Thema der Woche: Franken macht glücklich!

Prof. Dr. Christof Ehrhart (Direktor Konzernkommunikation und Unternehmensverantwortung), Jürgen Gerdes (Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel), Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, v.l.) (Foto: Deutsche Post/Kay Herschelmann)
 
Glücksatlas 2015. (Foto: Infografik/Deutsche Post)
Die Deutschen sind erstmals seit zwei Jahren wieder glücklicher, das ergab der ,,Deutsche Post Glücksatlas 2015"

REGION (pm) - Deutschland ist erstmals seit zwei Jahren wieder etwas glücklicher geworden. So hat die Zufriedenheit der Deutschen 2015 leicht zugenommen und liegt auf einer Skala von 0 bis 10 aktuell bei einem Wert von 7,02. Eine weitere gute Nachricht im 25. Jubiläumsjahr der deutschen Einheit ist, dass sich der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland beim Glücksempfinden weiter verringert hat und nur noch 0,15 Punkte beträgt. So gering war der Unterschied noch nie seit der Wiedervereinigung. Franken konnte aufholen und steht im ,,Glücksranking" auf Platz 5 der Regionen.


Spitzenreiter unter den 19 deutschen Regionen ist in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge Schleswig-Holstein, das seine Führung sogar auf 7,36 Punkte ausbauen konnte. Überraschend stark fällt der Aufstieg von Baden (7,22 Punkte) aus, das sich vom vierten auf den zweiten Platz verbesserte. Auch Franken (Platz 5) und Württemberg (Platz 7) zeigen, dass der Süden Deutschlands deutlich aufholt. Den dritten Platz behauptet Niedersachsen/Nordsee (7,17 Punkte), während Hamburg auf den 4. Platz zurückfällt. Die weiteren westdeutschen Regionen bilden das Mittelfeld. Die ostdeutschen Regionen konnten sich zwar verbessern, am stärksten das Vorjahres-Schlusslicht Brandenburg, das auf Platz 17 aufsteigt. Doch bilden sie weiterhin den hinteren Teil des Rankings. Letzter ist Mecklenburg-Vorpommern (6,67 Punkte), knapp hinter Sachsen-Anhalt (6,69 Punkte).

Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Arbeitszufriedenheit und Digitalisierung“ zeigt der „Deutsche Post Glücksatlas“ zum einen, dass die Zufriedenheit mit der Arbeit in Deutschland über Geschlechter und Generationen hinweg hoch ist. 69 Prozent der Berufstätigen geben auf einer Skala von 0 bis 10 einen Wert zwischen 8 und 10 für ihre Arbeitszufriedenheit an. Zum anderen veranschaulichen die Ergebnisse, wie sich die Digitalisierung auf die Zufriedenheit mit der Arbeit und die Work-Life-Balance auswirkt.
Dabei äußern sich die Berufstätigen überwiegend positiv zur Digitalisierung der Arbeitswelt, sehen sich aber teilweise auch in ihrer Lebensqualität und Arbeitszufriedenheit beeinträchtigt. 55 Prozent der Berufstätigen geben an, die Digitalisierung habe ihren Berufsalltag eher erleichtert, für 10 Prozent hat sie ihn erschwert. Für 71 Prozent ist die Kommunikation mit Kunden und Kollegen durch die neuen Technologien leichter geworden, und 61 Prozent der Berufstätigen meinen, sie seien dadurch produktiver. 57 Prozent bereitet es Freude, dass sich die digitale Technik ständig weiter entwickelt.
Gefragt wurde in der Erhebung auch nach der Einstellung der Generation Y (Jahrgänge 1980 bis 1995) zu ihrem Leben und ihrer Arbeit. Für 90 Prozent dieser Generation ist beruflicher Erfolg „wichtig“ bis „sehr wichtig“. Von allen Altersgruppen der Berufstätigen ist es der Generation Y am wichtigsten, im Beruf eigene Ideen verwirklichen zu können. Um sich beruflich weiter zu entwickeln, würden 26 Prozent der Generation Y ihren Job wechseln, bei den älteren Jahrgängen sind es nur 14 Prozent. Jeder Dritte der Generation Y würde für ein deutliches Gehaltsplus den Job wechseln, bei den Älteren ist es nur ein Viertel. In der sehr hohen Wertschätzung eines sicheren und langfristigen Arbeitsplatzes unterscheiden sich die Generationen aber kaum. „Die Generation Y strebt wie keine Generation zuvor nach individueller Freiheit und Verwirklichung im Beruf“, sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel der Deutschen Post DHL Group. „Als Arbeitgeber müssen wir diese Erwartungen unserer jungen Mitarbeiter im Arbeitsalltag noch stärker berücksichtigen. Das gilt auch für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle.“
Auffällig ist, dass sich aus Sicht aller Berufstätigen, vor allem aber der jungen Generation, beruflicher Erfolg und Familienleben nur schwer miteinander vereinbaren lassen. 68 Prozent der berufstätigen Frauen der Generation Y sind der Meinung, dass jemand, der mehr Zeit für seine Familie einfordert, sein berufliches Weiterkommen gefährdet.
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