Erfindergeist für immer perfekteren Sound

Die Nadel tanzt über die Rille des schwarzen Vinyls, aus dem Lautsprecher erhellt ein leichtes Knacken in der Musik die Ohren. Nostalgiker erfreut noch heute der einzigartige Klang alter Schallplatten, auch wenn HiFi und Musikwiedergabe in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung genommen haben.

Vom Grammofon zum Plattenspieler

Im Jahre 1887 entwickelte Emil Berliner das erste Grammofon der Welt. Das reine Abspielgerät mit dem charakteristischen Aufbau-Trichter, aus welchem der Ton erklang, war der Vorreiter des Plattenspielers. Dessen Durchbruch begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Mit durchschlagendem Erfolg: Ab den 1920er-Jahren bis weit in die 1960er hatte die Schallplatte ein Quasi-Monopol als Tonträger. Erst mit der Erfindung der Kompaktkassetten verloren die schwarzen Scheiben ihre Vormachtstellung.

Aufnahmemedien für zuhause

Tonbandgeräte, die Voraussetzung für das Abspielen von Kompakt- bzw. Musikkassetten waren, zogen ab 1950 in die deutschen Haushalte. Ursprünglich als Diktiergerät konzipiert, wurde die Kassette im Laufe der Jahre immer beliebter. Erstmals war es für Jedermann möglich, zuhause eigene Aufnahmen dauerhaft zu speichern – der endgültige Durchbruch kam dann mit der Einführung des Walkmans: Das tragbare Abspielgerät zählte ab den 1980ern zu den Statussymbolen der Jugend.

Silberscheiben mit digitalem Sound

Die Einführung der Compact Disc (CD) ab Ende der 1970er Jahre stellte einen weiteren Meilenstein dar. Die dünnen Silberscheiben haben Platz für ganze Alben, ohne dass das Medium im Player gewendet werden muss. Durch die digitale Speicherart und das Ablesen der CD mit einem Laser gehört schlechte Tonqualität endgültig der Vergangenheit an. Kosteten die ersten Discs damals noch bis zu 45 DM, sank durch Massenproduktion der Preis stetig. Heute werden in Deutschland immer noch jährlich bis zu 100 Millionen Stück verkauft. Als Speichermedium für jegliche Art von Daten sind sie bei Musikfans ebenso beliebt wie bei Computernutzern.

MP3 – fränkisches Know-how


Hätten Sie es gewusst? Wenn Sie in ihrem Smartphone oder MP3-Player Musik hören, haben Sie ein Stück fränkische Erfindergeschichte in der Hand. Schließlich wurde der heute beliebte Standard MP3 am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt. Datenmengen müssen seither nicht mehr auf Trägermedien übertragen und in einem Abspielgerät wiedergegeben werden, das Musikstück wird komprimiert direkt auf dem Player gespeichert. Dadurch ist eine große Menge, manchmal mehrere Hunderte Lieder, auf einem Gerät speicherbar. Der Siegeszug des MP3-Formats ist eng verknüpft mit der Entwicklung des iPods. Rund 5,7 Millionen MP3-Player werden aktuell im Jahr in Deutschland verkauft.


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