Drucker-Patronen: Wissenswertes rund um Varianten und Auswahl

Ein Laserdrucker verwendet Farbpulver zum Drucken. (Foto: pixabay.com © Magnascan (CC0 Public Domain))
 
Die 3D-Drucktechnologie steht in den Starlöchern. (Foto: pixabay.com © realworkhard (CC0 Public Domain))

SERVICE (se/fi) - Natürlich braucht ein Drucker Strom und erhält diesen durch ein Stromkabel und die Steckdose. Auch kann ein Drucker via Kabel mit dem Computer verbunden werden oder man setzt auf W-LAN als Alternative. Doch das wichtigste Druckerzubehör ist natürlich Toner bzw. Tinte. Je nach Modell, Marke und Art des Druckers gibt es bei der Anschaffung von neuen Drucker-Patronen einiges zu beachten.

Das Gerät entscheidet über die Farbzufuhr

Grundsätzlich gilt: Die Art des Druckers im Betrieb, im Home Office oder im Privatbüro entscheidet darüber, welche Art von Farbe angeschafft werden muss, damit der Drucker einwandfrei funktioniert. Während der Tintenstrahldrucker das braucht, wonach er auch benannt ist – nämlich Tinte – arbeitet der Laserdrucker mit einem Toner. Die wichtigsten Kaufkriterien für Tinte und Toner sind:
- Besitzer von Tintenstrahldruckern sollten auf pigmentierte Farben setzen, wenn sie viele Fotos drucken und Wert auf langanhaltende Farbbrillanz legen, denn die Alternativen sind UV-empfindlich und können schnell verbleichen.
- Im Toner, der für einen Laserdrucker gemacht ist, ist keine Tinte vorhanden, sondern ein pulveriges Farbmittel. Dieses Pulver wird unter circa 200 Grad Hitze aufs Papier gebracht. Vorteil: Tonerfarbe ist UV-unempfindlich. Nachteil: In Betrieben muss ein Feinstaubfilter die Staubbelastung minimieren.

Die Auswahl an Patronen und Tonern ist groß

Wer sich auf die Suche nach einer Tintenpatrone oder einem Toner macht, der hat nicht etwa nur diese zwei – gerätetechnisch bedingten – Unterscheidungsmerkmale, sondern kann aus einer Vielzahl an verschiedenen Varianten auswählen. Der Grund: Es gibt zahlreiche Unterkategorien und viele Angebote am Markt, die in der folgenden Übersicht dargestellt werden (vgl. prindo.de):

Für Tintenstrahldrucker
Original-Patronen: Mit den Original-Patronen des Drucker-Herstellers sind Sie immer auf der sicheren Seite: Sie sind vom Hersteller selbst gefertigt, haben eine hohe Qualität und passen in jedem Fall zum Gerät. Allerdings ist der Preis für Originalprodukte häufig sehr hoch.

Rebuilt-Patronen: Recycelte Tintenpatronen werden gereinigt, gewartet und neu befüllt. Dabei kommen sogenannte Rebuilt-Patronen heraus, die eine Alternative zur Originalpatrone sind.

Kompatible Patronen: Kompatible Patronen passen zwar, doch lassen sie häufig in punkto Qualität zu wünschen übrig. Die Imitate können problemlos funktionieren oder in der Druckleistung enttäuschen.

Refill-Patronen: Im Gegensatz zur Rebuilt-Tintenpatrone wird die Refill-Patrone lediglich gereinigt und neu befüllt. Das häufigste Problem, das hierbei auftreten kann, ist, dass die Druckleistung mangelhaft ist oder die Druckköpfe verstopfen.

Für Laserdrucker
Original-Toner: Eine Druckleistung von 10.000 Seiten ist bei einem Original-Toner vom Hersteller des Druckers bei Weitem keine Seltenheit, wohl aber ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Toner-Varianten. Auch hier gilt: Das Original ist die beste Wahl, aber auch die teuerste Variante.

Rebuilt-Toner: Ein recycelter Toner wurde nach der ersten Verwendung komplett auseinander genommen, gereinigt und erst dann wieder mit dem Pulver befüllt, das später für die Druckleistung verantwortlich ist. Laut einer deutschen Norm darf ein Toner genau viermal recycelt werden – und das darf auch nur dann passieren, wenn Schäden vermieden werden.

Kompatible Toner: Minderwertige Farbpartikel, Probleme beim Einsetzen der Toner (weil der Drucker diese nicht erkennt) oder unscharfe Drucke können die Folge sein, wenn der kompatible Toner eine mangelhafte Qualität aufweist.

Welche Marken sind die Marktführer?

Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort , denn Fusionen und Firmenverkäufe lassen nur sehr vage erahnen, wer eigentlich hinter welchem Markennamen steckt. Die neuesten Schlagzeilen macht der Hersteller Lexmark, der von einem chinesischen Konsortium übernommen werden soll. Beschlossen ist noch nichts, doch bei heise.de heißt es: “Eine Investorengruppe übernimmt den Druckerhersteller Lexmark. Die Gruppe um Apex Technology und PAG Asia Capital zahlen pro Aktie 40,50 US-Dollar; das entspricht einem 30-prozentigen Aufschlag auf Lexmarks Aktienwert Ende Oktober 2015 – zu diesem Zeitpunkt wurden die Verkaufsabsichten des Herstellers erstmals bekannt. Insgesamt würde Lexmark damit mit rund 3,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Sofern Lexmarks Aktionäre, die amerikanische Regulierungsbehörde und weitere Shareholder zustimmen, soll die Übernahme in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne gehen.“

Trends im Bereich der Druckbranche

Dass gerade die Druckbranche im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung auf neue Ideen und Trends angewiesen ist, erscheint alles andere als überraschend. Spannend ist in diesem Zusammenhang vor allem die 3D-Druck-Technologie, die erst im Jahr 2015 zu den Top-3 der strategischen, technischen Neuentwicklungen zählte. Ob dieser technische Trend nun der Druckindustrie nutzt, ihr schadet oder doch eher die Produktion von Verbrauchsgütern “revolutionieren” wird, wie die junge Welt schreibt, bleibt abzuwarten. Noch sei die Technik nicht ausgereift. Ad acta gelegt wird sie wohl dennoch nicht, denn schon heute können Prototypen und Kleinserien via 3D-Druck produziert werden.
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