Logistikstandort Nürnberg weiter auf Erfolgskurs

TriCon Container - Terminal. (Foto: bayernhafen gruppe)
 
Umschlag in der KW-Anlage TriCon (Foto: bayernhafen gruppe)
 
Harald Leupold, Geschäftsführer HNR (Foto: bayernhafen gruppe)
 
Luftbild vom ,,bayernhafen nürnberg" im Mai 2013. (Foto: oh/Bavaria Luftbild Verlags GmbH)

Güterumschlag 2013 der bayernhafen-Standorte Nürnberg und Roth wieder über 15 Millionen Tonnen
Flusskreuzfahrt in Nürnberg

NÜRNBERG (pm/nf) - Das logistische Kraftzentrum der Metropolregion, der bayernhafen Nürnberg, schlägt 2013 zusammen mit dem bayernhafen Roth 15,2 Mio. Tonnen (t) per Schiff, Bahn und Lkw um. Der Schiffsgüterumschlag wächst um 15,2 Prozent auf rund 606.000 t, die Bahn schlägt 3,753 Mio. t, der LKW 10,831 Mio. t um. Auch das KV-Terminal im bayernhafen Nürnberg ist konsequent auf Kurs. Terminalbetreiber TriCon schlug im Februar 2014 den 1-Millionsten-Container seit der Inbetriebnahme 2006 um. Mit den seinerzeitigen Investitionen in den Bau des KV-Terminals legte die Hafen Nürnberg-Roth GmbH, die Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg, den Grundstein hierfür.

„Auch 2013 gingen nachhaltige Logistikimmobilien im bayernhafen Nürnberg in Betrieb“, berichtet Harald Leupold, Geschäftsführer der Hafen Nürnberg-Roth GmbH. Auf circa 58 Millionen Euro summiert sich das Investitions-volumen von angesiedelten Logistikfirmen in Aus- oder Neubauten im bayernhafen Nürnberg, der wie Roth zur bayernhafen Gruppe gehört. 2013 investierte der Standort-Architekt bayernhafen rund 4,7 Mio. Euro in den Standort Nürnberg.

Der Schiffsgüterumschlag zeigt im bayernhafen Nürnberg wie im bayernhafen Roth einen deutlichen Zuwachs zum Vorjahr. Trotz der schwierigen Bedingungen mit Jahrhundert-Hochwasser im Juni und den massiven Behinderungen der Schifffahrt durch die Schleusenstreiks im Sommer wurden insgesamt 605.585 t wasserseitig umgeschlagen, ein Plus von 79.798 t im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfallen auf den bayernhafen Nürnberg 529.382 t (Vorjahr 463.857 t), auf den bayernhafen Roth 76.203 t (Vorjahr 61.930 t). Den Ton bei den Güterarten geben Steine und Erden an mit 158.903 t, gefolgt von Düngemitteln mit 128.783 t, festen mineralischen Brennstoffen mit 61.407 t sowie Erzen und Metallabfällen mit 61.051 t.

Rekord beim Umschlag von Schwergütern


Der Schwergutumschlag überstieg 2013 erstmals die 20.000-Tonnen-Marke: 113 übergroße oder schwere Einzelteile mit einem Gesamtgewicht von 22.997 t wurden umgeschlagen. Für das Mitte 2012 in Betrieb genommene hydraulische Litzenhubsystem der Züst & Bachmeier Project GmbH Nürnberg sind ”große Brocken” kein Problem. Mit der Anlage können Turbinen, Großtransformatoren, Fahrzeuge und Maschinen von bis zu 600 t aufs Binnenschiff verladen werden, das sich für den Transport solcher Güter besonders eignet. Das macht den bayernhafen Nürnberg in puncto Planungssicherheit und Flexibilität noch attraktiver für Industrieunternehmen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN). Unternehmen der Anlagentechnik wie das Siemens Transformatorenwerk mit über 1.000 Arbeitsplätzen in Nürnberg profitieren von dieser Umschlagstechnologie.

Mit 3,753 Mio. t rangiert der Bahnumschlag 2013 weiterhin auf hohem Niveau. Der Rückgang von 12,5 % gegenüber 2012 (Vorjahr 4,289 Mio. t) hat mehrere Ursachen: die anhaltende konjunkturelle Schwäche in Teilen Europas, die Umstrukturierung von Produktionsprozessen eines Operateurs im Kombinierten Verkehr sowie der Rückgang im Bereich Kesselwaggons und Papierlogistik.

Wachstumsfeld Kombinierter Verkehr



Im Terminal für den Kombinierten Verkehr konnte Terminalbetreiber TriCon im Februar 2014 den 1-Millionsten-Container seit Inbetriebnahme 2006 umschlagen: einen 40-Fuß-Container, der vom LKW auf die Bahn wechselte. 1 Million Container entsprechen aneinander gereiht der Strecke Nürnberg-Peking. Malz und Kunststoff, Maschinen, Komponenten und Pianos – all das nimmt der Container mit. Und noch mehr als das. Er ist der Alleskönner der Logistik, nutzt Schiff, Bahn und LKW und gibt folgerichtig auch in der Metropolregion Nürnberg den Ton an.

In 2013 wurden 266.386 TEU (Standardeinheiten) per Bahn umgeschlagen (Vorjahr 311.996 TEU). Verantwortlich für diesen Rückgang nach den Zuwachsraten der vergangenen Jahre sind neben der anhaltenden konjunkturellen Schwäche in Teilen Europas vor allem die Umstrukturierung von Produktionsprozessen eines KV-Operateurs. Alexander Ochs, Prokurist und Intermodal-Verantwortlicher der bayernhafen Gruppe: „Kombinierter Verkehr bietet ökonomische und ökologische Vorteile – bei der intelligenten Verkehrsverlagerung von der Straße auf Schiene und Wasserstraße ist für die Zukunft noch viel Luft nach oben. Wir leisten dazu intensive Überzeugungsarbeit bei Verladern aus Handel und Industrie.“

Den Grundstein hierfür legte die Hafen Nürnberg-Roth GmbH mit der seinerzeitigen Investition in den Bau des KV-Terminals. Die weitere positive Entwicklung des Logistikstandortes Nürnberg konnte zum Jahreswechsel 2013/2014 gesichert werden: Die Städte Nürnberg und Roth sowie die Bayernhafen GmbH & Co. KG als Gesellschafter der Hafen Nürnberg-Roth GmbH (HNR) haben mit einer vertraglichen Neuregelung per 31.12.2013 die finanzielle Basis ihrer gemeinsamen Tochtergesellschaft verbreitert. Dadurch werden zielgerichtete Investitionen in das Wachstumsfeld Kombinierter Verkehr ermöglicht. Wie ein Magnet wirkt hochwertige Infrastruktur wie das KV-Terminal.

Investitionen in den Standort -
Ansiedler investierten circa 58 Mio. Euro in Aus- oder Neubauten


„Auch 2013 gingen nachhaltige Logistikimmobilien im bayernhafen Nürnberg in Betrieb“, berichtet Harald Leupold, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg, der Hafen Nürnberg-Roth GmbH. Circa 58 Mio. Euro wurden von Seiten namhafter Logistikunternehmen in Aus- oder Neubauten investiert. Beispielsweise bündelt seit Ende 2013 die Schenker Deutschland AG die Logistikkompetenzen der Nürnberger Geschäftsstellen Landverkehr national und international sowie Luft-/Seefracht in einem hochmodernen Logistikzentrum im bayernhafen. Zum Jahreswechsel 2013 / 2014 haben 380 Mitarbeiter der Schenker Deutschland AG das neue hochmoderne Logistikzentrum im Nürnberger Hafen bezogen – ein Beispiel dafür, wie die Zusammenführung der bisher im Stadtgebiet getrennten Standorte Innenstadtverkehre verlagert. Auch Kühne + Nagel baute seine Präsenz aus und bezog Anfang 2014 die neue Regionalniederlassung auf über 60.000 m² Gesamtfläche. ”Nachhaltigkeit und Green Logistics sind Erfolgsfaktoren für Logistikstandorte und die dort ansässigen Unternehmen”, so Harald Leupold, ”hervorzuheben ist dabei besonders, dass die Neubauten ein modernes Arbeitsumfeld gewährleisten sowie weitere Arbeitsplätze sichern.”

bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth sind zu bedeutenden Recyclingzentren gewachsen. Ca. 20 Unternehmen mit mehr als 800 Arbeitsplätzen entsorgen und recyceln mittlerweile ca. 3,6 Mio. t Abfälle aus der Metropolregion. Alt-Pkw, Papier, Holz, Bauschutt bis hin zu Elektroschrott, alles wird fachgerecht und umweltschonend recycelt und als Rohstoff wieder in den Wertstoffkreislauf gesetzt. 2013 haben die Unternehmen SWRN, B & A Metallaufbereitung und ABZ - „Die grünen Engel“ hochmoderne Anlagen in Betrieb genommen oder erweitert und insgesamt 50 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Standort-Architekt bayernhafen investierte 2013 rund 4,7 Mio. Euro in den Standort Nürnberg, z.B. in die Schieneninfrastruktur und in die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen. Für 2014 ist ein Investitionsvolumen in Höhe von ca. 4 Mio. Euro geplant.

Ein Beispiel für strategisches Flächenmanagement im bayernhafen Nürnberg ist die Lärmkontingentierung, das moderne Instrument eines fairen Interessensausgleichs zwischen Betrieben im Hafen und der Wohnnachbarschaft. Das Sondergebiet Hafen ist in mehr als 30 Teilflächen gegliedert, mit jeweils spezifischen Geräuschkontingenten. Dies erlaubt z.B. im Zentralbereich – fern der Wohnnachbarschaft - geräuschintensivere, industrietypische Nutzungen.

Die 2013 durch das Verkehrsplanungsamt der Stadt Nürnberg durchgeführte Verkehrszählung an den Zufahrtsstraßen zum Hafengebiet ergab einen Rückgang der Fahrzeugmenge von rund 6 % im Vergleich zur letzten Zählung 2008. Wie im Verkehrsbericht der Stadt Nürnberg erläutert, hat sich die Verlagerung des Containerbahnhofs in den Hafen und der Ausbau der Bahnanlagen positiv ausgewirkt.

„Dialog schafft Akzeptanz für Hafen-Infrastruktur“


Die bayernhafen Gruppe unterstützte 2013 die Erweiterung der „Wasser- und Schifffahrtsschule“ für Kinder der 3. und 4. Grundschulklasse. Diese wurde 2013 von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes WSD Süd um die Themen Binnenhäfen und Logistik ergänzt. „Arbeitsteilung ist die Quelle unseres Wohlstands, Logistik ist die Konsequenz daraus“, sagt Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, der auch Präsidiumsmitglied im Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e. V. ist, „dem Transport von Gütern kommt daher in einer globalisierten Welt eine zentrale Rolle zu. Logistik ist spannend und lebenswichtig. Was Logistik kann und was sie zum Leben der Menschen beiträgt, gehört zu den Dingen, die Kinder bereits in der Grundschule lernen sollten.“

Flusskreuzfahrt in Nürnberg


Gegenüber vom bayernhafen Nürnberg baut derzeit die Stadt Nürnberg die Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe aus. Im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages für die Stadt Nürnberg ist geplant, dass die bayernhafen Gruppe die Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe betreibt.

Hintergrund:


Der bayernhafen Nürnberg ...
... zählt heute zu Europas wichtigsten Güterverkehrs- und Logistikzentren. Auf einer Gesamtfläche von 337 Hektar bilden 260 Unternehmen mit mehr als 5.600 Arbeitsplätzen einen bunten Branchenmix aus Transport und Logistik, Umschlag, Recycling, Industrie, Handel, Lagerung und verkehrsrelevanten Service-dienstleistern. „Dieser bunte Mix in Verbindung mit einer leistungsstarken Infrastruktur sichert die Versorgung der Menschen und der Wirtschaft in der Metropolregion mit Gütern aus aller Welt“, sagt Harald Leupold, „zudem werden regionale Produkte in die nationalen und internationalen Zielmärkte verladen.“ So entwickelt sich der Standort als bedeutende europäische Verkehrsdrehscheibe weiter und stärkt seine Logistikfunktionen nachhaltig zum Wohle von Industrie und Handel in der Metropolregion Nürnberg.
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