Briten lassen‘s krachen: Jaguar XF Sportbrake überzeugt mit Funktionalität und Durchzugspower

Kombis sind in Groß-Britannien keine Erfolgsmodelle – eher werden dort Stufenheck-Limousinen nachgefragt. Aber so ganz ohne den Rest Europas können die Briten ihre Rechnung eben nicht aufmachen. Ergebnis dieser Erkenntnis: der neue Jaguar XF Sportbrake. Fotos: Auto-Medienportal.Net/Jaguar Land Rover

(ampnet/mue) - Gerade in Deutschland, dem wichtigsten europäischen Auslandsmarkt für Jaguar, ist die Kombi-Begeisterung im gehobenen Segment ungebrochen und liegt bei rund 60 Prozent – also musste eine neue Limousine mit erweitertem Ladeabteil her. Sportbrake heißt die knapp fünf Meter lange Version des Jaguar XF, der ein wahrer Transportkünstler ist.

Der XF Sportbrake ist bis zur B-Säule der Karosserie identisch mit der Limousine, danach aber verlassen die Formen das Althergebrachte. Die Fensterlinie senkt sich, verleiht der Karosserie Dynamik, auch wenn das zu Lasten des Ausblicks der Fondpassagiere geht. Auf der Rückbank, die im XF Kombi reichlich Platz bietet, werden ohnehin nicht immer Mitfahrer sitzen, eher werden die Lehnen der Sitzbank asymmetrisch umgeklappt – was auch über eine Fernentriegelung vom Kofferraum aus möglich ist – und vergrößern dann den Laderaum von 565 auf bis zu 1.700 Liter Volumen. Die Beladung durch die elektrisch öffnende Heckklappe funktioniert barrierefrei, der Kofferraumboden ist topfeben, wenn auch nicht in der Waagerechten. Diesen Trick hat man genutzt, um eine Stufenbildung hinter der Rücksitzanlage zu vermeiden.

Der XF Sportbrake glänzt mit Tugenden, die eines Kombis mehr als würdig sind – so etwa mit einer hohen Anhängelast. Vor allem die allradgetriebenen Versionen (gegen Aufpreis) können stattliche 2.000 Kilogramm ins Schlepp nehmen. Das reicht für manch motorisiertes Sportboot, einen Anhänger mit zwei Pferden oder einen schwergewichtigen Caravan. Damit die Fuhre in der Waagerechten bleibt, haben alle Sportbrake-Versionen an der Hinterachse eine Luftfederung, die für perfekten Niveauausgleich im Anhängerbetrieb sorgt. Sie hilft auch bei voller Beladung im Solobetrieb, was zu ausgewogenem Fahrverhalten führt. Guter Geradeauslauf und agiles Handling sind die Folge.

200 km/h sind ganz normal

Das Motorenangebot entspricht weitgehend dem der Limousine; der Schwerpunkt liegt auf dem Diesel, die Vierzylinder-Selbstzünder liefern von 163 bis 240 PS, ein Dreiliter-V6-Aggregat bringt es gar auf 300 Pferdestärken. Die je nach Leistungsstufe teils doppelt aufgeladenen Motoren nutzen alle SCR-Technik zur Abgasreinigung, spritzen also den Add-Blue genannten Harnstoff zur Verbesserung der Emissionsqualität ein. Rund 18 Liter passen in den Tank für den Diesel-Zaubertrank, was für etwa 8.000 Kilometer reicht. Einziger Benziner in der Motorenpalette ist ein Zweiliter-Turbobenziner mit 250 PS und 365 Newtonmeter (Nm) Drehmomentspitze, der nach Norm 6,8 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer konsumiert und dabei 155 g/km an CO2 emittiert. Die Fahrleistungen der Antriebe liegen alle deutlich über 200 km/h Spitze und unter sechs Sekunden für den Sprint von Null auf 100 km/h.


Jaguar XF Sportbrake 25d AWD – Daten kompakt

Länge x Breite x Höhe (m): 4,96 x 1,99 x 1,50
Radstand (m): 2,96
Motor: R4-Diesel, 1.999 ccm, Turbo, Direkteinspritzung
Leistung: 177 kW / 240 PS bei 4.000 U/min
Max. Drehmoment: 500 Nm bei 1.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 241 km/h
Null auf 100 km/h: 6,7 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 5,8 Liter
CO2-Emissionen: 153 g/km (Euro 6)
Leergewicht / Zuladung: 1.805 kg / 550 kg
Kofferraumvolumen: 565–1.700 Liter
Max. Anhängelast: 2.000 kg
Luftwiderstandsbeiwert: 0,20
Wendekreis: 11,9 m
Bereifung vorn/hinten: 225/55 R17
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