Update: Fliegerbombe problemlos entschärft

Bombenfund am Hauptbahnhof: Evakuierungsgebiet. (Foto: Stadt Nürnberg)

NÜRNBERG (pm/nf) - Sprengmeister Michael Weiß und sein Kollege Dietmar Penkova haben 13 Minuten für die Entschärfung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg benötigt. Unmittelbar nach dem Ende der Arbeiten um 20.28 Uhr konnten die Bewohnerinnen und Bewohner des hauptsächlich von der Evakuierung betroffenen Stadtteils Galgenhof wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Relativ viele Menschen mussten mit Rettungs- und Krankenwagen evakuiert werden. Zum Teil mussten Menschen auch über Drehleitern der Feuerwehr aus ihren Wohnungen in Sicherheit gebracht werden. Das kostete viel Zeit.Nachdem die 45 Kilogramm schwere und mit rund 25 Kilogramm Sprengstoff bestückte Bombe entschärft und verladen wurde, konnten die Verkehrsbeschränkungen sukzessive zurückgenommen und die Straßensperrungen aufgehoben werden.


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NÜRNBERG (pm/nf) - Um 10.39 Uhr am heutigen Montag, 12. Februar 2018, wurde bei Gleisarbeiten am Nürnberger Hauptbahnhof Hinterm Bahnhof 33 ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.


Im Einsatz sind derzeit (Stand 15.30 Uhr) 315 Helfer: 60 Kräfte der Feuerwehr, 90 der Polizei, 130 der Rettungsdienste sowie 35 des THW. Die Sammelstellen in den beiden Schulen werden gegen 16 Uhr geöffnet. Je zwei Sozialbetreuer sind dort vor Ort. Das Evakuierungsgebiet ist in vier Abschnitte eingeteilt. Für jeden Abschnitt steht ein VAG-Bus zur Verfügung, mit dem Personen in eine Sammelstelle gefahren werden können. Die U-Bahn kann durchgängig auch während der Evakuierung verkehren. Die Straßenbahnlinie 5 wird während der Entschärfung nicht bedient. Der Beginn der Entschärfung ist 18.15 Uhr vorgesehen. Das Bürgertelefon unter 6 43 75-8 888 bleibt noch bis zwei Stunden nach Abschluss der Evakuierung besetzt.

Eine städtische Koordinierungsgruppe hat in Absprache mit dem Sprengmeister entschieden, die Bombe am Montag, 12. Januar 2018, gegen 18.15 Uhr zu entschärfen. Aus Sicherheitsgründen muss vor der Entschärfung des Blindgängers das Gebiet um den Fundort geräumt werden. Bewohnerinnen und Bewohner in unmittelbarer Umgebung des Fundorts müssen daher ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In dem betroffenen Gebiet sind rund 8 400 Personen amtlich gemeldet.

Vor der Entschärfung der 45-Kilo-Bombe wird in einem Umkreis von 300 Meter nach Norden und 500 Meter nach Süden evakuiert. Ab 16 Uhr gehen Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften vor Tür zu Tür. In den Schulen Wiesenstraße 68 und in der Berufsschule Schönweißstraße, Schönweißsstraße 7, wurden Sammelstellen eingerichtet. Die Entschärfung ist heute ab 18.15 Uhr vorgesehen. Kurz vor der Entschärfung werden Bahnsteige und Züge geräumt, das Bahnhofsgebäude selbst wird nicht evakuiert.

Es ist ein Bürgertelefon geschaltet unter der Rufnummer 6 43 75-888. Es wird bis zwei Stunden nach Ende der Evakuierung besetzt sein.

Die VAG hält den Verkehr noch aufrecht, jedoch wird nicht mehr an der Haltestelle Celtisplatz gehalten. Wegen der bevorstehenden Entschärfung einer Fliegerbombe am Nürnberger Hauptbahnhof sind folgende Straßen und Zufahrten gesperrt: Der Celtistunnel westlich des Hauptbahnhofs ist komplett für den Verkehr gesperrt. Die Allersberger Unterführung ist weiter befahrbar, die Allersberger Straße in südliche Richtung aber in der Folge gesperrt. Das Abbiegen in die Köhnstraße und von der Köhnstraße in die Allersberger Unterführung ist weiter möglich. Südlich kann das Evakuierungsgebiet über die Landgrabenstraße und die Wölckernstraße umfahren werden. Das Abbiegen von diesen beiden Hauptverkehrsstraßen in nördliche Richtung ist jedoch nicht möglich. Der Stadtteil Galgenhof ist weitgehend abgeriegelt, die Zufahrten aus den angrenzenden Stadtteilen St. Peter, Tafelhof, Gleißhammer und Steinbühl nach Galgenhof sind nicht möglich.
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