Dacia hat den Duster aufgewertet

Bereits in der Grundausstattung ist der Duster ansehnlich ausgestattet und bringt ABS und ESP, Bremskraftverstärker und Bremsassistent, Berganfahrhilfe, Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorne, Front- und Seitenairbags sowie Windowbags für Fahrer und Beifahrer mit, dazu Geschwindigkeitsbegrenzer, Lichtsensor und Zentralverriegelung mit Funk-Fernbedienung. Ab der Comfort-Linie gibt es zum Beispiel Klimaanlage, Tempomat, eine Musikanlage und Nebelscheinwerfer. Foto: Auto-Medienportal.Net / Axel F. Busse

(ampnet/mue) - Das SUV für jene, die kein Statussymbol brauchen: Mit einem enormen Aufgebot von fünf Benzin- und vier Diesel-Varianten startet der neue Dacia Duster ins Geschehen.

Die Motoren leisten zwischen 66 kW / 90 PS (schmalster Diesel) und 92 kW / 125 PS (stärkster Benziner). Darunter sind Versionen mit Vorderrad-, Flüssiggas- und Allradantrieb sowie mit Doppelkupplungsgetriebe. Doch es gibt auch etwas, was es nicht gibt: Die Kombination 4x4 und Automatik ist nicht erhältlich.

Die optische Veränderung bewegt sich an der Schwelle zur Unauffälligkeit und ist bei genauem Hinsehen doch gar nicht so klein. Vor allem die Front hat gewonnen durch die optische Verbreiterung des Grills, die weit nach außen gesetzten Scheinwerfer sowie die leichte Anschrägung ihrer Gläser. Die Bugschürze hat jetzt einen bulligen Ausdruck, der Unterfahrschutz ist markanter und man nimmt dem heranfahrenden Duster nun ohne jeden Zweifel die SUV-Mission ab. Die dicken Backen an den Radausschnitten blieben ebenso erhalten wie das vergleichsweise große dritte Seitenfenster, welches eine gute Sicht nach schräg hinten erlaubt.

Der Innenraum hat das Discounter-Ambiente hinter sich gelassen: Obwohl noch immer großflächig Hartplastik zum Einsatz kommt, ist es visuell und haptisch doch so aufgewertet, dass es nicht lästig wirkt. Der zuvor tiefer angeordnete Navigations-Monitor ist in einen leichter wahrnehmbaren Bereich gerückt, und auch Lenkrad sowie die Architektur der nötigen Schalter und Bedienelemente erscheinen aufgewertet. Wer den Verstellknopf für die Außenspiegel auf dem Armaturenbrett belässt, spart eine Stromleitung in die Tür. Lobenswert ist allerdings, dass die Tasten für die elektrischen Fensterheber (übrigens auch hinten erhältlich) dorthin gewandert sind, wo man sie vermutet: in der Fahrerarmlehne. Und auch die neue Längsverstellbarkeit der Lenksäule verdient Anerkennung – so sind bestimmte Körpergrößen nicht mehr von der Möglichkeit ausgeschlossen, sich eine optimale Sitzposition zu suchen. Der Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer wurde verbessert, in dem die neuen Polster eine verlängerte Oberschenkelauflage bekamen. Und da Lederbezüge vergleichsweise kostengünstig zu haben sind, werden die Sessel künftig wohl auch häufiger damit bespannt.

Wenn ein waghalsiger Anstieg im Gelände dem Fahrer nur noch den Blick in den Himmel erlaubt, informiert eine Frontkamera via Monitor über mögliche Hindernisse. In einer anderen Einstellung werden Seitenneigung oder Abfahrtswinkel dargestellt, während die Bergabfahrkontrolle ohne Aktivierung von Getriebe oder Bremspedalen die Bewegung talwärts steuert. Bei einschlägigen Testrunden konnte sich der Duster so das Prädikat eines talentierten Offroaders erwerben und man fragt sich zusehends, wozu andere Hersteller teure und schwere Systeme brauchen, die mittels ausgeklügelter Sensorik zwischen Matsch, Schnee, Schotter, Sand oder Fels unterscheiden können.


Dacia Duster TCe 125 4x2 – Daten kompakt

Länge x Breite x Höhe (in m): 4,34 x 1,80 x 1,69
Radstand (m): 2,67
Motor: R4-Turbobenziner, 1.197 ccm
Leistung: 92 kW / 125 PS
bei 5.250 U/min
Maximales Drehmoment: 205 Nm bei 2.300 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 179 km/h

Null auf 100 km/h: 10,4 Sek.
Verbrauch (EU-Norm): 6,2 L/100 km
Leergewicht/Zuladung:
min. 1.295 kg / max 507 kg

Gepäckraum: 445 – 1.478 Liter
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