Das eigene Zuhause in ein Filmstudio verwandeln: Selber einen Animationsfilm drehen

Regisseur im eigenen Film werden - Das ist heute gar nicht mehr so schwierig. (Foto: © BillionPhotos.com - Fotolia.com)

SERVICE (sh/fi) - Nicht nur bei Kindern sind sie seit Jahren der absolute Liebling auf den Kinoleinwänden: Animationsfilme. Das zeigen die Erfolge von Filmen wie Toy Story, Findet Nemo und Ice Age. Hinter der Produktion dieser Blockbuster steckt aufwändige Computertechnik. Doch auch zu Hause lassen sich kleine Animationskunstwerke erstellen.

Stop-Motion ist die einfachste Trickfilmtechnik

Das wird möglich durch die sogenannte Stop-Motion-Technik, wie sie unter anderem auch bei früheren Filmen wie Wallace und Gromit angewendet wurde. Dabei werden vorher angefertigte Figuren und Objekte von Szene zu Szene nur millimeterweise bewegt und fotografiert. Am Ende werden diese einzelnen Sequenzen dann am Computer zu einem ganzen Film zusammengefügt.

Drehbucherstellung und Basteln der Figuren

Um selber einen Stop-Motion Animationsfilm zu erstellen ist es zunächst wichtig, ein eigenes Drehbuch zu entwickeln. In diesem Drehbuch sollte die genaue Handlung des Films, sowie eine detaillierte Beschreibung jeder Filmsequenz vorhanden sein. Bei der Entwicklung der Geschichte sind dabei der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Anschließend müssen die einzelnen Figuren des Films gebastelt werden. Als Material bietet sich dafür Knete an, da sie leicht formbar und immer wieder veränderbar ist. Zur Befestigung der Knete kann beispielsweise Draht verwendet werden.

Fotografie und Computerbearbeitung

Nach dem Basteln der Figuren steht das Fotografieren an. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Kamera bei jedem Foto den gleichen Blickwinkel auf die Szenerie hat. Deshalb empfiehlt es sich zum Fotografieren ein Stativ zu benutzen, das garantiert immer in der gleichen Position bleibt. Nachdem alle Fotos für den Film gemacht wurden geht es an die Bearbeitung des Materials mit dem Computer.
Mittlerweile gibt es viele verschiede Anbieter, die passende Software zum Erstellen von Animationsfilmen mit Stop-Motion-Technik kostenlos zur Verfügung stellen. Diese Programme sind selbstverständlich nur für den Hobbybereich gedacht. Sollten Sie an einer professionellen Videoproduktion interessiert sein können Sie hier mehr erfahren. Bei der Auswahl des Programms ist vor allem drauf zu achten, dass die einzelnen Funktionen verständlich sind. Unerfahrene Benutzer sollten deshalb auf jeden Fall ein Schnittprogramm mit deutscher Spachauswahl verwenden. Im Programm werden alle Bilder hintereinander geschnitten und dann in schneller Geschwindigkeit abgespielt. Dadurch entsteht durch die einzelnen Bewegungsunterschiede der unterschiedlichen Fotografien der Eindruck, dass sich die Figuren und Objekte tatsächlich bewegen.
Nachdem der Film fertig geschnitten ist geht es an die Vertonung. Dabei kann entweder eine passende Musik ausgewählt werden oder eine eigne Tonspur eingesprochen werden. Beim Einfügen der Audiodateien hilft meist das jeweilige Schnittprogramm.

Fertigstellung des Films

Sind alle Schritte zur Bearbeitung des Films abgeschlossen, muss der fertige Streifen in ein passendes Videoformat exportiert werden. Dafür bieten sich vor allem die Formate wie „avi“ oder „wmv“ da sie von nahezu allen Geräten erkannt und verarbeitet werden können. Der fertige Film kann dann auf eine DVD gebrannt oder auf einem USB-Stick gesichert werden.
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