Zufallsfund nach Trunkenheitsgewahrsam

NÜRNBERG(ots) - Beamte der PI Nürnberg-Süd machten am 17.11.2015 bei einem Einsatz in der Nürnberger Südstadt eine interessante Entdeckung. Diese zog mehrere strafrechtliche Ermittlungsverfahren nach sich.

In einem Anwesen in der Brosamerstraße fiel gegen 22:30 Uhr eine 48-jährige Bewohnerin ihren Nachbarn dadurch auf, dass sie in stark alkoholisiertem Zustand im Treppenhaus lag. Sie brachten die Frau zusammen mit dem Rettungsdienst in ihre Wohnung. Letztlich verständigten die Sanitäter die Polizei, da in der Wohnung etliche Waffen und Handgranaten aufgefunden wurden.

Als die Beamten eintrafen, stellten sie zahlreiche Lang- und Kurzwaffen sowie Handgranaten fest. Da zu diesem Zeitpunkt die Echtheit der Gegenstände, insbesondere der Handgranaten, nicht zu klären war, alarmierte man die technische Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Nach ihrem Eintreffen untersuchten die Spezialisten die Handgranaten. Es stellte sich heraus, dass es sich um täuschend echt aussehende Attrappen handelte. Diese sowie mehr als ein Dutzend Revolver, Pistolen und Gewehre wurden sichergestellt. Sie wurden dem Fachkommissariat der Kripo Nürnberg zur weiteren Abklärung übersandt. Der Wohnungsinhaber und offensichtliche Besitzer, der nicht anwesend war, hat keine waffenrechtlichen Erlaubnisse. Ob es sich um scharfe Schusswaffen handelt ist Gegenstand der Ermittlungen.

Im Rahmen der weiteren Sachbearbeitung durch die Streife fanden sich noch kleinere Mengen an Drogen. Auch sie stellte man sicher. Die mit mehr als drei Promille betrunkene Frau kam in ein Krankenhaus zur Ausnüchterung. Gegen sie leitete man ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz ein.

Inwieweit sich zum Zeitpunkt der Sachbearbeitung der Besitzer der Waffen strafrechtlich zu verantworten hat muss noch geklärt werden.

Die Ermittlungen der Kripo Nürnberg dauern an.
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