Abflüsse und Rohre im Haushalt schützen

Ungeschützte Abflüsse verstopfen leichter. (Foto: Skitterphoto (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)
 
Backpulver kann gemeinsam mit Essig gegen leichte Verstopfungen helfen. (Foto: evitaochel (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

SERVICE (se/fi) - In jedem Haushalt spielt die Verwendung von Wasser eine wichtige Rolle. Beim Duschen, Waschen und auch Putzen ist nicht nur fließendes Wasser aus dem Hahn notwendig, sondern auch ein problemloser Abfluss der bereits verwendeten Flüssigkeit. Bleibt das Wasser in Waschbecken, Duschwanne und Toilette jedoch stehen oder läuft nur sehr langsam ab, liegt der Verdacht einer Verstopfung nahe. Sowohl Siphons als auch Rohre können von den hartnäckigen Blockaden betroffen sein. Wer sich dauerhaft vor Abflussverstopfungen schützen möchte, sollte vorbeugende Maßnahmen und Hausmittel kennen.

Verstopfungen der Abflüsse vorbeugen

Blockaden der Siphons und Rohre in den eigenen vier Wänden sind oft ein hausgemachtes Problem. Je nach Nutzungsart und Raum können sowohl Haare als auch Rückstände von Reinigungsmitteln und Schmutz Abflüsse blockieren. Ob es sich dabei um eine Verstopfung des Siphons oder des dahinterliegenden Rohrs handelt, ist für den Laien zunächst nicht erkennbar. Den großen Aufwand der Reinigung und Überprüfung können sich Privatpersonen häufig ersparen, indem sie Risikofaktoren kennen und entsprechend handeln. Die vorbeugenden Maßnahmen betreffen dabei vor allem den Abfluss von Duschwanne, Waschbecken und Co., denn hier gelangen die Verunreinigungen in das Rohr. Wer nicht vorsorgt, wird es oft schnell mit einer Verstopfung zu tun haben. Immerhin liegt der pro Kopf Verbrauch an Wasser in Deutschland laut einer Statistik schon seit Jahren bei etwa 120 Litern Wasser täglich.

Die erste Maßnahme, um Verstopfungen vorzubeugen, ist der Einsatz spezieller Schutzsiebe, die über den Abfluss gelegt werden können. Diese gibt es sowohl für Küchenspülen als auch für Waschbecken im Badezimmer und die Abflüsse von Badewanne und Dusche. Haare und Schmutz werden von diesen Sieben aufgefangen, bevor sie in das Rohr gelangen können. Es genügt hier, die eingesetzten Aufsätze regelmäßig zu reinigen und Siphon sowie Rohr bleiben geschützt. Insbesondere Personen mit Haarausfall sollten auch in der Badewanne und der Dusche über den Einsatz eines schützenden Siebes nachdenken.

Doch auch das allgemeine Verhalten aller Mitbewohner im eigenen Haushalt spielt bei der Vorbeugung von Verstopfungen eine wichtige Rolle. Gerade mit Kindern und Jugendlichen sollte daher eingehend über die Risiken verantwortungslosen Verhaltens gesprochen werden. Dabei ist es sinnvoll, allgemeingültige Regeln für alle Haushaltsmitglieder zu vereinbaren und deren Einhaltung regelmäßig zu überprüfen. Zu diesen Regeln gehört unter anderem:


  • In der Toilette dürfen nur übliche Mengen an Toilettenpapier entsorgt werden.

  • Kleine Utensilien wie Schmuck und Haarklammern dürfen nicht im Waschbecken aufbewahrt werden.

  • Haare in der Duschwanne und in Waschbecken werden mit den Händen entfernt.

  • Speisereste in der Küchenspüle müssen nach dem Abwasch mit einem Küchentuch entsorgt werden.

  • Dinge wie Gips, Eiklar oder auch Kleber dürfen nicht über den Abfluss entsorgt werden und gehören direkt in den Hausmüll.



Halten sich alle Bewohner an diese Regeln, bleiben Abflüsse und Rohr geschützt und die Wahrscheinlichkeit hartnäckiger Verstopfungen und Blockaden sinkt.

Hausmittel gegen leichte Verstopfungen der Abflüsse

Trotz aller Vorsicht kann es in jedem Haushalt zu einer Verstopfung des Siphons kommen. Fett, das beim Duschen und Händewaschen in den Abfluss gelangt, kühlt im Rohr ab und kann sich hier verfestigen. Hiervor schützen auch die bereits erwähnten Siebe nicht, denn sie lassen das flüssige Fett hindurch. Sobald jemand eine Veränderung des Ablaufverhaltens erkennt, ist schnelles Handeln gefragt. Je zügiger eine beginnende Verstopfung behandelt wird, desto leichter lässt sich das Problem beseitigen. Nicht selten greifen Frauen und Männer hier zu chemischen Rohrreinigern. Diese jedoch sind nicht in jedem Fall die richtige Wahl. „Je nach Art der Verstopfung und je nach Dosierung kann es vorkommen, dass sie den Abfluss nicht befreien, sondern einen betonartigen Klumpen aus den Verstopfungen herstellen.“ (Quelle: http://www.wasser-und-abwasser.de/abfluss/verstopfter-abfluss.html) Außerdem stellen chemische Reinigungsmittel in Haushalten mit Kindern und Tieren ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Wer diese dennoch verwenden möchte, sollte sie stets an einem sicheren Ort aufbewahren.

Als wirksames Hausmittel gegen leichte Verstopfungen gilt eine Mischung aus Backpulver und Essig. Hierfür werden etwa dreißig Gramm Backpulver in den Abfluss gestreut und mit knapp 100 Millilitern Essig übergossen. Der Abfluss muss anschließend sofort verschlossen werden. Im Inneren des Rohres sind dann zischende Geräusche zu hören. Sobald diese verstummen, muss mit heißem Wasser nachgespült werden.

Auch das Bearbeiten des Abflusses mit einer Saugglocke kann gegen leichte Blockaden helfen. Hier ist es jedoch wichtig, dass ein blockiertes Waschbecken während der Behandlung mit Wasser gefüllt sein sollte. Lässt sich die Verunreinigung so lockern, ist die Verstopfung in de Regel schnell behoben.

Bei großen Problemen muss der Profi ran

Es kann vorkommen, dass sich trotz der Anwendung von Hausmitteln keine Besserung der Verstopfung zeigt. Dann liegt die Blockade zumeist so tief im Rohrsystem, dass eine Behandlung von Außen kaum mehr wirkt. Vor allem die Konstruktion der Rohre spielt hier eine Rolle, denn manche Systeme sind etwas anfälliger für Verstopfungen als andere.

Bei einer starken Blockade der Rohre hilft oft nur noch das Hinzuziehen eines professionellen Rohrreinigungsunternehmens. Hier sollten die Betroffenen jedoch mit Vorsicht vorgehen, denn so mancher Anbieter will aus der Not seiner Kunden Profit schlagen. Allzu hohe Stundensätze und Zusatzgebühren bei Notfällen lassen dann schnell horrende Kosten auf den Plan treten, die die Haushaltskasse belasten. Es lohnt sich daher, nach Unternehmen zu suchen, die ihre Preispolitik transparent gestalten und schon vor der Beauftragung alle Kundenfragen bereitwillig beantworten. Will ein Anbieter keine Auskunft erteilen, sollten Betroffene sich nach einem alternativen Dienstleister umsehen.

Der Vorteil eines professionellen Anbieters für Rohrreinigung liegt in dessen Ausstattung. Die meisten Unternehmen verfügen über Profi-Equipment wie Spiralen und Druckluftreiniger, mit einen auch tiefliegende Blockaden schneller gelöst werden können. Handelt es sich bei der Verstopfung um ein ständig wiederkehrendes Problem, sind fachkundige Dienstleister außerdem dazu in der Lage, das weitere Vorgehen zu besprechen und Veränderungen am Rohrsystem zu empfehlen.
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