Fränkischer Rechen weht dauerhaft über der Burg Zwernitz

Der fränkische Rechen ist ab sofort eine von drei Flaggen, die über der Burg Zwernitz wehen. (Foto: ©YuI/Fotolia .com)
Zwei neue Fahnenmasten wurden installiert - Kosten von rund 3.000 Euro - Freier Eintritt am Sonntag, 17. April 2016 - Neue Mitmachstationen für Kinder

REGION (pm/nf) - Zwei neue Fahnenmasten wurden jetzt auf der Burg Zwernitz installiert. „Wir setzen ein Zeichen für die Heimat Franken. Ab dem kommenden Wochenende weht auch der Fränkische Rechen dauerhaft über der Burg Zwernitz“, freut sich Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder. An diesem Sonntag (17.4.) können Besucher der Burg Zwernitz sogar bei freiem Eintritt in die Welt des Rittertums eintauchen und das Jägerlatein kennenlernen. Die Schlösserverwaltung hat mit dem Jagdschutz- und Jägerverein Kulmbach Mitmach-Stationen für Groß und Klein eingerichtet. Diese bereichern künftig das museale Angebot der Burg Zwernitz, das einen Einblick gewährt in das Leben der Ritter im Mittelalter.


Ursprünglich wurde auf der Burg ausschließlich die bayerische Flagge gehisst. Dank zweier neuer Fahnenmasten wehen künftig drei Flaggen über der oberfränkischen Burg. An den beiden neuen Masten werden die bayerische Staatsflagge und die Bundesflagge gehisst. Diese sollen grundsätzlich auf beflaggten staatlichen Gebäuden gehisst werden. An der bereits vorhandenen Vorrichtung am Turm wird der fränkische Rechen weithin sichtbar angebracht. Die Kosten für die Installation der zwei neuen Fahnenmasten auf der Burg Zwernitz belaufen sich auf rund 3.000 Euro. Die Flagge mit dem Frankenrechen weht bereits auf dem Heidenturm der Kaiserburg und dem Heimatministerium in Nürnberg.

Seit fast 900 Jahren ragt die Burg als Wahrzeichen der Region auf einem Dolomitfelsen. Der Name der Burg Zwernitz, einst Stammsitz der Oberfränkischen Walpoten, wird erstmals 1156 urkundlich erwähnt. Um 1300 wurde sie Amtssitz der Burggrafen von Nürnberg und später der Kulmbacher bzw. Bayreuther Markgrafen bevor sie an das Königreich Bayern fiel. Bergfried und Archivbau, die die Silhouette der Burg prägen, gehen mit ihrem Buckelquaderwerk noch auf die spätromanische Anlage zurück. In den 1740er Jahren ließ Markgraf Friedrich unmittelbar unterhalb der Burg Zwernitz den Felsengarten Sanspareil mit seinen bizarren Felsformationen und dem Morgenländischen Bau anlegen.

In der Burg Zwernitz gibt es eine interessante Dokumentation der Geschichte der Burg, ihrer Bewohner und des Ortes Sanspareil. Die Dauerausstellung ,,Markgräfliche Jagd" stellt das höfische Jagdwesen in den beiden Markgrafentümern Ansbach und Bayreuth auf seinem Höhepunkt im 18. Jahrhundert vor. Die Burg wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreut.
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