Und die Moral von der Geschicht

Stadtmuseum erinnert an den Comic-Großvater Wilhelm Busch

ERLANGEN - Im 100. Todesjahr und sozusagen als Beigabe zum 13. Internationalen Comic- Salon Erlangen erinnert das Stadtmuseum Erlangen, Martin- Luther-Platz 3, noch bis zum 3. August in zwei Ausstellungen an den Bild-Erzähler, Dichter, Zeichner und Maler Wilhelm Busch.



Oberbürgermeister Siegfried Balleis eröffnete die Ausstellung Wilhelm Busch und die Folgen . Foto: Kötter


"Wenn Wilhelm Busch noch leben würde, wäre er sicherlich nicht zu dieser Eröffnung gekommen", scherzte Dr. Hans Joachim Neyer am vergangen Sonntag. Zu seiner Zeit galt er als Querulant und sei Werk wurde erst posthum gewürdigt. Seine graphische und poetische Originalität erhob die unterhaltsamen Illustrationsformen seiner Zeit überhaupt erst zu einer Kunstform, weshalb er für Experten und Fans als ein wichtiger Vorläufer der modernen Comic-Kunst gilt.

Neben dem Werk beleuchtet die von Museumschef Thomas Engelhardt konzipierte Schau auch Buschs Persönlichkeit, sein Leben und seine Zeit. Gezeigt werden seine Anfänge als Illustrator und Witze-Zeichner, sein Durchbruch mit Max und Moritz und der Frommen Helene bis hin zum Spätwerk. Weiter zeichnet die Ausstellung Buschs Lebensweg nach und gibt exemplarisch Einblick in seine überaus reiche, lebenslange Tätigkeit als professioneller Maler, Zeichner und Autor.

Im zweiten Teil der Ausstellung sind Hommage-Arbeiten von prominenten Comic-Zeichnern und - Zeichnerinnen unserer Tage zu sehen, die ausgewählte Geschichten von Wilhelm Busch neu erzählen: Ralf König, Laska, Ulf S. Graupner, Volker Reiche, DuO, Flix, Martin tom Dieck, Ulf K. & Martin Baltscheit und Anike Hage. In der Zusammenschau mit den Originalen wird der Vergleich möglich. Ein umfangreiches Begleitprogramm und verlängerte Öffnungszeiten während des 13. Internationalen Comic-Salon, der vom 22. bis 25. Mai stattfindet, sollen Besucher aus Nah und Fern ins Stadtmuseum locken.

> www.erlangen.de
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