Augen auf an der Zapfsäule

Falsch getankt? Hier ist der Fachmann bzw. die Fachfrau aus dem Kfz-Meisterbetrieb gefragt. Foto: ProMotor

Bei Falschbetankung Motor nicht starten

(ProMotor) - Geträumt und unachtsam zur falschen Zapfpistole gegriffen – mehr als 5.000 Autofahren passierte 2012 dieses Missgeschick.


Und es kann jedem widerfahren, denn die Benzin-Zapfpistole passt auch in den Einfüllstutzen eines Diesel-Fahrzeugs. Bei Benzinern hingegen schützt eine dickere Dieselzapfpistole vor Verwechslung.
Nur wenige Liter des falschen Kraftstoffs im Dieseltank genügen, um die Pumpe-Düse-Einspritzanlagen zu beschädigen. Im schlimmsten Fall verursacht das Benzin-Diesel-Gemisch sogar einen Motorschaden.
Diesel besitzt spezielle Schmiereigenschaften, die ein Blockieren des Einspritzsystems verhindern. Bereits geringe Beimischungen von Benzin lassen diesen schützenden Schmierfilm reißen. 
Wer die Falschbetankung rechtzeitig bemerkt, sollte auf keinen Fall den Motor starten - auch wenn der nä?chste Kfz-Betrieb in der Nähe ist. Ist der Dieselmotor bereits mit dem Diesel-Benzin-Gemisch gestartet worden, kann es zum heftigen Nageln und Stottern des Motors oder Folgeschäden kommen. 
Das Auspumpen des Tanks und eine Tank-Reinigung reichen dann nicht. Alle Teile, die mit dem Diesel-Benzin-Gemisch in Berührung gekommen sind, müssen eventuell ausgetauscht werden. Die Wahl des falschen Kraftstoffs gilt übrigens als reiner Bedienungsfehler. Versicherungen, Mineralölkonzerne und Autobauer kommen daher für die Unachtsamkeit der Autofahrer nicht auf.





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