Forscher stellen effiziente Glühlampe vor: Comeback der Glühlampe?

Vielen fehlt sie: Die gute alte Glühlampe. (Foto: Pixabay.com)
 
(Foto: Pixabay.com)

SERVICE (le/fi) - Erlebt die klassische Glühbirne bald ein Comeback? Amerikanische Forscher haben es geschafft, dass die unerwünschte Wärmestrahlung recycelt wird. Die Wärme wird abgefangen und in weiterer Folge auf den Glühdraht geleitet, sodass die Wärme zum Glühen beiträgt. Somit erhöht sich die Lichtausbeute auf 40 Prozent. Diese "Lichtausbeute" ist höher als bei so manchen Energiesparlampen oder LEDs. Doch es wird wohl noch Jahre dauern, bis die "Glühlampe 2.0" auf den Markt kommt. Es fehlen noch zahlreiche Tests, wobei die Forscher überzeugt sind, dass die neue Technologie auch weitere Leuchtmittel schaffen und bereits bestehende Alternativen verbessern kann.

Feiert die Glühlampe doch noch ein Comeback?

Viele Verbraucher trauern um ihre Glühlampen – obwohl es sogar noch Restbestände gibt. Die Glühlampen sorgten für ein besonders warmes Licht und überzeugten mit voller Farbqualität - hier können die klassischen Energiesparlampen, LEDs und Halogenleuchten nicht mithalten. Doch leider hat die Glühbirne einen großen Nachteil gegenüber den neuen Produkten: Glühbirnen sind ineffektiv und strahlen 90 Prozent der Energie als Wärme ab. Genau deshalb wurde die Glühbirne auch aus dem Verkehr gezogen. Seit dem Jahr 2009 verfolgt die EU das sogenannte "Glühbirnen-Verbot". Viele Glühbirnen werden heutzutage nicht mehr zum Verkauf angeboten; zahlreiche weitere Glühlampen sollen noch bis 2018 verboten werden.

Doch nun gibt es Hoffnung: Amerikanische Forscher haben an dem "Institute of Technology" in Cambridge eine Methode entwickelt, durch die es zu einer höheren Lichtausbeute bei Glühlampen kommt. Die Forscher wissen: Die Lichtausbeute, die bei 40 Prozent liegt, übertrifft die energiesparenden Alternativen wie Energiesparlampen und LEDs, sodass die Glühlampe mitunter ein Comeback feiern könnte. Die Lichtausbeute wird durch eine spezielle Art des Recyclings erzielt: Der Glühdraht wird mit einer Nanostruktur umgeben, sodass das sichtbares Licht zwar durchgelassen wird, die Infrarotstrahlung jedoch nicht. So werden 80 bis maximal 92 Prozent der Wärmestrahlung zurückgeworfen und in weiterer Folge vom Glühdraht absorbiert. Die Wärmeenergie geht also nicht verloren, sondern unterstützt den Glühdraht, sodass sich dieser erhitzt.

Forscher sind zuversichtlich

Doch gibt es eine Einschränkung bei der Lichtfärbung? Nein. Die Farben erscheinen, wie auch bei herkömmlichen Glühlampen, naturgetreu. Des Weiteren sind die neuartigen Glühbirnen skalierbar - die produzierten Lichtmengen können also, je nach zugeführten Leistungen, auch reguliert werden. Natürlich wären derartige Birnen, aufgrund des "Lichtrecyclings", relativ günstig in der Herstellung. Die Materialien, die für die neuen Glühlampen benötigt werden, sind reichlich vorhanden und zudem auch noch kostengünstig. Jedoch wissen die Forscher, dass es noch Jahre dauern kann, bis die "Glühlampen 2.0" auch in den Handel kommen. In den nächsten Wochen und Monaten sind noch zahlreiche Tests notwendig. Dabei sollen die Lebensdauer und auch die thermische Stabilität überprüft werden. Jene Tests werden am Ende entscheidend sein, ob die Glühbirne ein Comeback feiert oder nicht. Die Forscher sind aber zuversichtlich und auch davon überzeugt, dass die neue Technologie nicht nur neue Leuchtmittel ermöglichen kann, sondern auch die Sonnenkollektoren der thermischen Photovoltaik verbessert werden könnten.
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