Das Bad als Wellness-Oase

Die Funktion des Bades hat sich nachhaltig verändert: Diente es noch vor ein, zwei Jahrzehnten ausschließlich als Ort zur Körperreinigung und zum Abstellen für die Waschmaschine, so wünscht man es sich heute als „Wellness-Tempel“, in dem Entspannung und Regeneration im Mittelpunkt stehen.

Dabei spielt die Größe zunächst keine Rolle. Zwar ist es ideal, ein großzügiges, lichtdurchflutetes Bad zu haben, doch auch aus ein paar Quadratmetern lässt sich mühelos ein Ort zum Relaxen machen. Ist Platz für eine Badewanne, so kann man auch eine Wanne mit Sprudel- und Massagedüsen einbauen – und schon verfügt man über einen attraktiven Whirlpool. Und selbst wenn der Platz für eine Wanne fehlt, kann man eine moderne Duschsäule mit Wellness-Ausstattung installieren. Eine solche Duschpaneele lässt sich auf Wunsch – z.B. in einer Mietwohnung – auch in eine bereits bestehende Duschkabine einbauen.

Größe allein garantiert kein Traumbad

Wer jetzt neu baut, sollte dem Bad bereits in der Planungsphase entsprechenden Platz einräumen. Und auch, wer ein Haus oder eine Wohnung modernisiert, sollte sich überlegen, ob das „alte“ Bad durch Veränderung des Grundrisses an die geänderten Ansprüche angepasst werden kann. So kann es beispielsweise Sinn machen, das bisherige Bad in dem möglicherweise nicht mehr benötigten Kinderzimmer unterzubringen oder das bereits bestehende Bad mittels einer bisher angrenzenden Abstellkammer zu erweitern.

Nur die Größe garantiert dabei jedoch noch nicht das gewünschte Traumbad. Gerade in einem großflächigen Bad sind die Aufteilung und die verwendeten Farben ganz entscheidend für die erwünschte Wohlfühl-Atmosphäre. Unterstützung bei der Raumplanung finden Neu- oder Umbauwillige beispielsweise bei interaktiven Badplanern, die von einigen Sanitärherstellern angeboten werden. Auf diese Weise lassen sich am Computer bereits unterschiedliche Lösungen „durchspielen“ – von der Badewanne mit Whirlpool-Funktion über die Wellness-Dusche mit Regenbrause bis hin zu Dampfbad und Saunakabine.

Bei der Planung auf Fenster achten

Was bei der Planung in keinem Fall vernachlässigt werden sollte, sind Fenster. Diese tragen ganz wesentlich zum Wohlfühl-Charakter im Bad bei. Doch nicht nur das: Wenn das WC im Bad untergebracht ist, sind Fenster eigentlich ebenso unerlässlich wie in einem Wellness-Bad mit Dampfdusche und Whirlpool. In diesem Fall sind Fenster sogar ein absolutes Muss. Denn der dabei entstehende Dampf verflüssigt sich an Wand und Decke und kann dort zur Bildung von gesundheitsgefährdendem Schimmel führen.

Eine alternative Lösung, um Tageslicht in ein fensterloses Bad zu bringen, ist – wenn die baulichen Voraussetzungen dies zulassen – ein Lichtkamin, bei dem verspiegelte Röhren das Licht vom Dach bis zum Deckenauslass transportieren.


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