Trauer um Hansfried Defet

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Stadt Nürnberg trauert um den großen Nürnberger Kunstmäzen Hansfried Defet, der am 27. Oktober 2016 im Alter von 90 Jahren starb.

„Für die Kultur der Stadt Nürnberg ist der Tod von Hansfried Defet ein großer Verlust. Die Nürnberger Kunstszene, viele Künstlerinnen und Künstler und Kunsteinrichtungen haben Hansfried Defet ungemein viel zu verdanken“, sagt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. „Gemeinsam mit seiner 2008 verstorbenen und ebenfalls kunstsinnigen Frau Marianne hat er als Sammler, Galerist und Mäzen sein Leben der Kunst gewidmet und diese Leidenschaft ebenso bescheiden wie großherzig Kunstschaffenden und Kunstpflegenden mitgeteilt. Dafür ist die Stadt Nürnberg ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir werden ein ehrendes Gedenken an ihn bewahren.“
Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner würdigt Hansfried Defet als leidenschaftlichen Förderer zeitgenössischer bildender Kunst: „Das Atelier- und Galeriehaus Defet, der Skulpturengarten an der Stadtmauer, die von ihm ins Leben gerufene Marianne und Hans Friedrich Defet- Stiftung und seine großzügigen Gaben an das Neue Museum werden als sein Vermächtnis bleiben.“

Hansfried Defet wurde 1926 in einer Pinselmacher-Familie geboren und übernahm nach dem Tod seines Vaters den 1890 gegründeten Betrieb, der seit 1930 in Familienbesitz war. Den Eingangsbereich der da Vinci Künstler- und Kosmetikpinselfabrik Defet GmbH stellten er und seine Frau seit 1965 jungen Künstlern für die Präsentation ihrer Werke zur Verfügung – der Beginn einer über Jahrzehnte langen engagierten Galeristentätigkeit. Im Dürer-Jahr 1971 beteiligten sie sich am „Symposium Urbanum“ für zeitgenössische Plastik im öffentlichen Raum. Nach dem Umzug der Pinselproduktion in die Tillystraße entstand 2006 in der Gustav-Adolf-Straße ein Atelier- und Galeriehaus. Große Teile ihrer Sammlung schenkten sie in den beiden letzten Jahrzehnten dem Neuen Museum Nürnberg. Zu den von der Galerie Defet vertreten Künstlern gehören Peter Angermann, Horst Antes, Christian Faul, Gotthard Graubner, Alf Lechner, Bernd Klötzer, Werner Knaupp und Alf Schuler.
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