Huml startet Ambrosia-Bekämpfung 2016

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat das diesjährige Aktionsprogramm gegen die Allergiepflanze Ambrosia gestartet. (Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege)
Bayerns Gesundheitsministerin: Weitere Ausbreitung der Allergiepflanze soll gebremst werden

REGION (pm/nf) - Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat das diesjährige Aktionsprogramm gegen die Allergiepflanze Ambrosia gestartet. Huml betonte bei der Besichtigung eines großen Ambrosia-Standortes im mittelfränkischen Uttenreuth (Landkreis Erlangen-Höchstadt): ,,Die Pollen der Ambrosia sind starke Allergie-Auslöser bei Menschen. Schon geringe Mengen können gesundheitliche Beschwerden auslösen. Die Pflanze muss daher nachhaltig bekämpft werden."


Die Ministerin fügte hinzu: ,,Als Reaktion auf Ambrosia-Pollen tritt Asthma besonders häufig auf. Bereits seit 2007 geht der Freistaat systematisch mit einem Aktionsprogramm gegen die Pflanze vor. Damit konnte die starke Ambrosia-Ausbreitung in den vergangenen Jahren gebremst werden. Aber es ist wichtig, mit der Bekämpfung nicht nachzulassen."

Die ursprünglich in den USA beheimatete Pflanze Beifuß-Ambrosie breitet sich seit den 1990er Jahren auch in Bayern aus. Eine Ambrosia-Pflanze kann zwischen 3.000 und 60.000 Samen in ihrem einjährigen Lebenszyklus abwerfen. Außerdem kann sie bis zu eine Milliarde Pollen in die Luft entlassen.

Große Ambrosia-Bestände ab rund 100 Pflanzen sollten von Bürgerinnen und Bürgern den Landratsämtern oder Kreisverwaltungsbehörden gemeldet werden. Wer Einzelpflanzen entdeckt, kann diese auch selbst beseitigen. Wichtig ist dabei, die Pflanze nur mit Handschuhen auszureißen und bei bereits blühenden Pflanzen einen Mundschutz zu tragen. Die Pflanzenreste sollten in einer Plastiktüte mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Derzeit sind in Bayern etwa 363 Ambrosia-Standorte bekannt. Im vergangenen Jahr wurden 27 neue Bestände mit jeweils mehr als 100 Pflanzen registriert. Allerdings gab es auch 75 Wuchsstellen, bei denen der Bestand als nachhaltig bekämpft gilt.
Insgesamt investiert der Freistaat bis 2016 rund 830.000 Euro für Maßnahmen zur Ambrosia-Bekämpfung. Unter anderem wurden wissenschaftliche Forschungsprojekte an den beiden Münchner Universitäten gefördert. Die Projekte untersuchen die gesundheitlichen Auswirkungen der Pflanze. Außerdem wurden zur genauen Bestimmung der Bestände die Landratsämter sowie kreisfreie Städte mit GPS-Geräten ausgerüstet. Zur Hauptblüte kommt Ambrosia erst spät im Jahr - je nach Wetterlage zwischen August und September.
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