Trauer um Menschenrechtlerin Asma Jahangir

Menschenrechtsanwältin Asma Jahangir. (Foto: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach)

NÜRNBERG (pm/nf) - Asma Jahangir, führende pakistanische Menschenrechtsanwältin, ist am vergangenen Sonntag im Alter von 66 Jahren in der pakistanischen Stadt Lahore an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Dies teilte ihre Familie mit.

Zusammen mit Václav Havel, Richard von Weizsäcker und anderen gehörte Asma Jahangir der ersten Jury des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 1995 an. „Ihre Expertise und ihr Rat haben gerade in den Anfangsjahren des Nürnberger Menschenrechtspreises wesentlich dazu beigetragen, dass sich der Preis zu einer international beachteten Auszeichnung entwickeln konnte. Ihr leidenschaftliches und furchtloses Engagement für die Menschenrechte fand weltweit Anerkennung. Wir sind Asma Jahangir sehr dankbar für ihre Unterstützung und die Begleitung auf Nürnbergs Weg zur Stadt des Friedens und der Menschenrechte“, sagte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Bis zur Beendigung ihrer Jurytätigkeit im Jahr 2008 war sie häufig Gast in Nürnberg.

Die Juristin war unter anderem Vorsitzende der Menschenrechtskommission in Pakistan, UN-Beauftragte für Religionsfreiheit, zudem UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte im Iran und Sonderbeauftragte der UN-Menschenrechtskommission für die Untersuchung von Hinrichtungen ohne Gerichtsurteil. Uno-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete sie als eine „Gigantin der Menschenrechte“. Zwei Anschläge auf ihr Leben, Bedrohungen und zahlreiche Inhaftierungen waren die dunkle Seite für ihren mutigen Einsatz für die Menschenrechte.
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