Intelligentes Wohnen: Hintergründe und Infos zum Wohnen der Zukunft

Wir die Heizung künftig einfach per App gesteuert? Eine interesante Vorstellung, alle wichtigen Vorgänge in der eigenen Wohnung zentral zu steuern. (Foto: © ri (CCO-Lizenz) / pixabay.com)
 
Die Zukunft des Wohnens? Smart Homes werden schon bald Realität sein - aktuell liegen die Kosten noch zu hoch, um die Mehrzahl der Haushalte dafür begeistern zu können. (Foto: © JESHOOTS (CCO-Lizenz) / pixabay.com)

SERVICE (se/fi) - „Intelligentes Wohnen“ ist ein Schlagwort, das immer häufiger fällt, wenn von modernen Immobilien die Rede ist, genauso wie der englische Begriff „Smart Home“. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, handelt es sich dabei längst nicht mehr um Utopien. Vielmehr existieren auch in Deutschland schon ganze Neubausiedlungen, die auf dem zugrundeliegenden Prinzip basieren. Diverse Zukunftsprognosen sehen darin sogar einen ganz großen Trend der nächsten Jahrzehnte und ein effektives Mittel zur Bekämpfung demografischer Probleme.

Doch was bedeutet „Intelligentes Wohnen“ in der Realität? Viele Menschen verbinden damit allenfalls ungefähre Vorstellungen von ferngesteuerten Haushaltsgeräten und Rollos, die von alleine herunter- und wieder hochfahren. Tatsächlich steckt mehr hinter einem ausgewachsenen Smart Home. Hier möchten wir genauer darauf eingehen, was dieses ausmacht und welche Komponenten dabei eine zentrale Rolle spielen.

Was bedeutet intelligentes Wohnen?

Der Begriff „Intelligentes Wohnen“ weckt Assoziationen an „mitdenkende“ Einrichtungsgegenstände. Noch mehr gilt das für ein „Smart Home“. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Eigenschaften, die entsprechende Wohnräume kennzeichnen:
- Basis eines Smart Homes sind moderne Geräte der Haushalts- und Unterhaltungselektronik, die miteinander vernetzt sind.
- Ihre Steuerung funktioniert über Fernsteuerungen und WLAN – zum Beispiel über Smartphone und Tablet.
- Auf diesem Weg lassen sich Geräte in Smart Homes auch programmieren und aus größerer Entfernung starten – oder anhalten.
- Ein weiteres zentrales Merkmal von „Intelligentem Wohnen“ ist ein autarkes Heiz- und Energiemanagement über „Smart Meters“ mit intelligenten Zählern.

In der Realität führt ein solches System zum Beispiel dazu, dass Hausbesitzer Türen von unterwegs öffnen können, sollte der Sohn den Schlüssel vergessen haben. Jalousien reagieren selbstständig auf Tageszeit und Sonneneinstrahlung, die Heizung fährt automatisch herunter, sobald jemand die Fenster öffnet. Auch lässt sich noch im Auto auf dem Weg in den Urlaub kontrollieren, ob wirklich alle Türen geschlossen und alle Lichter ausgeschaltet sind.
Die Vorteile davon?
- Mehr Kontrolle und damit höhere Sicherheit.
- Weniger Energieverbrauch und damit geringere Kosten.
- Höherer Komfort durch automatische Prozesse.

Befürworter von Smart Homes argumentieren außerdem, dass ältere und gebrechliche Menschen davon profitieren, wenn sie nicht aufstehen müssen, um die Heizung zu bedienen oder die Tür zu öffnen. Angehörige aller Altersstufen freuen sich über die Möglichkeit, in jedem Raum eines Hauses über WLAN Musik zu streamen – ganz ohne lästige Kabel.

Welches Equipment wird benötigt?

Intelligentes Wohnen ist nicht ganz billig. Es lässt sich jedoch auch stückchenweise realisieren. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, zunächst intelligente Heizungs- und Lichtsteuerungen zu installieren. Das alleine ist zwar noch kein Smart Home, aber der erste Schritt dazu und einer, der bereits viel Geld spart.

Wer sich mit halben Sachen nicht zufrieden geben möchte, der findet eine Reihe an Anbietern für Smart-Home-Systeme, die ihm bei der Modernisierung seiner Wohnung helfen. Das Herzstück eines Smart Homes ist eine zentrale Steuerungseinheit. In dieser befinden sich vor allem:
- Intelligente Zähler
- Schutzschalter
- Router
- Switch
- Server

Zur Aufbewahrung dieser einzelnen Komponenten und ihrer Verkabelung sollte man besser nicht auf Omas Holzkommode zurückgreifen. Besser geeignet sind moderne Serverschränke. Diese gilt es mit Bedacht auszuwählen, schließlich beherbergen sie anschließend eine Reihe an sensiblen technischen Komponenten. Deshalb ist eine ausreichende Belüftung ebenso Pflicht wie eine stabile Verarbeitung. Eine abschließbare Tür gewährleistet, dass die eigenen Kinder nicht zum Zeitvertreib ein paar Schalter bedienen. Wichtig sind außerdem eine gute Erreichbarkeit und genug Platz für die einzelnen Komponenten plus Kabel. Serverschränke gibt es in verschiedenen Ausführungen, zum Aufstellen oder Anbringen an der Wand. Ein guter Überblick wird auf 19power.de geboten. Abnehmbare Seitentüren ermöglichen den Zugriff von der Seite.

Noch einmal zusammenfassend wichtige Kriterien bei der Auswahl von Serverschränken:
- Ausreichende Belüftung
- Stabilität
- Abschließbare Türen
- Gute Erreichbarkeit
- Genug Platz
Im Zweifelsfall ist es meist sinnvoll, Serverschränke eine Nummer größer auszuwählen. So hat man etwas Platz für eventuelle zusätzliche Komponenten, falls man später Erweiterungen vornehmen möchte.

Wann wird intelligentes Wohnen flächendeckend Realität?

Intelligentes Wohnen liegt im Trend, daran bestehen kaum Zweifel. Auch wenn komplette Smart Homes noch die Ausnahme sind, werden immer mehr Wohnungen mit „intelligenten“ Komponenten ausgerüstet. Der Branchenverband BITKOM sieht im Smart Home jedenfalls die Wohnform des 21. Jahrhunderts. Nach einer von ihm zitierten Studie könnte die Zahl der vernetzten Wohnungen bis zum Jahr 2020 immerhin auf eine Million deutschlandweit steigen.

Das stimmt überein mit verschiedenen Untersuchungen, die das wachsende Interesse vieler Menschen an smarter Technik zeigen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene schätzen die Möglichkeit, Streaming zu Hause für die Unterhaltungselektronik zu nutzen und dabei Smartphone oder Tablet als zentrale Steuereinheit zu verwenden. Gleichzeitig werden Smart Homes zunehmend als besonders altersgerechte Wohnformen vermarktet. Sie bringen nicht nur einen höheren Komfort für wenig mobile Menschen mit sich. Überdies ermöglichen sie es Senioren auch im besten Fall, länger im eigenen Heim wohnen zu bleiben – ohne eine Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen zu müssen. Bis Intelligentes Wohnen flächendeckend verfügbar ist, dürfte es allerdings noch dauern. Momentan schrecken Konsumenten unter anderem aus den folgenden Gründen noch davor zurück:
- Smart Homes sind ein teures Vergnügen.
- Die damit verbundene Technik ist vor allem älteren Menschen nicht geheuer.
- Viele Wohnungseigentümer haben Angst vor einem Missbrauch persönlicher Daten.
Letzteres sei komplett unberechtigt, so Anhänger von „Intelligentem“ Wohnen. Schließlich würden die Daten in einem Server im eigenen Haus und in einer privaten Cloud gespeichert.

Smart Homes – gut für die Umwelt

Intelligentes Wohnen bedeutet einen höheren Komfort und langfristig niedrigere Kosten – auch wenn man zunächst etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Zusätzlich schont es durch einen niedrigeren Energieverbrauch die Umwelt. Intelligente Zähler und automatische Mechanismen sorgen dafür, dass sparsam mit kostbaren Rohstoffen umgegangen wird. Das kommt nicht nur Menschen entgegen, die oft vergessen, das Licht auszuschalten. Insofern sind Smart Homes tatsächlich eine Investition in die Zukunft – die derzeit allerdings noch nicht für jeden erschwinglich ist.
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