Die Trends des Jahres 2016: Pokemon Go, VR-Brillen, Hipster-Bärte & Co.

Ein alter Bekannter wurde mit moderner Technik zum Trend des Jahres. Mit der App Pokémon GO wurden im Sommer überall auf der Welt japanische Taschenmonster gefangen. (Foto: Wachiwit - 450974281 / Shutterstock.com)

SERVICE (pl/fi) - Jedes Jahr setzt andere Akzente. Was den Konsum, die Mode, die Freizeit und dergleichen mehr betrifft. Wir essen schwarze Samen, die gegen alles helfen soll, was Unheil bringt, tragen noch längere Bärte und haben im Sommer längst tot geglaubten Monstern hinterhergejagt. Wir sind bei Snapchat statt Facebook, setzen uns Brillen auf, die einem Science-Fiction-Film entstammen könnten, und frönen dem Glücksspiel. Und wer weiß, was noch kommt. Das Jahr ist noch lange nicht vorbei.

Pokémon GO

Wer hätte gedacht, dass die längst vergessenen Monster der 90er-Jahre nochmal die ganze Welt bewegen würden - im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem das erste Videospiel mit Pikachu, Woingenau und Co. veröffentlicht wurde, folgte 1996 die Anime-Fernsehserie, die die japanischen Fantasiewesen auch hierzulande berühmt machte. Kaum vorstellbar, aber ein Sammelkartenspiel war der Renner auf den Schulhöfen. Außerdem gab es nicht weniger als 18 Kinofilme.

Kern der Pokémons: Sie können von Spielern gefangen, gesammelt und trainiert werden. Und genau das griff die 2016 zum absoluten Hit gewordene App wieder auf. Der Clou: Die Pokémons werden in freier Wildbahn gefangen, also draußen. Und so verließen plötzlich Millionen verrückter Sammler ihre Wohnungen um mit gesenktem Kopf auf Monsterjagd zu gehen. Auf dem Feld, in der Stadt, im Einkaufszentrum. Immerhin ist es Pokémon GO auf diese Weise gelungen, ein digitales Spiel mit Bewegung zu verknüpfen. Ein unglaublicher Hype, der nicht zuletzt durch das internationale Medienecho ausgelöst wurde.

Hipster-Bärte

Pokémon GO war auch unter Hipstern höchst beliebt. War, denn der Hype ist vorbei und die Nutzerzahlen sind rückläufig. Das mag auch am zunehmend mieseren Wetter liegen oder einfach daran, dass das Sommerloch vorbei ist. Was geblieben ist, sind aber die Bärte der männlichen Spieler. Der Barttrend ist 2016 erwachsen geworden. Ein männliches Gesicht ohne Flaum fast schon exotisch. Der Dreitagebart ist das Minimum. Je dichter und länger der Bart, desto hipper. Die Barbershops haben die Nagelstudios abgelöst. Bartpflegeprodukte haben andere Kosmetik-Produkte aus den Regalen verdrängt. Wer noch nicht dabei ist, kann den Bart ruhig wachsen lassen. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht.

Casino-Games

2016 ist die Welt politisch wieder ein Stück weiter aus den Fugen geraten. In Zeiten politischer Unsicherheit flüchten sich die Menschen naturgemäß in Ablenkung und Heimeligkeit. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Casino-Games 2016 im Internet enorm an Beliebtheit gewonnen haben. Laut Online Casino Experte Peter Brandt, seien die klassischen Slot Machines beliebter denn je. Laut Brandt hat sich vor allem Book of Ra zu einem Publikumsliebling entwickelt. Das alte Ägypten wurde bei diesem einarmigen Banditen in digitaler Form perfekt aufbereitet und entführt die Spieler in die Zeit der Pharaonen. Und auch die Trends für 2017 hat der Experte bereits verraten: Slot Lost Vegas und Slot Taco Brothers.

Superfoods

Kulinarisch gibt es jedes Jahr viele Trends. Nach dem Smoothie sind es 2016 die Superfoods. Superfoods sind gesund, weil sie wertvolle Inhaltsstoffe und meist wenig Kalorien liefern. Das trägt dem Trend der bewussten Ernährung Rechnung. Manchen wird sogar nachgesagt Krankheiten zu heilen. Erwiesen ist das selten. Zu den Superfoods gehört nach wie vor die beliebte Avocado. Der Trend 2016 waren aber die Chia-Samen, die selbst eigentlich relativ geschmacklos sind, ihrer Bestandteile wegen aber einfach unter alles gemischt werden, was nicht bei drei im Mund landet. Chia-Samen sind mittlerweile so beliebt, dass sie selbst zum Standartsortiment von Aldi und Co. gehören.

Snapchat

Die Jugend hat sich 2016 weiter von Facebook, dem größten sozialen Netzwerk der Welt, entfremdet. Viele Accounts wurden gelöscht, vermutlich weil schon längst die Eltern auf Facebook Einzug gehalten haben. Und das ist natürlich alles andere als cool. Die neue Spielwiese heißt Snapchat. Im Vordergrund der Snapchat-Kommunikation stehen Fotos und Videos. Mit Filtern kann man Gesichtern beispielsweise Teufelsohren verpassen. Diese Spielerei kam so gut an, dass mittlerweile auch Instagram und Co. nachgezogen haben.

Das Alleinstellungsmerkmal beim Start der App war allerdings die Tatsache, dass sich Bilder nach einer zuvor definierten Sekundenzahl automatisch selbst zerstören. So konnte man Faxen machen ohne befürchten zu müssen, die lustigen aber möglicherweise unvorteilhaften Bilder würden für immer in den Weiten des World Wide Webs schweben. Konkurrent Facebook hingegen, der Snapchat übrigens für viel Geld kaufen wollte, machte 2016 vor allem negative Schlagzeilen. Mit mangelndem Datenschutz und unerwünschten Hasspostings.

Virtual Reality

Der Technik-Trend des Jahres heißt Virtual Reality. Ein Smartphone, das ohnehin jeder besitzt, und eine der neuen VR-Brillen genügen, um sich in eine virtuelle Welt entführen zu lassen. Und so kann man zu Hause beispielsweise Städte entdecken, ganz so als sei man da. In 360 Grad und hochauflösend. Jede Bewegung des Kopfes zeigt einen neuen Ausschnitt der Stadt, so wie man es eben auch in der Realität wahrnimmt, wenn man sich umschaut.

Die für den Spaß benötigen VR-Brillen gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle und für jeden Geldbeutel. Den Trend auszuprobieren kostet kaum noch Geld. Eine Brille kann man schon für 20 Euro erstehen, oder man bastelt sie sich einfach selbst. Das Internet wimmelt nur so vor VR-Anwendungen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und weil sich alles VR-tauglich machen lässt, sehen Trendforscher für Virtual Reality eine große Zukunft. Es ist kein verrückter Spaß für Gaming-Fanatiker. Vor allem auch nicht-mobilen Senioren könnte die Technik ein Stück Freiheit zurückbringen. Wir dürfen gespannt sein, was sich in diesem Sektor noch tut.
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