Trainieren für den ganz großen Einsatz

Vorbereitet für die Großübung: Christan Krol, BMI Österreich; Uwe Kippnich, Rudi Cermak, Harald Pruckner alle BRK, Anton Holzer, Landesrettungskommandant ÖRK LV Salzburg; Mike Fier, GMLZ; Stefan Scheidmantel, BayStMi, Stefan Knopf, Walter Meyer, Martin Ibrom alle BRK (v.l.). Benannt ist die Übung übrigens nach Taranis, dem keltischen Gott des Himmels, des Wetters und des Donners. Foto: oh/Panzer

EU-Katastrophenschutzübung in Österreich – 60 Helfer aus Nürnberg

NÜRNBERG - Vom 27. bis 29. Juni wird heuer eine erste gemeinsame EU-Katastrophenschutzübung in Österreich, Raum Salzburg, stattfinden. Dafür wurden 60 Helferinnen und Helfer aus Nürnberg sowie aus weiteren Kreisverbänden aus den Bezirken Ober- und Mittelfranken sowie Niederbayern/Oberpfalz speziell für die Teilnahme an dieser Übung EU-Taranis 2013 geschult.

Es handelte sich um Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Gruppen sowie um Spezialisten aus den Bereichen Sanitäts-/Betreuungsdienst, Technik und Sicherheit (Logistik) und GSG (gefährliche Stoffe und Güter). Ziel der Schulung war es, den Helferinnen und Helfern die besonderen Gegebenheiten bei einer grenzüberschreitenden Hilfe im Katastrophenfall aufzuzeigen. Sie wurden mit Prozessen in der gemeinsamen Zusammenarbeit sowie weiteren Grundlagen des europäischen Katastrophenschutzes geschult. Unterschiedliche Führungsstrukturen, verschiedene Geräteausstattungen sowie unterschiedliche Kommunikationswege sind Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. Die Ausbildung der bayerischen Teilnehmer erfolgte an drei Terminen, die Dozenten kamen vom Österreichischen und Bayerischen Roten Kreuz sowie von Vertretern des Ministeriums für Inneres aus Wien, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aus Bonn sowie dem Bayerischen Staatsministerium des Innern.

Angaben zur Großübung
Das Übungsszenario ist eine Naturkatastrophe mit Überschwemmungen im Alpenraum sowie Erdrutschen und unpassierbaren Verkehrswegen. Eine Wasserwalze überschwemmt das Salzachtal, Salzburg wird von den Fluten massiv betroffen sein. Es gibt Chemieunfälle, Schulen und Ortschaften müssen evakuiert werden. Es müssen Notversorgungscamps aufgebaut und die Menschen versorgt werden. Österreich kommt im Katastrophengebiet an seine Leistungsgrenzen und fordert über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus in Brüssel weitere Einheiten zur Unterstützung an. Insgesamt werden mehr als 900 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt sein, davon kommen 400 internationale Kräfte aus Bulgarien, Rumänien, Kroatien, Tschechien, den Niederlanden, Italien und Deutschland den 500 Einsatzkräften aus Österreich zur Hilfe. Rund 100 Spezialisten des Bayerischen Roten Kreuzes werden aktiv an der Übung in Österreich teilnehmen. Im Einsatz sind von Österreich aus das Rote Kreuz, die Feuerwehr, die Wasserrettung, Polizei, Bundesheer sowie die Höhlen- und Bergrettung. Ein Großteil der Übungskosten wird von der EU übernommen.




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