Reaktion auf „Berliner Humanitären Appell“: Malteser stellen 1 Million Euro für Kampf gegen Hunger in Afrika bereit

An einer Handwaschanlage an einer Schule in Juba/Südsudan wäscht sich ein Kind vor dem Essen die Hände. Die Malteser sorgen auch für die Schulspeisung.
Köln/Berlin, 12. April 2017. Die Malteser reagieren unmittelbar auf den „Berliner Humanitären Appell“ von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und stellen eine Million Euro für den Kampf gegen den Hunger im Südsudan, Kenia und Uganda bereit. Gabriel, Entwicklungsminister Gerd Müller und Vertreter von Hilfs-organisationen hatten die Deutschen am Mittwochmorgen aufgerufen, sich gegen die Hungerkatastrophe in Afrika einzusetzen. Die Malteser stellen das Geld bereit, um damit kurz- und mittelfristig Projekte in den drei Ländern zu finanzieren.

Dr. Constantin von Brandenstein, Präsident des Malteser Hilfsdienstes, sagte: „Hunderttausende Menschen drohen zu verhungern. Wir müssen viel mehr tun. Deshalb weiten wir sofort unsere Hilfe vor Ort aus: Schulspeisungen, Trinkwasser, Verteilung von Grundnahrungsmitteln. Mittelfristig müssen die Menschen in der Lage sein, Nahrungsmittel wieder selbst zu erzeugen, ihr Vieh zu füttern und das Nötigste zum Leben kaufen zu können. Auch dabei werden wir ihnen helfen.“

Neben dem Bürgerkrieg, der im Südsudan viele Menschen zur Flucht zwingt und eine Ernte unmöglich macht, sind anhaltende Dürrephasen Grund für die dramatische Situation. Im Norden Kenias zum Beispiel hat es monatelang nicht geregnet, in einigen Gebieten sind bis zu 80 Prozent des Viehs bereits verdurstet.

Malteser International ist seit Jahrzehnten in den Ländern Afrikas tätig und hat bereits seit längerem auf die heraufziehende Hungerkatastrophe hingewiesen. Die deutschen Malteser haben den „Berliner Humanitären Appell“ daher begrüßt.
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