Die Nebenkosten: Ein wichtiger Faktor bei der Finanzierung einer Immobilie

Beim Kauf des eigenen Heims sollten auch die Nebenkosten berücksichtigt werden. (Foto: © pixelkorn - Fotolia.com)

SERVICE (sh/fi) - Eine Entscheidung fürs Leben: Der Kauf einer Immobilie ist ein großer Schritt. Daher ist eine genaue Information vor jedem geplanten Immobilienkauf für den interessierten Käufer oder Bauherr enorm wichtig. So sollte bei der Planung und Finanzierung eines Objektes eine intensive Recherche erfolgen, die alle relevanten Kosten mit einbezieht. Dabei ist nicht nur der reine Kaufpreis allein entscheidend, sondern es gibt neben diesem wesentlichen Faktor auch eine ganze Reihe anderer Kriterien zu beachten.

Ein wichtiger Punkt im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie oder eines Baugrundes sind sicherlich die Kaufnebenkosten. Also die Kosten, die bei dem Erwerb des erzielten Objektes neben den Kaufkosten zusätzlich noch anfallen. Diese sind dabei ein nicht zu unterschätzender Faktor, der in einem eng gesteckten Budget unter Umständen ausschlaggebend sein kann. Als Richtwert gilt, dass in etwa 10% des vorherigen Kaufpreises an Nebenkosten hinzukommen. Um die Kosten im jeweiligen Einzelfall besser einschätzen zu können, kann ein guter Nebenkostenrechner ein wertvolles Hilfsmittel sein.

Die Nebenkosten – Wie können die Kosten eingeschätzt werden?


Damit unangenehme und planungsrelevante Überraschungen möglichst ausbleiben und der Bauherr oder Immobilienerwerber sich in Ruhe mit der weiteren Planung des Objektes beschäftigen kann, ist eine übersichtliche Aufstellung aller möglichen auftretenden Kosten von enormer Wichtigkeit. Schließlich kann eine aufwändige Nachfinanzierung des Objektes schnell nochmal zusätzlich ein großes Loch in den Geldbeutel reißen. Auch die Nutzung eines Nebenkostenrechners ist, wie oben bereits erwähnt in diesem Zuge eine gute Methode um mehr Klarheit in der Finanzierungsfrage zu schaffen und im Zweifel mögliche Reserven und Puffer in die Finanzierungspläne zu integrieren.

Die Nebenkosten – Welche Kosten gehören zu den Nebenkosten?

Zunächst ist im Zuge der Nebenkosten bei dem Erwerb einer Immobilie oder eines Baugrundstückes die Grunderwerbssteuer ein großer nennenswerter Faktor. Sie wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich erhoben und fordert in der Regel einen Prozentsatz von 4,5-6.5 Prozent des Kaufpreises. Die Grunderwerbssteuer macht somit bereits einen großen Anteil der Nebenkosten aus.

Die Nebenkosten - Sonderfälle der Grunderwerbssteuer

Ausnahmefälle der Grunderwerbssteuer bilden dabei Kaufverträge innerhalb familiärer Verhältnisse. So sind Erwerbe von direkten Verwandten von der Grunderwerbsteuer befreit. Dazu zählen in der Regel Ehepartner und die eigenen Kinder. Jedoch sind Vettern und Cousinen, sowie Onkel und Tanten von dieser Regelung ausgenommen. Zudem sind Kleistbeträge bei dem Kauf von Immobilien und Baugrund ebenfalls steuerfrei, vorausgesetzt es handelt sich dabei um einen Kauf von unter 2500€. Etablierte Fälle sind hierbei der Zukauf von wenigen Quadratmetern Baugrundes von anliegenden Nachbarn.
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