KKH: Hohes Unfallrisiko - Handys im Straßenverkehr tabu

Nürnberg: KKH Kaufmännische Krankenkasse | Feucht, den 18.07.2016

Fast jeder zweite Autofahrer liest SMS am Steuer / Jeder fünfte Radfahrer trägt Kopfhörer


Wenn in diesen Tagen auf Deutschlands Straßen tausende Reiselustige auf dem Weg in den Urlaub sind, steigt automatisch die Unfallgefahr. Ein großes Risiko im Straßenverkehr: das Handy. Wer kennt die Situation nicht? Das Smartphone vibriert auf dem Beifahrersitz, der Blick schweift rüber, um nur mal schnell nachzuschauen, wer da etwas geschrieben hat. In einer Befragung unter 1.010 Personen des Branchenverbandes Bitkom gaben 44 Prozent zu, in einer solchen Situation zum Handy zu greifen, um die eingehende Kurznachricht zu lesen. „Eigentlich ist die erhöhte Unfallgefahr durch Handys im Straßenverkehr inzwischen bekannt, und doch halten sich viele Autofahrer scheinbar nicht an das geltende Handyverbot“, sagt Wolfgang Lenhard von der KKH - Kaufmännische Krankenkasse in Feucht. Demnach würden 42 Prozent der Befragten während der Fahrt mit ihrem Handy ohne Freisprecheinrichtung telefonieren und fast jeder Vierte schreibe sogar SMS am Steuer. „Das Smartphone gehört zwar heute zu unserem Alltag dazu – im Straßenverkehr hat es allerdings nichts zu suchen!“, so Lenhard.

Aber nicht nur Autofahrern drohen inzwischen ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Punkt in der Flensburger Kartei, wenn sie ihr Handy während der Fahrt nutzen, auch Fahrradfahrer müssen beide Hände am Lenker und nicht am Smartphone haben. Sonst wird dies mit 25 Euro Bußgeld geahndet. Anders sieht es aus, wenn auf dem Rad über Kopfhörer telefoniert oder Musik gehört wird. Hier gilt einzig die Regel, dass die Musik nicht zu laut eingestellt werden darf, damit das Gehör und damit die Aufmerksamkeit auf den Straßenverkehr nicht beeinträchtigt werden. Werden Fahrradfahrer allerdings wegen zu lauter Musik auf den Ohren von der Polizei angehalten, kann ein Verwarngeld in Höhe von 15 Euro fällig werden. Eine repräsentative Befragung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ergab, dass jeder Dritte der Altersgruppe 15 bis 34 Jahre hin und wieder mit Kopfhörern auf dem Rad oder zu Fuß unterwegs sei, 22 Prozent nutzen den Knopf im Ohr sogar regelmäßig. Fast ein Drittel der Befragten gab außerdem an, dass sie deshalb schon einmal in eine gefährliche Situation geraten seien.

Ein weiteres Risiko im Straßenverkehr ist der Faktor Müdigkeit. Eine forsa-Umfrage von Cosmos Direkt unter 2.000 Autofahrern ergab, dass fast jeder Dritte schon einmal kurzzeitig am Steuer eingeschlafen sei. Besonders betroffen vom Sekundenschlaf sind scheinbar die Männer. Sie bekamen mit 41 Prozent deutlich häufiger schwere Augen am Steuer als Frauen (19 Prozent). „Wer während einer langen Autofahrt Müdigkeit verspürt, sollte schnellstmöglich auf dem nächsten Rastplatz eine kurze Pause einlegen“, rät Wolfgang Lenhard. „Sicherlich kann man versuchen, durch Frischluft, Koffein oder Aufwach-Übungen den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, doch am besten hilft in dieser Situation Fahrer-Tausch oder eine Runde Schlaf.“

Neben der Müdigkeit werden Medikamente ebenfalls zur Gefahr im Straßenverkehr. Laut der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin gehen bis zu sieben Prozent der Verkehrsunfälle in Deutschland auf medikamentenbedingte Fahruntüchtigkeit zurück. Deshalb sollten die Warnhinweise auf dem Beipackzettel von Arzneimitteln genau gelesen und ernst genommen werden. „Wer nach der Einnahme Sehstörungen, Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel oder Übelkeit verspürt, sollte das Auto auf jeden Fall stehen lassen“, so Lenhard


Ihr Ansprechpartner vor Ort:

KKH - Kaufmännische Krankenkasse

Gesetzliche Krankenkasse

Wolfgang Lenhard

Telefon: 0 91 28.72 27 36

Internet: http://www.kkh.de





Die KKH ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,8 Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Rund 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt rund 5,5 Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH ist Hannover
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