Entwicklung der Augenheilkunde

Jeder Mensch verfügt über fünf Sinne – Hören, Tasten, Riechen, Schmecken und Sehen. Das Augenlicht ist dabei von besonderer Wichtigkeit, ist das Sehen doch praktisch das „Fenster zur Welt“. Rund 80 Prozent aller Sinneswahrnehmungen finden über die Augen statt.

Das Sehen an sich ist ein äußert komplizierter Prozess: Lichtstrahlen fallen ins Auge – dort werden Nerven angeregt, die wiederum Signale ans Gehirn senden, wo letztendlich das Bild entsteht. Dieser Prozess kann an verschiedenen Stellen gestört werden; der Sehnerv hat etwa eine Million Nervenfasern, der Hörnerv nur etwa 40.000. Hier setzt die Ophthalmologie, die Augenheilkunde, an. Sie ist eine der ältesten medizinischen Fachrichtungen, erste Erwähnung fand sie vor 3.600 Jahren. Im Codex Hammurapi, einer der ältesten Gesetzessammlungen der Welt, die auf König Hammurapi von Babylon zurückgeht, finden sich Regeln für Operationen am Auge. Weitere Hinweise auf Augenbehandlungen sind aus dem alten Griechenland und dem antiken Rom überliefert.

Entwicklung geht stetig weiter

Eine eigene Fachrichtung wurde die Ophthalmologie Anfang des 19. Jahrhunderts – bis dahin gehörte sie zur Chirurgie. Als erster in Deutschland unterrichtete der Braunschweiger Chirurg Carl Gustav Himly an der Universität Göttingen im Fach Augenheilkunde und prägte damit den Begriff „Ophthalmologie“.

Dank des technischen Fortschritts erlangten Experten immer mehr Wissen über das Auge selbst. Dadurch hat sich auch die Augenheilkunde stetig weiter entwickelt: von der Erfindung des Augenspiegels zur Betrachtung des Augenhintergrundes im Jahr 1851 über die Entwicklung der Keratoplastik (Hornhauttransplantation) 1905 bis hin zur ersten Laserbehandlung in den 1980er Jahren. Und der Fortschritt in der Augenheilkunde geht stetig weiter: Experten tüfteln an immer neuen Verfahren und Verfeinerungen, um den Traum vom perfekten Sehen bis ins hohe Alter wahr werden zu lassen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.