Kardiologie: Die Wissenschaft um das Herz

Das Herz – Symbol der Liebe, Triebkraft des Lebens: Kein anderer Muskel im menschlichen Körper arbeitet so ununterbrochen, reibungslos und exakt. Das Herz ist ein Wunderwerk an Präzision. Unabhängig von außen schlägt es im immer gleichen Takt und ist fähig, sich automatisch an wechselnde Belastungen anzupassen. Rund drei Milliarden Mal schlägt ein Herz während eines Menschenlebens und bewegt dabei die unvorstellbare Menge von etwa 250 Millionen Litern Blut durch den Körper. Kein technischer Motor besitzt diese unermüdliche Fähigkeit zu Höchstleistungen.

Um die Gesunderhaltung des Herzens kümmert sich der Kardiologe. Sein Fachgebiet, die Kardiologie (von „Cardia“, lat. für „Herz“), ist die Lehre vom Herzen, die sich mit Struktur, Funktion und den Erkrankungen dieses Organs befasst. In der Medizin ist sie das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Herz-Kreislauferkrankungen beschäftigt.

Ungesunde Lebensweise oft tödlich

Faktoren wie ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen und Stress können die Leistung unseres „Lebensmotors“ beeinträchtigen und schädigen. Die Folge: Herz-Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose und Bluthochdruck, aber auch Herzerkrankungen wie Herzinfarkt oder Herzschwäche sind mittlerweile Todesursache Nr. 1. Waren Herz-Kreislauferkrankungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit für weniger als zehn Prozent der Todesfälle verantwortlich, so stieg dieser Wert inzwischen auf nahezu 50 Prozent in den Industrieländern und auf rund 25 Prozent in den Entwicklungsländern. Dieses signifikante Ansteigen ist nicht zuletzt auch auf die steigende Lebenserwartung zurückzuführen: Da Herz-Kreislauferkrankungen im höheren Alter häufiger auftreten, erklärt schon der Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung – von rund 50 Jahren im Jahr 1900 auf heute etwa 80 Jahre – die Zunahme dieser Erkrankungen. Wenngleich die Zahl der Herzerkrankungen stetig zunimmt, lassen sie sich häufig heilen oder sogar ganz vermeiden – mit entsprechenden Vorsorgemaßnahmen, rechtzeitiger Diagnostik oder auch durch operative Eingriffe, die heute längst zur Routine gehören.
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