Starker Wirtschaftsstandort Nürnberg

Zu Beginn des neuen Jahres zieht Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas Bilanz über die Wirtschaftsentwicklung der Stadt. Nürnberg hat in den vergangenen Jahren beim Bruttoinlandsprodukt kräftig zugelegt. Bei den Gewerbesteuereinnahmen war 2016 ein Rekordjahr seit der Jahrtausendwende. Gleichzeitig erreichte die Arbeitslosigkeit im Dezember 2016 mit 6,1 Prozent den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren. (Foto: Nicole Fuchsbauer)
NÜRNBERG (pm/nf) - Zu Beginn des neuen Jahres zieht Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas Bilanz über die Wirtschaftsentwicklung der Stadt: „Alle relevanten Kennzahlen weisen nach oben. Nürnberg hat in den vergangenen Jahren beim Bruttoinlandsprodukt kräftig zugelegt. Bei den Gewerbesteuereinnahmen war 2016 ein Rekordjahr seit der Jahrtausendwende. Gleichzeitig erreichte die Arbeitslosigkeit im Dezember 2016 mit 6,1 Prozent den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren.“

Dr. Fraas betont, dass Nürnberg im bundesweiten Vergleich der
15 größten deutschen Städte nach München und Stuttgart nun die drittniedrigste (!) Arbeitslosenquote hat. Mit den Dezember-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist Nürnberg in diesem Großstadtvergleich von Platz 4 auf Platz 3 aufgerückt. Beim Anteil der Beschäftigten im IT- und Kommunikationssektor an der Gesamtbeschäftigung teilt sich Nürnberg unter den 20 größten deutschen Städten mit München die Spitzenplätze. Beim Anteil der Beschäftigung in Industrie und verarbeitendem Gewerbe belegt Nürnberg im Vergleich der 20 größten deutschen Städte immerhin Platz 5. Hierzu sagt Wirtschaftsreferent Dr. Fraas: „Das sind beste Voraussetzungen im Zeitalter von Industrie 4.0, wenn es darum geht, die virtuelle digitale Welt und die reale Welt der Produktion zusammenzubringen.“ Herausforderungen und Schwerpunkte seiner Arbeit im Jahr 2017 aus wirtschaftspolitischer Sicht sieht Dr. Fraas darin, die digitale Transformation voranzutreiben, Nürnberg als Industriestandort weiterzuentwickeln und fit zu machen für Industrie 4.0, das Ökosystem für Gründungen und Start-ups zu verbessern und Gewerbeflächen zu sichern.
Dr. Fraas: „Die digitale Transformation betrifft alle Bereiche der Wirtschaft und Unternehmen jeder Größe – sei es in der Industrie, im Handwerk oder im Mittelstand. Wir wollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, sich für Digitalisierung und Industrie 4.0 fit zu machen.“

Dafür hat das Wirtschaftsreferat Nürnberg die Agenda Digitalisierung Nürnberg ins Leben gerufen. Die Agenda unterstützt durch Information, Beratung, Vernetzung und Technologietransfer ebenso wie durch den Ausbau von Infrastrukturen für Forschung und Entwicklung, für Gründungen und für schnelles Internet im Stadtgebiet. Eingebettet ist sie in eine Smart-City-Strategie, die sich den Zielen der Stadtentwicklung verpflichtet und die auf Vernetzung, Partizipation und transparente Kommunikation setzt.

Um Nürnberg als zukunftsfähigen Industriestandort weiterzuentwickeln, erarbeitet das Wirtschaftsreferat eine Strategie zur künftigen Positionierung als Industriestandort. Partner sind Kammern, Gewerkschaften, Verbände, Wissenschaft und Technologie-Cluster am Standort: „Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Arbeitswelt 4.0 und Zukunft der Mobilität bewegen die Unternehmen vor Ort. Hier müssen wir in einen engen Dialog mit Industrie und Gewerkschaften Lösungen zu erarbeiten. Es gilt, gemeinsam den Strukturwandel zu gestalten, industrielle Produktion am Standort zu erhalten und neue zu gewinnen. Denn die Industrie sorgt für hohe Wertschöpfung und Beschäftigung – auch bei Zulieferern, B2B- Dienstleistern und im Handwerk.“
Ein umfassendes Fachkräftemonitoring, das bereits angelaufen ist, soll Angebot und Bedarf an Fachkräften für wichtige Branchen in Nürnberg aufdecken. Im Jahr 2017 soll auf Basis des bereits vorgelegten Gewerbeflächengutachtens der Masterplan Gewerbeflächen fertiggestellt werden. Er definiert die Leitlinien, Handlungsschwerpunkte und Instrumente für eine nachhaltige Gewerbeflächenpolitik. Dabei soll erreicht werden, dass Gewerbeflächen vorausschauend für gewerbliche Ansiedlungen zur Verfügung stehen – für große wie kleine Unternehmen und Handwerk, für Dienstleistung wie für Produktion. Zudem soll ein integriertes Flächenmanagement auf den Weg gebracht werden, das alle Nutzungsansprüche zusammenschauend betrachtet.
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