Damit Immobilien als Geldanlage nicht zur Falle werden

Die Immobilie - in Bayern eine sichere Geldanlage. (Foto: pixabay© icke1204 (CCO Public Domain))
 
Erst unterschreiben, wenn alles Vertragsdetails wie Zinsen und Laufzeit bekannt sind. (Foto: pixabay© edar (CCO Public Domain))
 
Schlüsselfertige Immobilien sind rentabel. (Foto: pixabay© geralt (CCO Public Domain))

SERVICE (se/fi) - Immobilien gelten als wertvolle Geldanlage, da sie langfristig an Wert gewinnen. Vor allem wenn sie in attraktiven Umgebung wie z.B. Schwaig bei Nürnberg gekauft werden, können sie beachtliche Mehreinnahmen bescheren. Immobilien überleben Inflationen und Wirtschaftskrisen, sie sind sicher vor Pleiten oder Insolvenzen geschützt. Die Deutschen investieren mittlerweile die Hälfte des privaten Vermögens in Immobilien. Knapp 19 Millionen Haushalte verfügen über eigenen Grundbesitz. Das liegt daran, dass bezahlbarer Wohnraum knapper wird und die Mietkosten in den Großstädten weiter ansteigen. In den letzten fünf Jahren stieg der Index für den Kauf eines Hauses nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von 103,9 auf 119,3 Punkte. Dank der niedrigen Zinsen, die es derzeit gibt, lohnt sich die Immobilie als Anlagenform. Allerdings sollten Käufer einige Tipps beachten, damit die Geldanlage nicht zur Kostenfalle wird.

1. Mögliche Zinssteigerung einplanen

Vor Kurzem hat die US-Notenbank den Leitzins angehoben. Das bedeutet für die Verbraucher, dass die Zinsen im Kreditbereich der Immobilien wahrscheinlich ansteigen. Wer auf Immobilien als Geldanlage setzt, muss sich darauf einstellen, dass er nach der Zinserhöhung mehr für den Baukredit zahlen muss und sich auch die monatlichen Raten erhöhen können. Noch ist nicht klar, ob und wann die Europäische Zentralbank eine Zinssteigerung durchführt. Finanzexperten raten Verbrauchern, die mögliche Zinserhöhung mit in die Finanzplanung einzubeziehen, damit sie die Kosten stemmen können. Wer eine Anschlussfinanzierung benötigt, weil er schon einen Immobilienkredit hat, sollte sich jetzt nach günstigen Angeboten umsehen. Verbraucher, die einen Kredit aufnehmen wollen, sollten nach Geldanlagen mit fester und langer Zinsbindung suchen, sodass sie auch nach der Zinssteigerung von den Niedrigzinsen profitieren und ihre Schulden schneller abbauen können. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Abzahlung eines Hauskredits bis zu 30 Jahre dauert, lässt sich bei vorausschauendem Vorgehen einiges an Geld sparen.

2. Rendite bei langfristen Anlagen lohnenswert

Wer sich für eine Immobilie als Investition entscheidet und sich die Zeit nimmt, das passende Objekt zu finden, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie nur langfristig sinnvoll und lohnenswert ist. Als Altersvorsorge alleine sollte der Hauskauf nicht infrage kommen, doch die Mieteinnahmen, die sich aus dem Objekt ergeben, stellen in vielen Fällen eine gute Rendite dar. Sie hängt von den Nebenkosten, den Zinskosten, der Tilgung, den Mieteinnahmen und der Form der Baufinanzierung ab. Die Rendite lässt sich im Vorfeld mit einem Kapitalanlagenrechner errechnen. Bereits bei einer bescheidenen Investitionsgröße kann die Geldanlage Vermögen aufbauen. Dabei hilft eine Zwei-Säulen-Vorsorgestrategie, die, neben weiteren Aspekten zur Rendite, unter dem Link www.estador.de/rendite/immobilien.html näher beschrieben wird.

3. Sondertilgungen nutzen

Verbraucher, die schon eine Immobilie abbezahlen, sollten den 31. Dezember 2015 nicht verschlafen. Denn bis zum Ende dieses Jahres können sie eine Sondertilgung nutzen. Einmal jährlich steht Kreditnehmern diese außerordentliche Tilgung zur Verfügung. Die Sonderzahlung lohnt sich, weil dadurch die Summe der Restschuld sinkt und sich in der Folge positiv auf die Zinszahlung auswirkt. Die Verbraucher müssen in den kommenden Jahren weniger Zinsen zahlen, wenn sie in der Sondertilgung zwischen fünf und zehn Prozent der Darlehenssumme tilgen. Ihre Schulden zahlen sie damit schneller ab. In Zeiten des Niedrigzinses, wie es aktuell der Fall ist, lohnt sich die Sondertilgung besonders.

4. Vorsicht bei Immobilienauktionen

Es mag reizvoll sein, auf eine Auktion zu gehen und auf eine Immobilie zu bieten. Doch es handelt sich trotz niedriger Preise häufig nicht um Immobilienschnäppchen. Zwar können Kenner ein günstiges Haus erwerben, doch oft verstecken sich hinter dem niedrigen Kaufpreis teure Folgekosten.

Wer auf eine Auktion gehen will, sollte sich deshalb gut vorbereiten und informieren. In Amtsblättern oder im Internet stehen alle wichtigen Daten zu den angebotenen Objekten bereit. Wichtig ist, dass die Verbraucher im Vorfeld den Verkehrswert, das Wertgutachten, den Grundriss sowie den Gebäudezustand der Immobilie kennen und sich nicht alleine nach der Objektbeschreibung und den Fotos richten. Auch sollten die Käufer die Wohnrechte, die auf der Immobilie liegen, sowie die Hypotheken oder Baulasten, die bestehen, herausfinden. Denn diese beeinflussen den Wert des angebotenen Hauses.
Wenn Wohn- und Wegerechte existieren, darf der Käufer weder einziehen, noch das Grundstück für den öffentlichen Durchgang freigeben. Auch kann es passieren, dass die Rechte einen Abriss oder Neubau auf der Grundstücksfläche verhindern. Bei Eigentumswohnungen, die in einer Auktion angeboten werden, ist es notwendig, an der Versammlung der Eigentümerschaft teilzunehmen, um in Erfahrung zu bringen, an welche Beschlüsse der Neu-Eigentümer nach einem Kauf gebunden wäre.

Aufpassen sollten Verbraucher bei Zwangsversteigerungen. Sie sind nicht zu empfehlen, da diese Immobilien meist mit zahlreichen Hindernissen verbunden sind. Ohne eine vorherige Besichtigung sind typische Bauschäden außerdem nicht erkennbar. Um bei einer Auktion mitbieten zu dürfen, müssen die Käufer mindestens zehn Prozent an Eigenkapital mitbringen. Diese Summe muss im Vorfeld beim Amtsgericht hinterlegt werden.

5. Immobilien erwerben, wenn Eigenkapital vorhanden ist

Potenzielle Käufer sollten eine Immobilie erst kaufen, wenn sie Eigenkapital zur Verfügung haben und sich die Finanzierung leisten können. Dazu sollten sie im Vorfeld ermitteln, welche Raten sie sich jeden Monat leisten können. Da die Zinsen des Kredits von der Eigenkapitalhöhe abhängen, ist es ratsam, wenn die Verbraucher mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Anzahlung aufbringen können. Die Käufer sollten sich zudem einen Finanzpuffer anlegen und sich gegen Risiken, wie zum Beispiel gegen Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit, absichern. Ein regelmäßiges Einkommen sollten sie ebenfalls gewährleisten können. Wer bauen will, anstatt eine fertige Immobilie zu kaufen, sollte sich mit dem Thema „schlüsselfertig bauen“ beschäftigen. Diese Bauweise ist in der Regel kostengünstiger.
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