Zukunft.Handwerk.Nürnberg

Unterzeichnung des Strategiepapiers: Dr. Ulrich Maly (M.), Dr. Michael Fraas (2.v.l.), Heinrich Mosler (2.v.r.), Prof. Dr. Elmar Forster (r.) und Harald Hubert (l.). Foto: John R. Braun

Nürnberger Handwerk soll mit verschiedenen Aktionen gestärkt werden

NÜRNBERG - Die Handwerkskammer für Mittelfranken, die Kreishandwerkerschaft und die Stadt Nürnberg haben das gemeinsam erarbeitete Strategiepapier „Zukunft.Handwerk.Nürnberg“ unterzeichnet. Es ist das Ergebnis eines Dialogprozesses zwischen Wirtschaftsreferat und örtlichem Handwerk.

Damit intensivieren die Handwerkskammer für Mittelfranken, die Kreishandwerkerschaft und die Stadt Nürnberg ihre Zusammenarbeit und fixieren Eckpunkte einer Strategie zur Stärkung des Nürnberger Handwerks, die sie gemeinsam umsetzen werden. Diese Strategie umfasst die  Bereiche Situationsanalyse und Entwicklungspotenziale des Nürnberger Handwerks mittels einer wissenschaftlichen Studie, Fachkräftesicherung und Qualifizierung, demografischer Wandel, Flächen für Handwerksbetriebe, Existenzgründung und Existenzsicherung, Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, Einrichtung eines „Runden Tisches“ zwischen Verwaltung und Handwerk, Veranstaltung gemeinsamer Beratertage und Imagebildung. Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, hebt die Bedeutung der Kooperation hervor: „Mit der Unterzeichnung des Strategiepapiers ‚Zukunft.Handwerk.Nürnberg‘ ist ein klares Bekenntnis zu einem ebenso traditionsreichen wie wichtigen Arbeitgeber in unserer Stadt verbunden. Damit schlagen wir ein neues Kapitel der Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Stadt auf. Gerade der demografische Wandel, der enorme Auswirkungen auf unsere Stadtgesellschaft und das Handwerk hat, fordert ein gemeinsames Handeln. Dazu zählen die Sicherung des Bedarfs an Auszubildenden und Fachkräften, die Unternehmensnachfolge sowie die Anpassung an veränderte Nachfragestrukturen: Altersgerechte Wohnungen, die Unterstützung von Mobilität, die ortsnahe Versorgung mit Lebensmitteln oder die Bereitstellung haushaltsnaher Dienstleistungen – dies sind nur einige wenige Beispiele für künftige Herausforderungen.“ Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg: „Das Handwerk beschäftigt in Nürnberg mehr als 44.000 Menschen. Gemeinsam packen wir an, damit das Handwerk auch in Zukunft stark bleibt. Ein Baustein ist das Thema Energie, gerade für Nürnberg als wichtiger Standort und Vorreiter für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Ferner richten wir einen ‚Runden Tisch‘ zwischen Handwerk und Stadtverwaltung ein."

Junge Menschen sollen angesprochen werden
„Das Handwerk ist unersetzlicher und zuverlässiger Partner für Industrie und Verbraucher“, erklärt Heinrich Mosler, Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken. „Als Job- und Konjunkturmotor stehen aber auch wir vor großen Umbrüchen: Die demografische Entwicklung erschwert die Suche nach Auszubildenden und Fachkräften, die Berufsbilder verändern sich. Es sollen zudem besonders junge Menschen angesprochen und für eine Karriere im Handwerk begeistert werden.“ „Eine der größten Herausforderungen für die Zukunft des Handwerks ist der Fachkräftemangel“, mahnt Prof. Dr. Elmar Forster, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Mittelfranken. „Um diesem Problem wirkungsvoll zu begegnen, werden nicht nur Maßnahmen ergriffen, Auszubildende zu werben, sondern auch Schwerpunkte auf Nach- und Weiterqualifizierung gelegt sowie die Integration benachteiligter Jugendlicher angestrebt. Die betriebliche Aus- und Weiterbildung wird gestärkt, die Kompetenz vor allem in innovativen Bereichen wie den Erneuerbaren Energien in Handwerksunternehmen gefördert. Internationale Erfahrungen und Fremdsprachenkenntnisse sind in der Wirtschaft begehrte Soft-Skills. Hier setzt die Mobilitätsberatung der Handwerkskammer an. Auch die Integration von Frauen in die moderne Arbeitswelt darf nicht länger an der Unvereinbarkeit von Familie und Beruf scheitern.“ Für Existenzgründer stehe bereits ein breites Beratungsangebot zur Verfügung. „Hier möchten Stadt und Kammer verstärkt zusammenarbeiten, um fundiert und kompetent zum Thema Selbstständigkeit zu informieren und Hilfen zur Verfügung zu stellen.“

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