Sparkasse Nürnberg: Gutes Kundengeschäft mit solidem Ergebnis

Matthias Benk (Vorstandsmitglied, Finanzvorstand), Dr. Matthias Everding, Roland Burgis (Vorstandsmitglied Firmenkundenvorstand) und Dr. Jonathan Daniel (Vorstandsmitglied, Privatkundenvorstand) - v.l. freuen sich über die hervorragende Bilanz und dass die Sparkasse Nürnberg weiterhin keine Gebühren beim Abheben von Bargeld in ihren Filalen verlangt. (Foto: © John R. Braun)

NÜRNBERG (SN) - Die Sparkasse Nürnberg ist mit dem Geschäftsjahr 2016 zufrieden. " Zuwächse bei Krediten und Einlagen, ein starkes Immobiliengeschäft sowie ein betriebswirtschaftlich solides Ergebnis mit einem stabil hohen Jahresüberschuss sind die wesentlichen Kennzeichen. Die Region profitiert davon durch Steuerzahlungen und gesellschaftliches Förderengagement in Höhe von mehr als 17 Millionen Euro", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Everding im Rahmen der aktuellen Bilanzpressekonferenz.

„Unsere Zahlen im Kundengeschäft zeigen, dass unser auf Kundennähe basierendes Geschäftsmodell gut funktioniert. Die Kunden vertrauen uns bei ihren Einlagen und Finanzierungen. Wir investieren weiter in Beratungsqualität und digitale Kompetenz unserer Mitarbeiter, moderne Standorte und innovative Angebote über alle Kanäle: persönlich und digital“, freut sich der Vorstandsvorsitzende.
Mit den Zuwächsen in ihren wichtigsten Geschäftsfeldern festigte die Sparkasse Nürnberg auch ihre Position als regionaler Marktführer. So wuchsen die Einlagen um 1,7 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro, die Kreditbestände sogar um 4,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme stieg leicht auf 10,6 Milliarden Euro (+ 0,2 %).

Erfolg durch hochwertige Beratung und digitale Innovationen

Kundennähe heißt für die Sparkasse Nürnberg da zu sein, wo ihre Kunden sind: persönlich mit qualitativer Beratung vor Ort und im Netz mit innovativen digitalen Angeboten. Mitarbeiterbesetzte Standorte werden immer mehr zu Orten für kompetente Beratung von beratungsintensiven Themen, wie zum Beispiel Baufinanzierung, Altersvorsorge und Wertpapieranlagen. Hier investiert die Sparkasse Nürnberg in die Qualität ihrer Mitarbeiter, die digitale Vernetzung und den Aufbau von Spezialistenteams für bestimmte Themen und Kundengruppen (beispielsweise Spezialisten für Gewerbekunden, Freie Berufe und Zahlungsverkehr).
Gleichzeitig erledigen immer mehr Kunden ihre täglichen Bankgeschäfte online und mobil. Über die optimierte „Internetfiliale 6.0“ wurden 61.000 Produkte abgeschlossen sowie Serviceaufträge bearbeitet und 12 Millionen Transaktionen durchgeführt. Bereits 16.000 Beratungen per E-Mail, Text- und Videochat liefen über die „filiale.direkt“. Außerdem nutzten 47.000 Kunden die Sparkassen-Apps.
Privat- und Firmenkunden der Sparkasse Nürnberg sind aufgeschlossen für digitale Innovationen wie den Handy-zu-Handy-Bezahldienst „Kwitt“ in der App und das neue Online-Bezahlverfahren „paydirekt“.
Online- und Telefonbefragungen von Privat- und Firmenkunden bestätigten eine unverändert hohe Gesamtzufriedenheit mit der Sparkasse Nürnberg. Beste Sparkasse Deutschlands ist sie nach den Kundenempfehlungen über das Bewertungsportal WhoFinance.de.

Immobilien als Treiber im Privatkundengeschäft

Der ungebrochene Boom am Immobilienmarkt belebte auch 2016 das Privatkundengeschäft. Mit fast 500 Millionen Euro neu zugesagtem Baufinanzierungsvolumen übertraf die Sparkasse Nürnberg den bereits guten Vorjahreswert (+ 11,0 %) und steigerte ihren Marktanteil im
regionalen Baufinanzierungsbereich auf 44 Prozent. Die im März 2016 eingeführte Wohnimmobilienkreditrichtlinie wirkte sich nicht negativ auf die Kreditvergabe aus. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnungen und Häusern beflügelte auch das Vermittlungsgeschäft: 448 vermit-telte Kaufobjekte mit einem Objektvolumen von 115 Millionen Euro sind neue Bestwerte.
Auch das Einlagengeschäft wuchs trotz Niedrigzinsen: Die Geldvermögensbildung von Privatpersonen (= Zuwachs Kundeneinlagen plus Nettoabsatz Wertpapiere plus Anlagen gegen Einmalbeitrag in Lebensversicherungen) legte deutlich zu auf 325 Millionen Euro. Die Einlagen von Privatpersonen stiegen um 3,6 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Kreditbestände von Unternehmen wachsen weiter

In einem starken Wettbewerb untermauerte die Sparkasse Nürnberg ihre Position als führende Hausbank des regionalen Mittelstands. Die Kreditbestände von Unternehmen und Selbstständigen wuchsen weiter auf 3,1 Milliarden Euro (+ 3,1 %). Trotz der hohen Selbstfinanzierungskraft der Unternehmen und Selbstständigen steigerte die Sparkasse Nürnberg die Darlehenszusagen im gewerblichen Bereich insgesamt leicht auf 591 Millionen Euro (+ 0,6 %), wobei sich hier mit 339 Millionen Euro vor allem das Neugeschäft bei klassischen Unternehmensfinanzierungen erhöhte (+ 2,7 %). Die Risikolage im Kundenkreditgeschäft ist nach wie vor günstig.
Die Sparkasse Nürnberg begleitete 53 Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 13,4 Millionen Euro. Über 320 neue Arbeitsplätze konnten dadurch geschaffen oder erhalten werden.

Solides Ergebnis mit gestiegenem Provisionsüberschuss

Der erwartungsgemäß gesunkene Zinsüberschuss (- 2,1 %) konnte durch einen gestiegenen Provisionsüberschuss (+ 2,6 %) teilweise aufgefangen werden. Hier verlief vor allem das Immobilienvermittlungsgeschäft erfolgreich. Mit 268,0 Millionen Euro verringerten sich die Gesamterträge nur geringfügig (- 0,8 %). Auf der Kostenseite sank der Personalaufwand, während der Sachaufwand insbesondere durch regulatorische Kosten anstieg. Insgesamt blieb der ordentliche Aufwand mit 169,5 Millionen Euro nahezu konstant (- 0,2 %), ebenso die Cost-Income-Ratio (CIR) mit 62,9 Prozent (2015: 62,5 %).
Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag mit 98,4 Millionen Euro wie erwartet unter dem Vorjahreswert (- 1,9 %; 0,89 % der Durchschnittsbilanzsumme). Ein positiveres Bewertungsergebnis und ein nach den bereits 2015 bilanziell verarbeiteten Modernisierungskosten für das Gebäude Lorenzer Straße deutlich verbessertes Neutrales Ergebnis führten zu einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 72,8 Millionen Euro (+ 35,3 %).
Durch die weiterhin ordentliche Ertragslage konnte der Fonds für allge-meine Bankrisiken aufgestockt werden. Nach Abzug von Steuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 19,0 Millionen Euro (+ 1,6 %).

Leichter Personalrückgang im Plan

Zum Jahresende beschäftigte die Sparkasse Nürnberg 1.825 Mitarbeiter (- 65), darunter 131Auszubildende. Durch den Umbau des Filialnetzes sowie den vermehrten Einsatz digitalisierter Standardprozesse reduziert sich die Mitarbeiterzahl von 2015 bis 2019 über den Weg der Fluktuation wie angekündigt um zehn Prozent. Betriebsbedingte Kündigungen bleiben ausgeschlossen. Weitere Filialschließungen sind nicht geplant.

Über 17 Millionen Euro für die Region

Das gesellschaftliche Engagement über Stiftungen, Spenden und Sponsoring lag im Jahr 2016 bei 2,5 Millionen Euro. In Kooperation mit betterplace.org startete die Sparkasse Nürnberg im September die Online-Spendenplattform www.gut-fuer-nuernberg.de. Bis jetzt wurden darüber 258.000 Euro für 155 soziale Projekte gespendet.
Gewerbesteuern von fast 15 Millionen Euro und vom Verwaltungsrat zu beschließende Ausschüttungen an die kommunalen Träger kommen der Region auch dieses Jahr zugute.
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