Wer hat denn das Christkind entführt?


NÜRNBERG
- Mit „Lebkuchenschmerz“ gibt Heidi Rex ihr Krimidebüt. Jemand hat das Nürnberger Christkind entführt und verlangt ein hohes Lösegeld. Mit der Arbeit der Polizei unzufrieden, ermittelt ihre Freundin Jack auf eigene Faust.

Der Leser merkt schnell, dass Heidi Rex ihr Handwerk versteht. Der Schreibstil der promovierten Germanistin ist abwechslungsreich und stilsicher. Ganz bewusst als Jugendkrimi konzipiert, verzichtet „Lebkuchenherz“ auf Brutalität und Schockelemente, ohne dadurch an Spannung einzubüßen. Die Handlung überzeugt durch Lebensnähe logischen Aufbau. Ein raffinierter Einschub nach der Entführung des Christkindes mit einem Dialog des Entführers und seinem Komplizen führt den Leser gekonnt auf eine falsche Fährte.



Besonders reizvoll sind die Rivalitäten zwischen der resoluten Jack und Kommissar Stolzinger, dem die 17-Jährige mit ihren eigenen Ermittlungen immer wieder in die Quere kommt. Für einen routinierten Franken- Krimileser gewöhnungsbedürftig: Bevor mit der Entführung des Christkindes der eigentliche Krimi beginnt, berichtet Heidi Rex auf über 80 Seiten erst einmal über die Nöte der pubertierenden Jack und stellt deren Clique vor. Auch nach dem Showdown folgen nochmals rund 40 Seiten im ähnlichen Tenor. Gestrafft wäre vielleicht noch mehr Platz für weitere Details der Entführung gewesen. Der Krimi „Lebkuchenherz“ ist im Schardt Verlag Oldenburg erschienen und kann unter ISBN 978-3-89841-532-3 im Buchhandel bestellt werden.
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