Werbeartikel: Fokus auf Nachhaltigkeit lohnt sich für Unternehmen

Werbeartikel können sinnvoll eingesetzt werden (Foto: Harald-Wanetschka / pixelio.de)
 
Büroartikel sind gern gesehene Werbeartikel (Foto: Chris Beck / pixelio.de)

Nachhaltigkeit kann den Wert einer Marke um bis zu 13 Prozent steigern – das beweist die Studie Sustainability Value Score 2016 von Serviceplan Corporate Reputation und Biesalski & Company. In Kombination mit Werbeartikeln können Unternehmen nicht nur ihr Image aufpolieren, sondern im selben Zug Kunden binden.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Verbraucher achten häufiger darauf, dass Unternehmen die Umwelt schonen, mit natürlichen Ressourcen schonend umgehen und sich sozial engagieren. Firmen können das Thema zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie nachhaltig hergestellte Werbeartikel zur Kundenbindung einsetzen.

Studie belegt: Werbeartikel sind effizient

Das Potenzial von Werbeartikeln wurde aufgrund fehlender Beweislagen jahrelang ignoriert. Der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) startete aus diesem Grund zwei Erhebungen (Werbewirkung von Werbeartikeln sowie WA-Monitor), um die Effizienz von Werbeartikeln zu beweisen. Das Ergebnis:

- Werbeartikel haben den höchsten Erinnerungswert
- 95 % der Deutschen besitzen mindestens einen Werbeartikel
- 93 % der Werbeartikelbesitzer nutzen diesen regelmäßig
- Werbeartikel erreichen täglich acht von zehn Menschen ab 14 Jahren
- zwei Drittel aller Werbeartikel bleiben mindestens sechs Monate im Besitz des Nutzers

Aber: Die bloße Verwendung von Werbeartikeln garantiert nicht deren Erfolg. Sie können nämlich in verschiedenen Szenarien zum Einsatz kommen:

1. Neukunden gewinnen
2. Bestandskunden binden
3. zur Kommunikation

Für jeden Zweck müssen die passenden Werbemittel ausgewählt werden.

Praxisbeispiel: Der sinnvolle Einsatz von Werbeartikeln

Es gibt viele Gründe, warum ein beschenkter Kunde einen Werbeartikel behält. Laut dem GWW sprechen folgende Faktoren für den Besitz:

- hoher Nutzwert
- gute Qualität
- interessantes Design
- Originalität
- Markenprodukt
- Neben diesen qualitativen Faktoren muss der verschenkte Artikel zur Zielgruppe und dem Zweck passen. Auf einer Fitnessmesse sind Schrittzähler oder Schweißbänder sinnvoller als Kugelschreiber.

Ein gutes Beispiel für den sinnvollen Einsatz von Werbeartikeln: Ein Anbieter für Arbeitskleidung besucht eine Fachmesse rund um das Thema Handwerk. Für diesen Zweck hat es bei dem Anbieter Reidinger nachhaltige Zollstöcke aus Holz mit seinem Firmenlogo bestellt. Diese entsprechen der EU-Genauigkeitsklasse III und werden in Deutschland und Europa hergestellt. Auf seinem Messestand demonstriert der Anbieter für Arbeitskleidung seine Latzhosen, die über zahlreiche Taschen und eine spezielle Zollstocktasche verfügen. Als Erinnerung an die Latzhosen verschenkt es Zollstöcke an Interessenten.

Was hat das Unternehmen mit der Präsentation erreicht? Die Funktion der Latzhose wurde mit dem Zollstock verbunden. Handwerker werden sie jedes Mal, wenn sie den Zollstock verwenden, in Erinnerung rufen und über den Kauf der Latzhose nachdenken.

Werbeartikel dürfen nicht gegen die Firmengrundsätze verstoßen

Auch wenn ein Anbieter für Arbeitskleidung Zollstöcke und andere Utensilien aus dem Handwerksbereich als Werbeartikel einsetzen kann, sollten die verschenkten Produkte niemals gegen die Grundsätze einer Firma verstoßen. Gemeint ist: Ein Befürworter des gesunden Lebensstils, der Bio-Lebensmittel verkauft, sollte Kinder nicht mit Gummibärchen anlocken.

Werbeartikel, die nicht zum Unternehmen passen, haben einen negativen Effekt: Kunden merken, dass die Firma sie lediglich anlocken möchte und sich nicht scheut, jedes Mittel dafür aufzuwenden.

Den Kontakt zu Kunden auf Messen suchen

Der angesprochene Messebesuch eignet sich wunderbar zum Verteilen von Werbeartikeln: Der Grund ist die unmittelbare Nähe zum Kunden. Unternehmen können seine Reaktion direkt messen und beurteilen.

Folgende Taktiken haben sich als erfolgreich bewährt:

- Messestopper: Vorbeieilende Menschen, denen die Firma unbekannt ist, müssen zunächst mit kleinen Präsenten an den Stand geholt werden. Dazu verwendet man im Regelfall kleine Werbemittel, beispielsweise ein Getränk – es sollte aber zur Firma passen.
- Kundengespräch: Nun folgt das Gespräch mit dem Kunden; diesem wird die Firma präsentiert. Zeigt er Interesse, erhält er ein zweites Präsent – dieses sollte auf das Unternehmen, sein Angebot und eventuell ein neu eingeführtes Produkt abgestimmt sein.

Die Art und Weise, wie ein Werbeartikel auf Messen übergeben wird, spielt ebenfalls eine Rolle. Es sollte immer einen wertigen Eindruck machen; dann kann der positive Effekt über einen langen Zeitraum seine Wirkung entfalten.

Warum viele Unternehmen trotz der Vorteile auf ökologische Werbeartikel verzichten

Trotz der offensichtlichen Vorteile von Werbeartikeln und dem großen Handlungsspielraum beim Einsatz dieses Marketingmittels entscheiden sich viele Unternehmen gegen ökologische Produkte. Die Gründe für diese Entscheidung hat das Marktforschungsinstitut Agemas im Auftrag von Hagemann ermittelt: Zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) halten sie für zu teuer, 39 Prozent wurden sie nicht angeboten und 35 Prozent gehen davon aus, dass sie ihre Zielgruppe nicht anspricht.

Die Gruppe der Unternehmen, die die Preise für zu hoch hält, könnte mit der Studie Sustainability Value Score 2016 umgestimmt werden: Wenn der höhere Preis den Markenwert um mehrere Prozentpunkte steigert, könnte sich für sie die Investition lohnen. Dennoch gibt es Unternehmen, denen die Auswahl zu begrenzt ist – fast jedes Vierte wünscht sich mehr ökologische Werbeartikel. Doch die Anbieter dieser Produkte sind aktuell in einem kleinen Marktsegment tätig; ihr Angebot können sie erst erweitern, wenn die Nachfrage steigt.

In Zukunft ist zu hoffen, dass Firmen ihre soziale Verantwortung realisieren. Durch den Kauf nachhaltiger Werbeartikel, die in Europa hergestellt werden, sichern sie Arbeitsplätze und reduzieren die Belastung auf die Umwelt.
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