Gefährliche Haustürgeschäfte: Die britische „Asphalt-Mafia“ ist wieder da

NÜRNBERG (pm/nf) - Wie die Bau-Innung Nürnberg mitteilt, treiben derzeit wieder einmal unseriöse Asphalt-Kolonnen aus Großbritannien ihr Unwesen in Nürnberg und Umgebung. Entsprechende Fälle wurden bisher aus Eibach, Reichelsdorf und Großgründlach bekannt.

Die Masche, mit der die ,,Asphalt-Mafia" auftritt, ist immer die gleiche: Ein Unbekannter klingelt an der Haustüre und behauptet, bei Straßenbauarbeiten sei Asphalt übrig geblieben, damit könne schnell und preiswert der Hof oder die Einfahrt eine neue Deckschicht erhalten. Wer zustimmt, wird abgezockt: Es erscheint eine Asphalt-Kolonne mit britischen Fahrzeugen und asphaltiert mit minderwertigem Material zu überteuerten Preisen. Die geltenden Qualitätsstandards werden nicht einmal ansatzweise eingehalten. Anschließend wird bar kassiert und die Truppe verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Eine Rechnung oder Firmenanschrift gibt es nicht. Kurze Zeit später treten dann bereits die ersten Schäden auf.

Die Bau-Innung Nürnberg warnt dringend davor, auf derartige Angebote einzugehen. Das vermeintlich günstige Angebot ist im Verhältnis zur abgelieferten Qualität viel zu teuer und der Kunde kann im Schadensfall bei solchen Firmen keinerlei Gewährleistungsansprüche durchsetzen.

Seriöse Unternehmen klingeln nicht ungefragt an der Haustüre, drängen nicht auf sofortigen Vertragsabschluss, beraten im Vorfeld, unterbreiten ein detailliertes schriftliches Angebot und übernehmen fünf Jahre lang die Gewährleistung für ihre Arbeit.
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