Motivierte Mitarbeiter meistern Veränderungsprozesse leichter

Andreas Haupt, Dr. Peter Pluschke, Susanne Born und Gerhard Potuscheck (v.l.) haben am der Fachtagung zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz teilgenommen. (Foto: oh)

NÜRNBERG (pm/vs) - „Gesundheit ist Lebensqualität – motiviert mit Veränderungsprozessen umgehen“ war das Motto des Gesundheitsdialoges, zu dem BARMER GEK Regionalgeschäftsführer Andreas Haupt rund 120 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Gesundheitswesen nach Nürnberg eingeladen hatte.



Mit dabei: der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Herrmann Imhof, Dr. Peter Pluschke, Referent für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, BARMER GEK Landesgeschäftsführer Gerhard Potuschek, der Chefarzt des Klinikums Nürnberg Dr. Dr. Günter Niklewski und die Nürnberger Unternehmerin Susanne Bohn. Zentrale Fragen: Wie geht man motiviert mit Veränderungsprozessen um und wie sieht eine mitarbeiterorientierte und gesundheitsfördernde Personalpolitik aus?
Als neuer Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung beschäftigt sich Hermann Imhof permanent mit Veränderungsprozessen. Anläss-lich des Gesundheitsdialoges berichtet er über erste Erfahrungen. „Ich vertrete die Interessen von Patienten, Pflegebedürftigen und Pflegenden und gebe ihnen Stimme im Konzert der Verbände, Organisationen, Versicherungen und Träger. Mit all diesen Akteuren versuche ich die Gesamtrahmenbedingungen für Patienten und Pflegebedürftige zu verbessern“, sagt er.
Dr. Peter Pluschke, Referent für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, erläutert seine Position zum Thema "Stadtgesellschaft und Gesundheitspräventi-on". Neue Lebensstile, Geschwindigkeit und Kurzlebigkeit, kulturelle Vielfalt, de-mografischer Wandel sind wesentliche Faktoren, die das Leben in der Stadt heu-te prägen. Daraus resultieren hohe Anforderungen und Belastungen für die Men-schen und ihre Gesundheit in Arbeits- und Lebenswelt. Zeitgemäße Gesund-heitsprävention muss auf diese Bedingungen reagieren und Hilfen und Interven-tionsangebote von Geburt bis ins hohe Alter entwickeln. „Dazu gehören individu-elle Angebote ebenso - beispielsweise die aufsuchende Gesundheitshilfe, die in den Geburtskliniken ansetzt - wie technisch-strukturelle Maßnahme - wie bei-spielweise zur Lärmreduzierung durch eine Lärmaktionsplanung“, fordert er.
„Eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik ist das A und O für wettbewerbsfähige Unternehmen. Darunter verstehe ich eine Personalführung, die ein transparentes, motivierendes, kommunikatives und innovationsfreundliches Arbeitsumfeld gewährleistet“, stellt Gerhard Potuschek, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK in Bayern dar. Er setzt sich in seinem Vortrag mit dem Thema „Gesundheitsfaktor-Kommunikation“ intensiv mit der Führungskultur auseinander. Zahlreiche Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen Führungshandeln und Beschäftigtengesundheit hin. “Gesundheitsförderliches Führungshandeln ist mit-arbeiterorientiert-unterstützendes Führungshandeln, die Gestaltung gesundheits-förderlicher Arbeitsbedingungen sowie das Engagement für die betriebliche Ge-sundheitsförderung“, fasst er zusammen.
Das unterstreicht auch Susanne Bohn, Inhaberin von Susanne Bohn Leadership Competence: „Eine klare Zielstellung und Kommunikation sowie die aktive Einbeziehung der Mitarbeiter sichern den Erfolg von Veränderungsprojekten“.
Dr. Dr. Günter Niklewski beschäftigt sich in seinem Vortrag mit Lebensereignissen und seelischer Gesundheit und erläutert: „Stress am Arbeitsplatz hat viele Gesichter, ständige Veränderungsprozesse und Arbeitsbeschleunigung bis hin zu andauernder mangelnder Wertschätzung“. Für ihn kann eine aktive Gegenstrate-gie nur in einer gesellschaftlichen Diskussion dieser Situation bestehen und dar-in, dass Betroffene lernen, persönliche Bewältigungsmuster und Präventionsstra-tegien zu entwickeln.
Genau da möchte Regionalgeschäftsführer Andreas Haupt weiter ansetzen, um Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Region Mittelfranken in Zusam-menarbeit mit den Unternehmen gezielt auszubauen. „Motivierte Mitarbeiter, de-nen die Arbeit auch in Veränderungsprozessen Spaß macht, sind zufriedener und damit auch gesünder“, sagt er. Sein Ziel für 2014 ist es, Unternehmen aktiv bei Maßnahmen für die Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit passgenauen Angeboten des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu unter-stützen und mit kreativen Aktionen die Gesundheit zu fördern.
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