Volvo XC60: Schwedenhappen mit neuer Würze

Rein optisch tritt der neue Volvo XC60 im Vergleich zum Vorgänger nachhaltiger in Erscheinung. Foto: Auto-Medienportal.Net / Axel F. Busse

(ampnet/mue) - Am 22. Juli kommt der neue Volvo XC60 zu den Händlern; der größte Teil der beliebten Schwedenhappen wird mit einem Dieselmotor versehen sein.


Was die Optik von der des Vorgängers unterscheidet, sind die flachere und fast waagerecht stehende Motorhaube, die nicht mehr so deutlich ansteigende Fensterlinie und die ausgeprägtere Grafik des Tagfahrlichts, die unter Volvo-Liebhabern als „Thors Hammer“ bekannt ist. Die Heckleuchten sind noch ausladender als bisher konstruiert, die Abdeckgläser dieser Lichtquellen erreichen bis zu 70 Zentimeter in der Höhe und Breite. Für einen wuchtigen Auftritt hat Volvo vorgesorgt: Statt der 18 Zoll großen Serienfelgen sind Räder bis 21 Zoll Durchmesser bestellbar.

Drinnen herrscht eine aufgeräumte, von der kühlen Sachlichkeit nordischen Charmes geprägte Atmosphäre. Die Sitze sind vom XC90 übernommen, sind bequem und vielseitig elektrisch verstellbar, auf dem senkrecht sitzenden Kontroll-Touchscreen für Navigations-, Kommunikations- und Entertainment-Funktionen sind einzelne Tasten zur besseren Bedienbarkeit vergrößert worden.

Grundsätzlich ist das Fahrwerk eher zur komfortablen Seite hin abgestimmt, sodass der Eindruck unterwegs sehr sanft und beherrscht bleibt. Nicht nur die Lenkung wird fühlbar straffer und die Seitenneigung in scharfen Kurven nimmt ab, sondern auch Gasannahme- und Getriebekennlinien ändern sich, wodurch der XC60 deutlich temperamentvoller rüberkommt. Den teilweise rustikalen Klang des Diesels kann der 320 PS starke T6-Ottomotor nicht bieten, auch nicht dessen herzhaften Antritt, denn dazu fehlen ihm einige Newtonmeter Drehmoment. Der D5-Diesel ist schon ab 1.750 Umdrehungen voll da (480 Newtonmeter/Nm), der Benziner braucht gut 450 Touren mehr für seine maximal 400 Nm. Wohl aber bietet er souveräne Kraftentfaltung und entspanntes Gleiten, wenn die Wahl des Fahrmodus auf „Comfort“ gefallen ist.

Ein Volvo als rollende Lebensversicherung, das ist die Vision der Markenverantwortlichen. Konkret soll das bedeuten, dass ab 2020 niemand mehr bei einem Unfall in einem neuen Volvo getötet oder schwer verletzt werden kann. Bereits bekannte Sicherheitssysteme werden deshalb verfeinert, neue zur Schließung letzter Lücken installiert. So verfügt das City-Notbremssystem, das bereits mit Fahrzeug-, Motorrad-, Fußgänger-, Radfahrer- und Wildtier-Erkennung arbeitet, über eine neue Lenkunterstützung. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn eine automatische Notbremsung nicht ausreicht, um einen Unfall zu verhindern, und der Fahrer einen Lenkimpuls an das Lenkrad weitergibt.
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