Internationale Funkausstellung: Das sind die Topthemen

Die Zukunft des Fernsehens: 4K Technik. (Foto: Messe Berlin)

REGION (pm/nf) - Die IFA in Berlin setzt seit 90 Jahren Maßstäbe und hat sich zur bedeutendsten globalen Messe für Consumer und Home Electronics entwickelt. Die führenden internationalen Hersteller präsentieren die neuesten Trends und Produkte auf der IFA in Berlin der Weltöffentlichkeit. Unzählige Produktpremieren haben die Geschichte der IFA maßgeblich geprägt. Der einzigartige Mix aus Innovationen, Stars, Entertainment und Produktneuheiten zieht jedes Jahr Handel, Industrie, Medien und Publikum in seinen Bann. Hier einige Neuheiten im Kurzüberlick.

Krusell ist bereit für das neue iPhone

Kaum wurde das neue iPhone 6 vorgestellt, hat der schwedische Zubehöre-Hersteller Krusell International die passenden Schutzhüllen bereits in der Schublade. Auf der IFA 2014 informiert das Unternehmen unter anderem über die neue Partnerschaft mit LG Electronics, bereits dem dritten Smartphone-Herstelle, für den man jetzt Accessoires unter dessen Label produziert. Erst vor wenigen Tagen haben die Schweden auch eine Kooperation mit Ingram Micro Europe unterzeichnet, die den Vertrieb der Produkte auf 18 europäische Länder erweitert.

Nano-Folie verwandelt Fotos und Filme in 3D

Alle Fotos und Filme auf dem iPhone oder iPad dreidimensional betrachten, die Firma Nanoveu aus Singapur macht es zum kleinen Preis und ganz ohne 3D-Brille möglich. Wissenschaftler und Forscher haben eine Folie entwickelt, die zugleich als Bildschirmschutz dient und – je nach Größe – zwischen 500 000 und zwei Millionen winzige Linsen in Nanotechnologie beinhaltet. In Verbindung mit einer entsprechenden App lassen sich die Bilder durch einfache Berührung des Touchscreens umwandeln. Alternativ gibt es das Produkt seit wenigen Wochen auch als Glasrahmen oder integriert in eine Schutzhülle. Bisher überwiegend in Asien und den USA erhältlich, nutzt man die IFA 2014 zur Kontaktaufnahme mit Wiederverkäufern in Europa, so CEO Alfred Chong. Zum Jahresende sollen auch erste Versionen für Android-Geräte verfügbar sein.


Erste offene Smart-Home-Plattform

Das Berliner Start-Up yetu habe die weltweit erste offene Plattform entwickelt, mit der Anwendungen zuhause flexibel von jedem Betriebssystem und Endgerät aus nutzbar sind, so der IFA-Aussteller. Dafür konnte das Unternehmen als ersten Partner bereits die Deutsche Telekom gewinnen. Die Plattform ermöglicht es, alle web-basierten Unterhaltungsangebote wie TV, Video, Musik und Spiele, aber auch Haushaltsgeräte sowie Energie-, Sicherheits- und Gesundheitstechnik im Haus über eine zentrale Benutzeroberfläche zu steuern. Die Bedienung geschieht über Endgeräte wie Fernseher, PC, Tablet oder Smartphone. Die komplett auf Open Source basierende Software ist laut Anbieter mit allen Betriebssystemen kompatibel und über offene Schnittstellen von Entwicklern nutzbar. Als zentrale Schnittstelle für alle Kommunikationsstandards dient ein Home Gateway. Ein Chip mit einem eindeutigen kryptografischen Schlüssel in der Hardware gewährleistet, dass nur der Nutzer sicherheitsrelevante Daten freigeben kann.

Mit einem Knopfdruck zum Latte Macchiato

Auch Kaffeespezialitäten mit Milch kommen mit nur einem Knopfdruck aus dem neuen „F9“-Vollautomaten des Schweizer Herstellers jura. 14 Varianten vom Espresso über den Milchkaffee, aber auch der ganz normale kleine Schwarze, kommen ohne große Umstände aus der Maschine. Will der Nutzer es individuell, bieten ihm die Schweizer eine breite Palette von Möglichkeiten: Je nachdem, wie hoch sein Herz beim Genuss schlagen soll, kann er seine bevorzugte Kaffeestärke in acht Stufen auswählen und noch dazu die gewünschte Brühtemperatur zweistufig variieren. Wer seine Lieblingsspezialitäten mit einem eigenen Namen versehen möchte, kann ihn aufs Display programmieren. Und Gäste freuen sich besonders, wenn nach erfolgtem Auslauf des Getränks in Tasse oder Glas ein „Bitte schön!“ auf dem Display erscheint.

Eine andere Bohnensorte für jede Tasse Kaffee

Wer die ganze Vielfalt des Kaffees ohne großen Aufwand schmecken will, dem hilft jetzt der Mindener Kaffeegeräte-Spezialist Melitta. Er hat seiner neuen Kaffeemaschine Caffeo Varianza CSP einen speziellen Einzelportions-Füllschacht für ganze Bohnen spendiert. Damit lässt sich Tasse für Tasse eine andere Bohnensorte wählen. Dazu hat das Gerät natürlich auch den traditionellen Standard-Bohnenbehälter. So kombiniert es die Vorteile eines Kaffeevollautomaten mit der Variationsmöglichkeit der Einzelportionierung. Selbstverständlich trägt auch Melitta als „Mutter aller Filtertüten“ - das 106 Jahre alte Unternehmen hält den Wortmarkenschutz für den Begriff – der Renaissance des Filterkaffees Rechnung. Es präsentierte als Neuheit auf der IFA 2014 einen umfassenden eingebauten Kalkschutz und ein mit Timer ausgestattetes Modell der Look-Reihe.

Von Joghurt bis Pommes Frites

Als wahres Universaltalent gibt sich der neue Multicook Plus des Küchenkleingeräte-Anbieters Gastroback. Dank 20 verschiedener Programme kann er kochen, backen, frittieren oder Joghurt zubereiten, Dampfgaren oder Reis kochen. Seine Slow-Cooking-Funktion gart Lebensmittel schonend und langsam, damit Vitamine und Mineralstoffe in der gesunden Küche nicht verdampfen. Ein großes LCD-Display sorgt für intuitive Bedienung. Als Zubehör werden ein Dampfeinsatz für Gemüse, Meeresfrüchte und Geflügel mitgeliefert sowie ein Frittierkorb und ein Joghurteinsatz mit sechs Bechern. Intelligent gibt sich das Design Gourmet Waffeleisen Advanced 4S mit dem neu entwickelten Waffel-IQ-System für vier Waffeln. Es ermittelt automatisch die korrekte Backzeit für die gewählte Waffelsorte und die gewünschte Bräunungsstufe.

Innergie hat jetzt eine lange Leitung

Gerade in Hotelzimmern und Veranstaltungsräumen sind die nächste Steckdose oft weit entfernt und das Ladekabel stets zu kurz, wenn der Akku von Smartphone und Tablet leer ist. Damit Betroffene ihre Texte nicht länger auf dem Fußboden sitzend schreiben müssen, hat die zur taiwanesischen Delta-Gruppe gehörende Firma Innergie den LifeHub konstruiert, einen mobilen USB-Hub mit drei Meter langem Kabel im Aufroller mit integriertem Ladeteil zum gleichzeitigen Aufladen von bis zu drei Geräten. Auf der IFA 2014 wird außerdem erstmals die Powerbank PocketCell Pro im stylischen Design vorgestellt, die über zwei USB-Anschlüsse und ein Micro USB-Kabel verfügt. Mit ihr lässt sich die Kapazität eines iPhones um mehr als 72 Stunden, einen Smartphones oder Tablets um mehr als 43 Stunden verlängern.

Nutzerfreundliches Wi-Fi-Speicherlaufwerk von WD

Mit der My Passport Wireless von WD lassen sich bis zu zwei Terabyte an Daten von jedem Smartphone, Tablet PC oder anderen Geräten kabellos sichern, abrufen und gemeinsam nutzen. Das Wi-Fi-Laufwerk bietet eine einfache Speicherplatz-Erweiterung – ohne Verkabelung oder Internet-Verbindung. Größere Datenmengen sind auch schnell und einfach über den USB 3.0-Anschluss übertragbar. Die My Passport Wireless verfügt über ein eigenes Funknetzwerk. Bis zu acht Geräte können gleichzeitig angeschlossen werden und auf die im Laufwerk gespeicherten Inhalte zugreifen. Je nach Ausführung stehen 500 Gigabyte, ein oder zwei Terabyte Speicherplatz zur Verfügung. Dank der MIMO-Technologie (Multiple-Input Multiple-Output) können Nutzer schnell auf ihre Daten zugreifen und bis zu vier HD-Filme gleichzeitig streamen. Der eingebaute Akku bietet bis zu sechs Stunden kontinuierliches Streaming und bis zu 20 Stunden Standby-Leistung.

Intenso bietet Speicherstick mit Smartphone-Anschluss

Mit der Mobile Mini Line präsentiert die Intenso GmbH auf der IFA 2014 einen Speicherstick, der neben dem klassischen USB-Anschluss auch über einen Mirco USB-Stecker verfügt und so einen schnellen Datenaustausch zwischen PCs und Notebooks auf der einen und Smartphones oder Tablets auf der anderen Seite ermöglicht. Die Sticks aus gebürstetem Aluminium mit einer Kapazität von 8GB oder 16 GB sind ab November im Handel erhältlich. Weitere Messeneuheiten sind zwei Tablet-PCs mit 7- und 10,1-Zoll-Display, die mit einem Quadcore-Prozessor und dem Betriebssystem Android 4.4 ausgestattet sind. Kleine Powerbanks zum Aufladen aller Mobilgeräte mit USB-Anschluss runden die Palette der IFA-Premieren ab.

Avicii neuer Markenbotschafter von Alcatel Onetouch

Alcatel Onetouch nutzt die IFA 2014 zur Vorstellung des neuen Smartphones Hero 2, das nur 175 Gramm wiegt und mit einem Stift geliefert wird, der handschriftliche Notizen und Zeichnungen ermöglicht. Die Magic Flip DJ-Funktion erlaubt den individuellen Mix von Musikstücken, die im HiFi-Sound wiedergegeben werden. Auch das 8-Zoll-Tablet Hero 8 wird auf der Messe erstmals vorgestellt. Mit dem kompakten Ergänzungsteil Sidekick 2 werden beide zur Fernbedienung für andere Geräte. Im Rahmen der IGFA gab Alcatel Onetouch auch eine Partnerschaft mit dem schwedischen DJ und Musikproduzenten Avicii bekannt, der jetzt als Markenbotschafter für die Produktreihen Hero und Idol fungiert.


Erster UHD-Fernseher aus dem Hause TechniSat

Am Messestand von TechniSat finden die IFA-Besucher den ersten UHD-Fernseher des Ausstellers, zwei neue ISIO-Receiver, DAB+-Digitalradios in allen Facetten, einen neuen Tablet-PC sowie als komplett neuen Produktbereich Mobiltelefone. Zu den Highlights zählt der TechniTwin ISIO UHD, der erste UHD-Fernseher aus dem Hause TechniSat. Das High-End-Gerät, das in Deutschland entwickelt wurde und produziert wird, ist auf der IFA in vier Größen zu sehen, die alle die Energieeffizienzklasse A+ haben. Dabei vereine der TechniTwin ISIO UHD die derzeit besten TV- und Empfangstechnologien sowie innovative Funktionen aus mehr als 25 Jahren Forschung und Entwicklung bei TechniSat – gepaart mit einer exzellenten Bildqualität, so der Aussteller. Der UHD-Fernseher rechnet SD- und HD-Inhalte in eine UHD-Auflösung von 3.840 mal 2.160 Bildpunkte hoch und verfügt über einen DoppelQuattroTuner, eine TimeShift-Funktion sowie zwei CI+-Schnittstellen. Ins Heimnetzwerk lässt er sich optimal mit Steuerung und Fernprogrammierung via Tablet- oder Smartphone-App einbinden.

Immer mehr Rasen kommt unter‘s Messer

Der Mähroboter-Hersteller Robomow nimmt immer mehr Rasen unters Messer. Auf der IFA 2014 kündigte er zwei neue Modelle an, die Grünflächen bis zu 3.200 Quadratmeter in bisher unerreichter Geschwindigkeit kürzen können. Zusätzlich stellte er eine kostenlose App vor, mit der sich die Roboter aus der Entfernung programmieren und steuern lassen. Der RC312 der schmaleren Produktlinie mit 28 cm Schnittbreite ist für Flächen bis 1.200 Quadratmeter geeignet. Wie seine kleineren Brüder für 200-600 Quadratmeter meistert er auch Steigungen bis 36 Prozent. Das an den Seiten herausgesetzte Mähwerk schneidet einen Zentimeter über die Radkante hinaus, damit ihm auch an der Schnittstelle zu den Rosenbeeten keine Halme entgehen. Auch bei saisonalem Erstschnitt oder langem Urlaubsrasen, verspricht Robomow, sei kein zusätzlicher Rasenmäher notwendig. Der RS630, das Topmodell der Serie mit 56 cm Schnittbreite und zwei Messern, kann künftig 3.200 Quadratmeter in besonders kurzer Mähzeit pflegen. Mit der App lassen sich die Roboter via Bluetooth steuern, mit optionalem GSM-Modul auch übers Internet.
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