„Porsche des Ostens“ wird 40

Flott auf der Piste: der Skoda 130 RS (1976). Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

(ampnet) - Einer der erfolgreichsten Rennwagen der 1970er- und 80er-Jahre wird 40 Jahre alt: der Skoda 130 RS.


Der in der Saison 1975 erstmals gestartete Heckmotorwagen wurde gerne als „Porsche des Ostens“ bezeichnet und erzielte in den Folgejahren zahlreiche Topplatzierungen bei Rallyes und Rundstreckenrennen. Größte Triumphe waren der Sieg in der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981 sowie der Doppelsieg bei der Rallye Monte Carlo 1977 in der Kategorie bis 1.300 Kubikzentimeter Hubraum.

Der Skoda 130 RS war mit einem 1,3 Liter-Vierzylinder mit OHV-Ventilsteuerung motorisiert, der 140 PS-Motor beschleunigte das Auto auf bis zu 220 km/h. Die rennsportliche Auslegung des Motors erfolgte unter anderem durch zwei Weber-Doppelvergaser, einen Acht-Kanal-Zylinderkopf und die Trockensumpfschmierung. Zylinder- und Kurbelgehäuse bestanden aus Aluminium, der Zylinderkopf aus Grauguss. Als Getriebe kam ein Vier-Gang-Getriebe zum Einsatz. Anfangs gab es auch eine Version mit fünf Gängen, die jedoch homologationsbedingt ab 1976 nicht mehr eingesetzt wurde.

Triumph im In- und Ausland

Bereits in seiner ersten Rennsaison ging der damals neue Skoda erfolgreich bei Rundstreckenrennen des tschechoslowakischen Friedens- und Freundschaftspokals an den Start: Auf den ersten drei Plätzen der Gesamtwertung landete jeweils ein 130 RS. In den kommenden Jahren folgten auf den Rundstrecken zahlreiche Top-Platzierungen bei renommierten Rennen im In- und Ausland; größter Triumph war der Gesamtsieg in der Tourenwagen-Europameisterschaft 1981, ein Jahr zuvor hatte es bei der EM für den Skoda 130 RS bereits einen dritten Platz gegeben. Für echte Furore sorgte der Skoda 130 RS auch im nationalen und internationalen Rallye-Sport: Bereits in der Debütsaison 1976 gab es erste Siege in Tschechien. Sternstunde für die Marke aus der damaligen Tschechoslowakei war jedoch die Rallye Monte Carlo 1977, wo Skoda der eingangs erwähnte Doppelsieg in der Klasse bis 1,3 Liter gelang.

Bis zur Saison 1983 konnten weitere vordere Rallye-Platzierungen erzielt werden – dann endete die Ära des 130 RS, die ohnehin bereits verlängerte Homologation der FIA lief endgültig aus. Skoda setzte seine motorsportlichen Aktivitäten mit dem 130 LR (130 PS) fort, an die Erfolge des 130 RS konnte dieses Fahrzeug jedoch nicht mehr anknüpfen.
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