtungen im Geschäftsreiseverkehr.

„Die Untersuchung der Marktsegmente zeigt, dass es bei 83 Prozent der Betriebe in den letzten Jahren gelungen ist, Übernachtungen durch Privatreisende zu steigern. Die Maßnahmen aus Mitteln des Tourismusfonds zeigen Wirkung und belegen – der Tourismusfonds ist ein Erfolgsfaktor für Nürnberg“, betont Wirtschaftsreferent Dr. Fraas. Die Prognose für das Segment ist positiv – drei Viertel der befragten Betriebe erwarten einen Anstieg der Übernachtungen im privat motivierten Tourismus.

Dr. Fraas hebt beim privaten Tourismus auch den Bau des neuen Personenschifffahrtshafens für Kabinenkreuzfahrschiffe hervor. Auch dieser Sektor boomt. Als eine der wichtigsten Herausforderungen im Geschäftsreiseverkehr nennt er die Schließung der Angebotslücke im Kongress-Segment im Bereich von 500 bis 1 000 Personen.
Alle Informationen zur Studie gibt es in der Broschüre „Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Stadt Nürnberg 2013“, die unter www.wirtschaft.nuernberg.de und unter www.tourismus.nuernberg.de zum Download zur Verfügung steht.
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